Tag Archives: martina günther

03Dez/12

118 KoreanTypologies @ MaximiliansForum

Die einzigartigen südkoreanischen Wohnhaustypologien, Han-ok, Yang-ok und Apat, sind in Deutschland und der westlichen Welt weitgehend unbekannt. Anhand von Modellen, Plänen und Photographien werden die Häuser aus dem fernen Osten nach München transportiert. An ihnen lässt sich versuchen die gesellschaftliche, soziale, politische und kulturelle entwicklung südkoreas abzubilden und lesbar zu machen. The unique south-korean housing-typologies or Han-ok, Yang-ok and Apat are almost completely unknown in Germany and the western world. They are brought from the far east to München in the format of models, drawings and photographies, to be discussed, attempted to comprehend, to learn from them … 대한민국의 독특한 주거형태인 한옥,양옥 그리고 아파트는 독일을 비롯한 서양에 전혀 알려지지 않았다. 우리는 그것들의 사진과 모델들 그리고 도면을 동쪽 저 먼곳에서 뮌헨으로 일정한 포맷에 담아왔다. 그 문화를 이해하는것을 시도하면서 논의되고, 그것으로부터 배울수 있었으면 한다. for more information go to >> koreantypologies.net


[photo: günther&schabert]

Ausstellung/Symposium vom 14.01.2013 bis 27.01.2013 von günther & schabert im MaximiliansForum, dem städtischen Kunstraum für angewandte Kunst in der Unterführung Maximilianstraße/ Altstadtring; Eintritt frei. An exhibition/symposium from  14.01.2013 until 27.01.2013 by günther & schabert at MaximiliansForum, the  municipal space for applied art in the underground crossing of Maximilianstraße/ Altstadtring. U/S Marienplatz · U4/U6 Lehel · T19 Kammerspiele; free admission

Die Münchner Architekten und Förderpreisträger der Landeshauptstadt München Martina Günther und Jan Schabert lehren, forschen und leben seit 2010 in Südkorea, ohne ihren Lebensmittelpunkt in München jemals aufgegeben zu haben. Es war somit nur eine Frage der Zeit, bis das Pendeln zwischen hier und dort, zwischen München und der fernöstlichen Welt, zu einem Austausch zwischen den Kulturen, zu einem Architekturvergleich, ja letztendlich zu einem Knowledge-Transfer führen würde. Zeitgleich zur Bau 2013 zeigen sie das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm „kroean typologies“, das durchaus als reflektive Erweiterung dieser Systemschlacht zu betrachten ist.

한옥 Han-Ok – traditionelles koreanisches Holzhaus

Das Han-Ok findet sich in Stadt und Land in ganz Korea. Das modulare Prinzip bestehend aus Raum, Freiraum, Dach und Mauer lässt vielfältige Kombinationen zu, die auf die Umgebung reagieren. Dach, Mauer, Tor. Sehr rätselhaft das Ensemble. Je dichter, je urbaner der Kontext, desto höher scheint die Mauer zu sein, Privatheit gewährend. Diese Umschließung, hat man sie erst einmal durchquert, betritt man das Haus oder den Hof und dann liegt alles offen da. Ein Holzhaus, etwas in die Luft gehoben und ein kleiner Innenhof der eigentlich ein Raum im Freien ist. Das Dach, wie großer Regen- und Sonnenschirm, Dämmung, Kühlung, Regenschutz und vieles mehr. Ist es nur ein Dach auf Stützen umstanden von einer Mauer? Die leichten Schiebeflächen, Türen, Fenster im Inneren, bringen einen sich dauernd veränderbaren Zustand hervor. Offen, ganz offen, nur wenig offen. Der Luftzug- im Sommer unerlässlich. Die Schönheit, aus der Funktion und Konstruktion und vielleicht aus noch mehr heraus entstanden, prägt die kleinen Holzhäuser. Die Geometrie und Proportion der Dächer, die Dachziegel, die Farben, das finden wir dann in ganz Korea. Das Prinzip ist gleich, die Typologie ablesbar. Ähnlich, aber nie gleich.
On-Dol und Ma-Ru sind prägende Elemente des Hauses.
Han-Ok – traditional Korean wooden house
The „Han-Ok“ can be found everywhere in Korea, in the cities and the countryside. It is built using a modular principle and consists of room, free zone, roof and wall and allows diverse combinations according to the surrounding area. Roof, wall, gate – a mysterious ensemble. The greater the urban density, the higher the wall seems to be, thus allowing privacy. Once passed the surrounding wall you enter the inner courtyard and everything lies open in front of you. A wooden house, slightly raised up and a little inner courtyard which is like an outside room. The roof like a big umbrella or a sunshade – it is insulation, cooling, rain protection and many other things at the same time. Or is it just a roof on supporting pillars surrounded by a wall? The light sliding surfaces, doors, windows in the inside of the house create a continously changing interior, open, completely open, slightly open. The draught – essential in summer. The beauty – created by the function, construction and probably by even more things, characterizes the little wooden houses. The geometry and the proportion of the roofs , the tiles, the colours, these are things which are found throughout Korea. The principle is always the same, the typology always readable. Similar but never the same.
On-Dol and Ma-Roo are defining elements of the house.

온돌 On-Dol – der Fußboden als Kachelofen

Die Beheizung der traditionellen koreanischen Holzhäuser erfolgt über die Fußbodenfläche. Das Sitzen und Schlafen auf dem geheizten Fußboden ist eine wunderbare und effektive Art, sich in den kalten Wintermonaten warm zu halten. 
Das Prinzip „On-Dol“ ist ähnlich einem horizontalen Kachelofen oder einer Hypokaustenheizung, die die ganze Fußbodenfläche von unten erwärmt. Rauchgaskanäle im Boden transportieren die warme Luft mäandermäßig spazieren und nehmen ihr die Wärme ab. Das Prinzip der Fußbodenheizung ist in Korea auch aktuell die bevorzugte Art der Raumheizung. Heizkörper (Radiatoren etc.) sucht man hier vergeblich.
On-Dol – the floor like a tiled stove
The traditional Korean wooden house uses underfloor heating. Sitting and sleeping on a heated floor is a wonderful and effective way of being warm during the cold winter months. On-Dol works similar like a horizontal tiled stove or like a „hypokausten“ heating which heats the complete surface of the floor from beneath. The warm air is transported through flue gas channels under the floor. The underfloor heating is the principle method of heating houses in Korea. Radiators are looked for in vain.

마루 Ma-Ru – natürliche Kühle, in Holz

Zwischenraum zwischen zwei Räumen, Innen und Außen zugleich und doch das große Dach über dem Kopf. Auf dem Holzboden zu sitzen ist wunderbar, fast wie in einem großen Möbel fühlt man sich, das dunkle Holz um einen rum. Im heiß-feuchten Sommer ein leichter Luftzug – und da das Haus leicht aufgeständert ist, kann die Luft auch unter dem Ma-Ru durchziehen. Der Blick in den kleinen Innenhof. Nach Süden geöffnet wird hier in den kalten Wintern der kleinste Strahl Sonne eingefangen.
Ma-Roo – the natural coolness of wood
Space between two rooms, inside and outside at the same time and still under the big roof over your head. It is marvelous to sit on the wooden floor. It feels like sitting in a big piece of furniture, surrounded by dark wood. A light draught in hot and humid summer days – and as the house is slightly raised off the ground the air can travel through under the Ma-Roo. Looking into the little inner courtyard which is South-facing. In cold winter days even the smallest ray of sunshine gets caught.

양옥 Yang-Ok oder Villa – »western-style«
Dem Han-Ok folgt das Yang-Ok. Flachdach und Außentreppe prägen diese koreanische Wohnhaustypologie.
Nach dem Koreakrieg löste die bis zu dreigeschossige Stahlbetonkonstruktion mit Klinkerfassade die Holz-/Lehmkonstruktion des Han-Ok ab. Eine höhere Dichte erlaubend, prägt diese Wohnform Stadt und Land. 
Mehrere einzelne addierte oder integrierte Treppenläufe ermöglichen einen ausschließlich externen Zugang zu allen Etagen.
Das Dach, mal grün, mal blau versiegelt, wird weitgehend zum Wäsche-Trocknen, Lagern, urban-farming usw. verwendet, glasierte Ziegel-Riemchen verzieren die Fassaden dieses an divergierenden Kontext gut anpassungsfähigen Typus, vom eingeschossigen stand-alone in einsam-ländlichen Szenen bis hin zu dicht gepackten Zwei- bis Dreigeschossern in Ballungszentren; eine hohe horizontale Dichte als Garantie für kommunale und soziale Kontakte, Identifikation und Interaktion unter seinen Bewohnern.
Yang-Ok or Villa – »western-style«
The Han-Ok is followed by the Yang-Ok which stands out by its flat roof and its outdoor staircase.
After the Korean War the Yang-Ok replaced the Han-Ok. The Yang-Ok-style building consists of up to three storeys, it uses steel reinforced concrete whereas the former Han-Ok was a wooden and clay constructed building with a clinker facade. The Yang-Ok allows higher urban density and characterizes city and countryside living. All floors permit exclusively external access by several individually added or integrated flights of stairs. The roof, which can be blue or green sealed, is mainly used: for drying clothes, storage space, urban farming etc. The facade is decorated by glazed tile-straps. The „Yang-Ok“ type building can easily adopt to diverging contexts, from a single-storeyed stand-alone in a remote countryside scene to a densely packed two- to three-storeyed building in conurbation areas. A high horizontal density as warranty for municipal and social contacts, allowing identification and interaction between its inhabitants.

아파트 Apat

Der erste Prototyp des property-developments Apat landete 1962 in Mapo, Seoul: Mitnichten mit offenen Armen begrüßt, mussten gesundheitliche Verträglichkeit und Sicherheit des gestapelten Wohnens zunächst im Tierversuch probiert und demonstriert werden, bevor nahezu allein mit ubiquitären Abgüssen dieses Stahlbetontypus der enorme Wohnraumbedarf für eine dramatische wirtschaftliche und demographische Entwicklung befriedigt werden konnte. Apat wurde binnen eines halben Jahrhunderts zum favorisierten Wohnmodell von drei Vierteln der koreanischen Bevölkerung.
Der Großteil der 19-geschossigen Apartment-Blocks basiert auf zwei Wohnungstypen, einer 79m²- und einer 109m²-Einheit. „Von 1993 an vollzog sich der Wandel der Wohnkultur rasend schnell. Die neuen Apartmentkomplexe setzten die Räume dicht an dicht, stapelten sie ebenso dicht übereinander und bewirkten gleichzeitig eine Trennung zwischen Wohnraum und urbanem Raum.“ (aus Bauwelt 36/2008: „Seoul – City of the Bang“, Kwangsoo Kim)
Apat
The first prototype of the property-development Apat was constructed in Mapo, Seoul in 1962: By no means welcomed with open arms, this kind of stacked living had to be tested and proven on animals for health compatibility and security. After that the enormous housing needs for a dramatically growing economic and demographic devolpment could be satisfied almost solely with ubiquitous casts of the steel reinforced concrete building style of the Apat. Within half a century the „Apat“ became the preferred living model for three quarters of the Korean population. The majority of the 19-storey apartment blocks consists of two types of flats, a 79 m2-unit and a 109 m2-unit. „From 1993 onwards the change of the living style went on rapidly. The new apartment complexes put together the rooms as tightly as they were stacked on top of each other and at the same time caused a separation of living space and urban space.“ (Bauwelt 36/2008: „Seoul – City of the Bang“, Kwangsoo Kim).

konzept · concept · 생각


[photos: kulturreferat]

44 mal 14 meter ausstellungsraum, unter der maximiliansstraße, da wo sie den altstadtring kreuzt: eine zugige fußgängerunterführung im nicht gerade für kommode temperaturen bekannten januar, zu bespielen mit ausstellung und einer ein-wöchigen vortragsreihe.


[früher planstand, noch ohne modell-begleitende projektionen]


[realisierter planstand, die überlagerung der 1:1 grundrisse ist gut zu erkennen]

die ausstellung besteht aus insgesamt 5 elementen:
a modelle 1:100
b grundrisse 1:1
c drei dia-projektionen
d ein paar film-monitore
e ein zelt

a modelle 1:100
die drei wohntypologien werden im maßstab 1:100 auf einer fläche von 3,16 x 3,16 m, also jeweils 10 ha als schwarzplan sowie partiell als modell dargestellt, modelle welche aus maßstabsgerechten, auf das veranstaltungsprogramm gedruckten schnittmustern zu bauen sind.

b grundrisse 1:1
die outlines der konstruktionen sind, einander überlagernd und so ihre kongruenz wie divergenz auslesbar machend, dem boden in form von klebemarkierung aufgetragen.

c dia-projektionen
ergänzend zu den abstrakten darstellungen zeigen, einer jeden typologie zugeordnet, folgen photographischer aufnahmen zustand, nutzen und anmutung.

d film-monitore
ein 1qm grosser hund ist die sich, zu öffnungszeiten in die ecke und after hours zum schaufenster, bewegende basis für ein paar röhrenmonitoren: der grosse für filme von kim juree die auflösung der typologie yang-ok behandelnd, der kleine für eine dokumentation über sewoon-sanga, seouls bedrohte metabolisitische megastructure.

e zelt
und ein zelt musste her, für die vorträge, so etwas wie ein koreanisches pojang-macha/포장마차.

[photo: günther&schabert]

umsetzung · implementation · 이행

a modelle 1:100

[photos: günther&schabert]

[film: günther&schabert]


[film: günther&schabert]


[photo: alescha birkenholz]

b grundrisse 1:1

[film: günther&schabert]


[photo: günther&schabert]

c dia-projektionen

[photos: alescha birkenholz]

d film-monitore

[photos: alescha birkenholz]

e zelt


[photos: alescha birkenholz]

 

programm · program · 과정표

Montag, 14. Januar 2013 · 월요일 2013년01월14일
korean typologies
Grußwort
Dr. Elisabeth Hartung [Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Leitung MaximiliansForum]
Prof. Uwe Kiessler [Kiessler & Partner Architekten GmbH, München]

»Das MaximiliansForum ist der städtische Kunstraum für die angewandten Künste wie Schmuck, Design, Mode, Architektur und für interdisziplinäre Kunst- und Kulturprojekte. Unter Federführung des Kulturreferats der Landeshauptstadt werden hier Ausstellungen und Veranstaltungen gezeigt, die in innovativen kulturellen Formaten wie Präsentationen, Diskussionsrunden, Konferenzen, Performances gesellschafts- und kulturrelevante Fragen an der Schnittstelle zwischen den angewandten und freien Künsten stellen.
Auch in diesem Jahr profiliert sich der Raum wieder als Forum für die angewandten Künste und als bedeutender Ort innerhalb der interdisziplinär geprägten Kunstlandschaft Münchens. Wir freuen uns sehr, dass Martina Günther und Jan Schabert das Jahresprogramm, das einen Schwerpunkt auf die kulturelle Relevanz von Architektur, Schmuck, Mode und Design legt, mit „korean typologies“ eröffnen. Die beiden Architekten und Stadtplaner haben seit der Gründung ihres Büros günther & schabert vor 14 Jahren mehr als 100 Projekte bearbeitet und erhielten 2005 für ihre Arbeit den Förderpreis Architektur der Landeshauptstadt München. Obwohl ihr Lebensmittelpunkt hier in München liegt, reisen sie regelmäßig in andere Städte und Länder für Lehre und Forschung. So war es auch ein sechsmonatiger Forschungsaufenthalt Jan Schaberts in Korea in 2010, der zu einem neuen Lebensabschnitt für günther & schabert wurde und zu Professuren der beiden für Entwurf und Konstruktion, Lehre und Forschung an der Keimyung Unversität in Daegu führte.
Das aus dem kulturellen Austausch zwischen München und Südkorea entstandene Projekt „korean typologies“ ist eine persönliche Sammlung südkoreanischer Wohnhausarchitektur und der Versuch einer Kategorisierung dieser Sammlung. In der Ausstellung sind als Kategorien vor allem die drei Wohnhaustypologien Han-Ok, Yang-Ok und Apat wiederzufinden, die sich zunächst durch ihre Grüße unterscheiden. Auf ihrer Suche nach Typologien suchten günther & schabert vor allem nach übertragbaren Prinzipien, die eine kulturelle, soziale, ökonomische und ökologische Architekturperspektive ermöglichen. Die daraus hervorgehende Sammlung versteht sich nicht als vollständiger Katalog, sondern als Prozess. Es geht dabei um Alltagsarchitektur, Wohnarchitektur und vielleicht um die Abwesenheit von „Icon-Architektur“. Sie stellen konkrete, existierende Stadtausschnitte Daegus, der mit 2,5 Mio. Einwohnern drittgrößten Metropolregion Südkoreas, vor, in denen sie gelebt und gearbeitet haben, die sie von innen und außen kennenlernen durften. Die Vorstellung in Modellen, Plänen folgt den architektonischen Mitteln der Maßstäblichkeit. Die Maßstäbe der Modelle wurden so gewählt, dass man gleichzeitig einen Eindruck von der Stadtstruktur, vom Haus und von den Proportionen des öffentlichen Raumes/Zwischenraumes bekommt.
Die Ausstellung, die zeitgleich zur BAU 2013 stattfindet, wird von vielseitigen Veranstaltungen begleitet. Von heute bis Sonntag – mit nur einem Ruhetag am Donnerstag – treffen sich jeden Abend um 19 Uhr deutsche und koreanische Experten aus den Bereichen Architektur und Kultur in „korean typologies“ und diskutieren über relevante kulturelle Themen. …«
[Grußwort Kulturreferat]


[photos: wolf schabert]

Dienstag, 15. Januar 2013· 화요일 2013년01월15일
korean climates
»Yeosu EXPO Pavillon«
Stefan Holst [Transsolar Energietechnik GmbH, München]
»Klima als Herausforderung für Bauplaner – Bauen und Planen in Korea«
Christoph Mitterer [Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, München]
Sumee Park [Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, München]
Moderation: Frank Kaltenbach, Architekt, Redakteur



[photos: alescha birkenholz]

Mittwoch, 16. Januar 2013· 수요일 2013년01월16일
korean realities
»Green Spreading for Existing Building«
Dr.-Ing. Keonho Lee [Korea Institute of Construction Technology (KICT)]
»not rhetoric but dialectic«

Youngjoon Choi, Jihyun Woo, Sukjin Hong [OFFICE ARCHITEKTON, Daegu/Republik Korea]
In a flood of design, many buildings were made by formal compositions with rhetoric. Besides, reality is behind the facades were based on sound commercial logic. On the basis of the ideas learning from anonymous buildings in Bukseong-ro, we try to expose the material, reality and typology by simply stripping desires away on the facade. In this project we try to make certain qualities in the ordinary, and compositions without rhetoric through the context.
»Koexistenz von Tradition und Modernität in Korea«

Sewoong Lee [Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, München]


[photo: wolf schabert]

Freitag, 18. Januar 2013· 금요일 2013년01월18일
korean sounds

»korean/urban soundscapes«
BassBoost & Kleingeldorchester
Lange Nacht der Architektur



[photos: alescha birkenholz]

Samstag, 19. Januar 2013· 토요일 2013년01월19일
korean observations

Prof. Linn Song [Hochschule Rosenheim]
Prof. Martina Günther [günther & schabert architekten, München]
Jan Schabert [günther & schabert architekten, München]


[photo: wolf schabert]

Sonntag, 20. Januar 2013· 일요일 2013년01월20일
korean positions
Pecha-Kucha; Studierende und Absolventen TUM, HM, HRos, AdbK et al.



[photos: günther&schabert]

durchgehend einsehbar:
»Yang-Ok« von 김주리
»Sewoon-Sanga« von 김상렬, 김재영, 도문문, 성형규, 얀샤버트, 허성훈

Konzept / Organisation / Programmierung / Realisierung Prof. Martina Günther / Jan Schabert Dank / Thanks Tina Dörge, Antonia Fenn, Daniela Grosch, Claudia Guter, Birgit Günther, Paul Günther, Stefan Günther, Nausikaa Hacker, Lisa Hörstmann, Youjin Ji, Frank Kaltenbach, Juree Kim, Hyun-Jeong Kim, Sangu Kwon, Younghee Lim, Benjamin Mathias, John Pattrick, Stefan Reich, Aïda Andrés Rodrigálvarez, Frank Schabert, Ursula Schabert, Wolfrid Schabert, Friederike Schulz, Elisabeth Segerer, Kanghee Seok, Stephanie Uebel, Chö Chö Wai, Bettina Zagel

unterstützt von funding by

Kulturreferat der Landeshauptstadt München


BISA Research Fund

Die Lange Nacht der Architektur 2013

erco_logo_6mm
ERCO München

logor
a • cole

 

besuchen sie uns auch auf / visit us on
facebooklogo

Presse / Press Coverage

detail
[14.01.2013]

szlogo
Wohn(t)räume
Koreanische Bautypologie im Maximilians-Forum

»… Ein Traum für die Besucher des Eröffnungsabends wurde am Ende das aufgestellte Zelt. Nicht nur,weil es dort koreanische Spezialitäten gab, sondern vor allem, weil es beheizt war. In Korea werden derartige Zelte oft für spontane, oft auch illegale Veranstaltungen im öffentlichenRaum genutzt. Im städtischen Maximilians-Forum war alles legal. Und am Ende nicht nur gedanklich erwärmend.«
[Evelyn Vogel, Mittwoch, 16. Januar 2013, Süddeutsche Zeitung]


[post-its an der fassade, anonym]


[kommentar an einer programmtafel, anonym]

17Nov/12

talk: 국제청소년건축전

on november 23rd at 16:00 hrs [kst] martina günther will give an insight into our work at the international conference and exhibition for youth facility »communication and convergence«.

more information (in hangeul only) >> kyouth.or.kr

02Nov/12

115 MAGiAZINg

inhalt & umfeld / content & context
der »freizeittreff 103er«, eine freizeiteinrichtung für jugendliche in der perlacher straße 103 in obergiesing, münchen benötigt für seinen mehrzwecksaal einen lagerraum zur parkierung der gerätschaften für nutzungen der jeweilig anderen zwecke. das lagergebäude soll dem bestand nach westen hin zur seite gestellt werden. der kreisjugendring münchen stadt betreibt die im eigentum der landeshauptstadt münchen sich befindende einrichtung.
die bauliche substanz des »103ers« ist ein eingeschossiger freistehender atriumbau quadratischen grundrisses der kantenlänge von 23,50 m, eine teilunterkellerte stahlbetonskelettkonstruktion (bj. 1964) auf einem großzügigen mit überaus beeindruckenden walnussbäumen (juglans regia) überstandenem grundstück. die nachbarbebauung besteht im wesentlichen aus mehrgeschossigem sozialem wohnungsbau.
the »freizeittreff 103er«, a recreational facility for youth in the perlacher street 103 in obergiesing, münchen, for its multi-purpose hall needs a stockroom for parking of equipment used for non-actual purposes. the stockroom was to be placed to its western side. the kreisjugendring münchen city operates the facility, a property of the city of münchen.

substance of the »103er« is square single-storey freestanding atrium-building of an edge length of 23,50 m with partial basement in skeleton construction from reinforced concrete (built in 1964) situated on a generous plot, hosting impressive walnut trees (juglans regia). the neighboring buildings consist essentially of multi-storey social housing.

entwurf / design
die unterzubringenden utensilien, gerätschaften, möbel (tore, turnmatten, tische, hocker, bestuhlung, leuchten, … ) sind grundlage für die ermittlung der erforderlichen nutzfläche von etwa 20 m². die ungleichschenklige bidirektionale erschliessung erlaubt mit nahezu halbierten stautiefen einen äußerst schlanken baukörper und damit einen minimal verstellten freibereich.
das magazin (arab.: نزخملا , al-mahzan »schatzkammer«) ist dem bestand nicht angebäppt sondern, als prototyp mit ortsspezifischen adaptionen zur seite gestellt. das beklettern des bestandes über diese trittstufe ebenso wie kosten-, bauchemie- und gewerksintenisve anschluss-, fugen- und setzungsthemen werden hiermit vermieden. die drohende wärmeenergietechnischen aufrüstung der aussenwand des bestands bleibt unbehindert, eine eingriffsfreie und unkomplizierte montage und ggf. demontage ist gewährleistet.


the utensils, equipment, furniture (goals, gym-mats, tables, stools, seating, lumenaires, …) to be housed, are the basis for the determination of the about 20 m² required floor area. the scalene bidirectional access allows with an almost halved depth of sorage space an extremely slim structure and thus an unobstructed open area.

the magazine (arab.: نزخملا , al-mahzan »treasury«) is not sticked onto the built stock but put aside of it, as a prototype witch site-specific adaptions. cost-generating and chemical-intensive issues coming along with joints, seams and settling turn dispensable as well as the undesired climbability of the atrium-building via this tread is avoided. in return, an unhampered thermodynamic upgrade of the stock is guaranteed, an easy, non-invasive assembly and disassembly  is assured.

 material & konstruktion / material & construction
vier dreischichtige 60 mm dünne bretter, kreuzlagenholz/brettsperrholz aus europäischer fichte (picea abies), werden werkseitig demontagegerecht klebstofffrei von zwei windverbänden zu einem einschaligen semi-monocoque geklammert. das knapp 2,30 x 2,30 x 10,00 meter messende, etwa 2,5 tonnen wiegende magazin kommt auf vier stahlbetonstreifenfundamentfertigteilen zu liegen, ist mit diesen reversibel, also translozier-, und demontierbar verbunden. die stirnseiten sind mit je 9, vertikal verlegten profilglaselementen transluzent geschlossen. die massivbauweise erlaubt mit spezifischen fräsungen und fälzen eine weitgehende befreiung von bausubsystemen, u.a. von zargen, türen und fassadenprofilen. die (vor)fertigung des magazins gewährleistet neben der vermeidung baumaschinenbedingter wurzelraum-verdichtung auch eine minimierung von bauzeit und -lärmemission.

four three-layered 60 mm thin boards, cross-laminated wood from a european spruce (picea abies) are gluelessly and reversibly clipped together off-site by two lateral bracings to a single-layer semi-monocoque. the just under 2.30 x 2.30 x 10.00 meters measuring magazine, with a weight of about 2.5 tons, rests on four prefabricated rc strip foots. it is connected with the former reversibly, translocate- and removeably. the face sides are closed translucently, each with 9 vertical profile-glass-elements. the solid construction liberates one with specific notches and rebatings from the use of construction-sub-systems, inter alia, window and door frames, doors and facade profiles. the (pre)fabrication of the magazine does not only avoid a construction vehicle caused compaction of the root zone, it also minimizes construction time as noise emission.

bauphysik / building physics
zur vermeidung feuchteansammlungs-bedingter schäden an konstruktion und inhalt war das magazin in der vorgabe als ein zu beheizendes bauwerk vorgesehen. zur ausführung gekommen ist dann aber, in strikter aberkennung jeglichen anspruchsdenkens an wärmeenergie von seiten eines lagerraumes, das feuchteausgleichende prinzip der kontinuierlichen kontrollierten querlüftung: das magazin ist ein konzeptionelles (und eben gerade nicht bau-/wärmedämmtechnisches) null-energie-haus geworden welches sich jedoch gerne an den passiv-solaren wärmeenergieeinträgen der verglasten südfassade gütlich tut und seine 5 m³ nadelholz mit der trägen einspeicherung dieser beaufschlagt. das magazin ist unter-, über- und durchlüftet, es hat keinen feuchteagglomerierenden schichtenaufbau, der rohbau ist der ausbau, die konstruktion ist die nutzschicht, nichts ist gedichtet, nichts kann undicht werden.
to avoid damage to construction and content from humidity aggegation, the magazine was given to be heated. instead, and in total denial of a storage spaces expectation of entitlement for heat energy, the principle for moisture balancing by continuous controlled cross-ventilation was implemented: the magazine became a conceptual (not a building- or insulation technological) zero-energy house, more than happy though to charge the passiv-solar gains harvested from its glazed southern façade to its 5 m³ of inert softwood. the magazine is under-, over- and crossventilated, it has no potentially damp-accumulating multilayered construction, the carcass layer is the lining layer, nothing is sealed, nothing becomes leaky.

strategischer holzschutz / strategic antifouling
dem spritzwasser sich entziehend ist das magazin vom untergrund weggehoben und vom bestehenden betonpodest abgerückt. der dachüberstand toleriert gelegentlichen schlagregen, die umgreifende industrieverglasung schützt zuverlässig die sensiblen stirnseiten von wand-, boden- und deckenplatte.

the magazine is lifted off the ground and moved away from the existing concrete pedestal, thereby withdrawing from harmful splash water. the roof overhang tolerates occasional driving rain, the encompassing industrial glazing protects the sensitive trimmed edges of wall, floor and ceiling.

verbindung und -zinkung / galvanized bonds

es hat drei elemente, die den zusammenhalt bestimmen und wohltuende distanz zusichern:
(1) eins davon klammert die holzkiste, das »wir« zusammen, verbindet uns nebenbei mit dem boden. das
(2) zweite schaut in 16-12-10-9-aufstellung, das das dach und der regen und der schnee uns nicht zu nahe kommen. das
(3) dritte reicht dem bestand in respektvollem abstand die hand, spiegelt die härte der betonkante auf unsere ebendort verletzliche organische bodenplatte nicht ohne das eingesammelte kragmoment auch noch und nebenbei, dieser hochkomfortabel zu beaufschlagen.
there are three elements that determine cohesion and assure pleasant distance:
(1) one of which cramps the wooden box, the »we« together, whilst connecting us casually to the ground. the
(2) second takes care in a 16-12-10-9-lineup, that the roof and the rain and the snow will not come too close. the
(3) third, in respectful distance shakes hand with its neighbor, it mirrors the rigidity of its foots concrete ledge onto our, vulnerable, organic floorplate, but not without charging the latter, in a highly comfortable manner, with the cantilever moment collected.

detail und system: glashalter / detail und system: glassholder
ist ja kein einzelfall: ein total tolles halbzeug das in einem grausigen bausubsystem ersäuft wird.
da muss man dann schon selber hand anlegen, bzw. alle gemeinsam.
[mehr hierzu unter 115 MAGiAZINg hände] not at all an isolated case: a totally great semi-finished product which is then drowned in a grisly construction subystem. you might want to get involved yourself, or all together.
[more at 115 MAGiAZINg hände]

22Okt/12

daegu han-ok: a last [picture] show

a downtown daegu han-ok bound for demolition within a fortnight from now has its last moments of fame as location for an intimate exhibition of plans & models of –still-alive– neighbouring conspecifics: 5 urban han-oks drawn and built to scale by 20 students in the module architectural design basics at the department of architectural engineering of keimyung university, initiated and organized by martina günther.

daegu, seo-seomg-ro 14-gil / 33-7
monday 2012.10.22 – 2012.10.29

opening with presentation
monday 2012.10.22, 02.45 pm

the exhibition would not have been possible without the great support of
_kwon, sang-gu & team, jungu communitty design centre, daegu
_lim, young-hee

 

Das Interview führte Claudia Guter, BÜRO FÜR GESPRÄCHSKULTUR München

Interview mit der Münchner Architektin, Martina Günther, die zwei Jahre lang als Professorin an der katholischen Keimyung-Universität in Daegu, einer Millionenstadt in Südkorea, Architektur unterrichtet hat. Im Juli kehrte sie nach München zurück, immer noch gefangen von ihren Eindrücken aus dem Land, das sich in den letzten Jahrzehnten rasant zu einem selbstbewussten Tigerstaat entwickelt hat.
Wenn man hierzulande von Südkorea hört oder liest, geht es meist um den Konflikt mit dem Norden. Als Reiseland oder gar als Arbeitsort ist Südkorea bislang noch wenig entdeckt.

1.    Frau Günther, was hat sie gereizt, ausgerechnet in Südkorea eine Professorenstelle auf Zeit anzunehmen?
Um ehrlich zu sein, stand zunächst die Aussicht auf ein festes Gehalt im Vordergrund. Als freiberufliche Architektin führe ich seit 1999 ein Architekturbüro in München. Beim Bauen kann ich eigene Ideen realisieren. Daneben habe ich aber schon immer Architektur gelehrt und auch geforscht. Diese Art der Berufstätigkeit ist zwar anregend und wunderbar, hat sich aber finanziell nicht mehr getragen.
Als mein Sohn dann 2011 sein Fachabitur in der Tasche hatte, konnte ich dieses Ende der mütterlichen Betreuungsphase nutzen, um einen Lehrauftrag im Ausland anzunehmen. Es ist eher zufällig Daegu im Süden von Korea geworden.

2.    Was waren anfangs die größten Herausforderungen für Sie, um sich in Südkorea zurechtzufinden?
Herausfordernd war vor allem die Verständigung. Englisch ist in Korea nicht sehr verbreitet. Ich sprach zunächst kein Wort Koreanisch und habe mir erst im Laufe der zwei Jahre ein paar Brocken angeeignet. Wenn man die Nachbarn kennen lernen möchte oder mit dem Hausmeister verhandeln muss, merkt man erst, wie schwierig das ohne gemeinsame Sprache ist.
Auch das Uni-Leben ist anders organisiert, als ich es von Deutschland kenne. Informationen werden oft auf informellem Weg, beim Mittag- oder Abendessen oder über den Flurfunk, ausgetauscht. So wurde ich das ein oder andere Mal von Events überrascht, von denen ich schlicht nichts mitbekommen hatte. Ohne Sprache und Netzwerk ist man erst einmal ziemlich verloren.

3.    Wie fühlten Sie sich persönlich als ausländische Professorin an der Universität aufgenommen?
Mir wurden sehr viele Sympathien entgegengebracht. Die Stimmung war überaus freundlich, höflich und herzlich. Das hat die gemeinsame Arbeit angenehm gemacht und über die ersten Hürden hinweggeholfen. Viele meiner ausländischen Kolleginnen und Kollegen empfinden dies ebenso. Und viele verlängern ihre Verträge Jahr um Jahr, weil ihnen die Studierenden ans Herz gewachsen sind.

4.    Welche Architektur-Trends sind denn in Südkorea gerade aktuell?
Wenn man unter Trend so eine Art Mode versteht, dann gilt für Repräsentationsbauten hauptsächlich Westimport. Ein Beispiel ist das neue Museum für Design, Dongdaemun Design Plaza&Park in Seoul. Es wird von der britischen Star-Architektin Zaha Hadid realisiert. Aber auch Städte wie Busan und Daegu engagieren oft international tätige Star-Architekten, um herausragende oder Stadtbild prägende Gebäude zu schaffen. Diese Art von branding kennen wir in europäischen Städten. In Korea, und auch in China, ist das jetzt auch sehr angesagt.

10. Und wie wohnt die typische koreanische Familie?
Die wohnt momentan noch in einem der 20-, 30- oder auch 40-stöckigen Apartmenthochhäuser, die in Südkorea circa 60 % der Bevölkerung beherbergen. Doch immer mehr junge Leute wünschen sich, ebenso wie in Deutschland, ein Häuschen auf dem Land. Am besten mit einem für Korea eher untypischen Satteldach. Das wird in Korea gerade große Mode. Ich habe diese sehr spannende koreanische Alltagsarchitektur während meines Aufenthalts für mich entdeckt und beschäftige mich nach wie vor intensiv damit.

5.    Konnten Sie bleibende berufliche Kontakte knüpfen, oder gibt es gar schon spruchreife Zukunftsprojekte?
Ja, durchaus. Im Oktober zeige ich die Ausstellung korean typologies im Koreanischen Kulturinstitut in Berlin. Dabei geht es um koreanische Wohnhaustypen. Konzipiert habe ich die Ausstellung zusammen mit meinem Architekturpartner und Universitätskollegen aus Südkorea für das Maximiliansforum in München, wo sie im Januar diesen Jahres schon zu sehen war und auf große Resonanz stieß.
Ein Traum wäre es, eines der traditionellen koreanischen Häuser instand zu setzen. Die verfallen in den Städten nämlich zuhauf, weil sich momentan keiner für den Erhalt interessiert.

6.    Und wie realistisch ist dieser Traum?
Schau mer mal. In den zwei Jahren stieß meine fachliche Meinung bei Ausstellungen und Konferenzen auf großes Interesse. Insbesondere mein Fachwissen aus Deutschland, was Sanierung, Umbau etc. angeht, war gefragt. Schon möglich, dass es klappt. Und wenn es soweit ist, dann wird es schnell gehen: Die Koreaner planen heute und bauen morgen. Da werde ich zusehen müssen, dass ich rasch einen Flug bekomme.

 

 

19Okt/12

EAROPH 2012

the 2012 subject of EAROPH [Eastern Regional Organization for Planning and Human Settlements world congress] being »Green City for Human Betterment«, a handful of interdiciplinary [landscape architecture and interior/environmental design] student-teams from keimyung university supervised by prof. martina günther were participating at EAROPH’s youth leaders’ forum.

2 of her teams were successful in the poster prize (research/project) looking for »Strategies for Carving Out Green City«:

Sunday Morning Island
Kwon Kyung-Hwa [dola 2nd yr] Park Su-Bin [dola 2nd yr] Park Hye-Jin [dola 2nd yr] Shin Hye-Jin [dola 2nd yr] Koo Tae-Hoon [ied 2md yr]

Central Park
Kang Ji-hye [dola 2nd yr] Kwon Da-jeong [dola 2nd yr] Kim Jeong-eun
 [dola 2nd yr] Jung Myeong-Ji [dola 2nd yr] Yoon, Jung-eun [dola 4th yr]

Department of Landscape Architecture [dola] Department of Interior and Environmental Design [ied]

congratulations!

13Okt/12

exhibition: dacb

from the 10th to the 16th of october 2012 we are showing a selection of our work at daegu architectural culture biennale in daegu, including a double-folded 12 m long panorama of our transformation of a »baywa-hall« plus several models.

whilst german urbanism is represented by our colleagues from astoc and their hafencity hamburg, we are covering in the architectural part of this »international korea-germany architectural exchange exhibition« focussing on re-development.

panorama of the baywa-hall: moni ribbe
presentation models: frieder grüne
exhibition design: nn
photos: günther & schabert
many thanks to: seok, kang-hee & his team

download infosheet [pdf]

 

 

download roundshot [pdf]

10Okt/12

talk: 대구건축문화비엔날레

martina günther gave the keynote talk, titled
»aus alt mach neu / turn old into new / 낡은 것에서 만들어낸 새로운 것«
at the international korea-germany architectural exchange exhibition within
architectural culture biennale daegu / 대구건축문화비엔날레 2012.

30Aug/12

089 professorenhäuser: evolution

ernst maria langs professorenhäuser in der studentenstadt münchen: a.d. 2009 auf eis gelegt [vgl.beitrag von 2009], aber knapp drei jahre später wieder aufgetaut. die aufgabe nun: die drei einfamilienhäuser sollen zu apartments für studierende umstrukturiert werden: apartments für einzelne studierende und/oder studierende mit kindern. d.h. eltern-kind-apartments (2,5 we) oder apartments für jeweils einen erwachsenen mit kind (1,5 we).

anhand einiger varianten zeichnen wir im folgenden den verlauf des entwurfsprozesses nach:

a [20.05.2012]:

inside-out [externe erschliessung]


in jedem haus wird es zukünftig 5 apartments mit individualräumen, eigenen sanitärzellen und kleinküchen geben. jede einheit hat einen eigenen direkten zugang vom außenraum. (referenz: studentenviertel olympisches dorf; wohnwürfel, studentenstadt freimann) die vorhandene innere erschließung wird zugunsten einer individuellen außenerschließung aufgegeben.

skizze: schnitt mit neuen sanitärräumen im vormaligen treppenhaus

der freiwerdende treppenraum nimmt die neu zu erstellenden sanitärzellen auf und wird zur nutzfläche.


eingangs-/obergeschoss: bestand und vorschlag

garten-/untergeschoss: bestand und vorschlag

der eigene eingang bietet im gegensatz zum gemeinsamen treppenhaus einen hohen grad an freiheit. die direkte erschließung über den aussenraum aktiviert und belebt diese unternutzten flächen und stärkt kommunikation und gemeinschaftsgefühl unter den bewohner/innen.

b [30.05.2012]:

küchenbox, küchenspange, offene küche

küchenbox

konzeptskizze, eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

wir versorgen die wohneinheiten mit je einer hochkompakten, -installierten und -wirtschaftlichen dienenden funktionskiste: neben schlafen, kochen, körperpflege nimmt sie auch die hls-technik nahezu allumfänglich auf. mittig in die hausachsen geschoben, teilen diese kisten die von ihnen bedienten räume zu gleichen größen. an gemeinschaftsflächen offerieren wir den gleichberechtigt erreichbaren und gut einsehbaren gemeinschaftsraum im eingangsbereich.

arbeitsmodell, maßstab 1:20

küchenspange

eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

wir ordnen alle installationsintensiven räume in einer klaren spange an, nebeneinander & übereinander.

offene küche

konzeptskizze, eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

wir stricken das bestehende treppenhaus in richtung süden noch ein wenig weiter, entschäerfen den psychoesquen hinabstieg in den vermeintlichen keller, öffnen kleine soziale grüppchen, zu zweit oder dritt in einer küche, alle zusammen dann erst im eingangsgeschossigen gemeinschaftsraum. optionale intrusion von nasszellen in die offene küche, optional selektive zugangskontrolle zu den offenen küche.

offene küche: perspektive vom standort eingang in richtung süden

c [24.06.2012]:

supermax



eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

supermax minds the gap
in der ca 900 mm tiefen kollektorfassade, in der abweichung von genehmigter baulinie und gebauter realität erfreuen sich sanitärzellen einfachster instalation & revision und deren nutzer eines taghellen natuerlich belüfteten raumes der körperkultur.
supermax mehr netto als brutto
8½ [in worten: acht ein-halb] wohneinheiten kommen in supermax unter. 4 mutter-kind einheiten sowie eine mutter-vater-kind kombination. und das bei wohl unschlagbaren 19,2 m2 je wohneinheit!
supermax zeigts dem wdvs
[wasch]raumhaltige fassade statt polystyrolschaumstoffgebappe. reversibel, demontierbar, kreislauffähig.
supermax hat gute freunde
nassräume, wie sie rudolf schindler sich immer gewünscht hat, wie kazuo seijima und ryue nishizawa sie an ihren kitagata apartments auch schon vorgeführt haben oder wie werner sobek sie nicht müde wird einzufordern, hinter einer fassade wie sie anne lacaton und jean-philippe vassal zur freude gereichen würde.

 

… to be continued!

27Mrz/12

계대 06 deutsche gastvorträge @ KMU

DEUTSCHER FRÜHLING
German Springtime Work Reports
Tuesdays 18:30 hrs #2322

12/03/27
Bettina Zagel, München/D
Graphic Designer, Art Director
progress 5, München/D

12/04/03
Young-Hee Lim, München/D, Daegu/Kr
Architect (cand.)
Allmann Sattler Wappner Architects, München/D

12/04/17
Anne Kleinlein, Berlin/D
Architect
Architektur Anne Kleinlein, Berlin/D

Keimyung University
College of Architecture
Daegu, Republic of Korea

01Mrz/12

113 haus der zukunft

ein zweistufiger offenener wettbewerb für ein haus der zukunft für die brd,
aber nach dem zweiten fünftel der ersten stufe schien uns die veranstaltung einer intimen fachexkursion zu vann molyvanns kampuchea für die bessere zukunftsaussicht…

mehr zu vann molyvann:
> the vann molyvann project [bill greaves] > city of water [shelby elizabeth doyle]

28Feb/12

112 atelier trouvé markuskirche

Zwischen Himmel und Erde und doch im Treppenhaus der Markuskirche in München

Die westliche Treppe zur Orgelempore führt von ihrem obersten Podest über 14 Kragstufen noch ein bisschen weiter zu einem verborgenem Raum der überraschend im Luftraum des Treppenhauses hängt.
Raum im Raum. Eingeschlossener Luftraum, genutzter Restraum, unter die Decke geklebter Spielraum. Seine Dimensionen sind beinahe die eines Kubus mit einer Kantenlänge von vielleicht vier Metern. Die vollständige Öffnung des Raumes nach Westen mit einer schlichten, weißen Stahl-Glasfassade, seine weißen Wände und haptischen Oberflächen, alles deutet daraufhin, daß es sich um ein Atelier handelt, das der Architekt damals in den 50ern, vielleicht im Gespräch mit dem Kantor geboren haben könnte.
Glasfassade hinter Glasfassade. Türe, Wand, Decke, Boden. Ein besonderer Ort: einfach und doch in die komplexe Raumstruktur der Markuskirche eingehängt. Viel Licht, viel Freiheit, viel Ruhe, viel Schweben. Dieses Schweben und abgelöst sein, die Möglichkeit dort allein, aber doch dabei sein zu können, stellen seine für mich beispiellosen Qualitäten dar. Schon länger nutzen gut gefüllte Regale und Musikinstrumente den Raum,
diesen White Cube, diesen mental space, dieses atelier trouvé, diese Skulptur, diesen Raum für Kunst.

[martina günther, publiziert in: 50 neue räume; mit texten von afra dopfer, jutta höcht-stöhr, hans-georg küppers, elisabeth merk, peter pinnau, et al.; redaktion: horst konietzny]
05Jan/12

109 korean typologies

an attempt to categorize our collection of south-korean architecture

after watching, observing, walking, driving, talking, spying, looking through and at south-korean cities, villages, landscapes [obeservational research], we felt some need to disclose our discoveries: starting from the three ubiquitous residential types han-ok, yang-ok and appat, we soon expanded our research to a wider range of anonymous vernacular, common architecture. we categorized the buildings according  to their scale.
we are looking for transferrable principles which could give the specific potentials of the typologies a cultural, social, economical and ecological architectural perspective.
this collection does not intend to be complete, the collection is intended as a process.

http://koreantypologies.net

21Dez/11

108 daegu tobacco studios

»Raw space for art!« that is what we suggest to the city council of daegu and the daegu fine arts association, who invited us to an international symposium, about the transformation of the 60.000 qm tabacco-factory »kt&g« into a cultural area. The massive building, near daegu station and near the historical city center, which is  a monumental witness of the korean industrial age and empty for several years, could be a corner-stone for the revitalisation of the whole area. > map


It could be a really symbiotic process, a »long-term interaction between different biological species« to start  using the building as factory for creative & cultural industries >from industrial production to cultural production. The building will survive, the artists will have space for their experimental art production and the neighbours will have vital partner, which effect on the urban space and the quality of the city.

allowing tobacco studios as well as its neighbourhood to develop in a symbiotic process to strengthen not only its identity as a space for art-production, but also the identity of colourful daegu.

coming to daegu 4 months ago, i was totally lost in this city. i had the impression, i will never be able to orientate in this city.  only the green hills seemed to me something  like an orientation mark., maybe one of the most characterizing points, that korean cities don’t seem to have no monumets, no palaces, churches, industrial complexes, …, no landmarks for orientation. we stubled onto this building in september, and for me it was the first building in daegu with real identity. a building like a monument, a massive landmark on the edge of the historical city of impressingly big scale, witness of  korean industrial age, of the enormous economic growing of this country. i can read in this building some part of koreas history, without knowing the language, without studying books.

 

presented at
international forum on transforming old tobacco factory to cultural area
2011.12.21
daegu gyeong-buk design center
daegu, republic of korea

10Okt/11

107 living han-ok

Living Han-Ok in Daegu This project has the main focus on the vitalization of the Han-Ok, which are still existing in the center of the cities, for example in the traditional center of Daegu. The idea is, to develope the existing Han-Ok in the city-center to a convenient living-house for the next generation, by improving the climatic performance in a tectonic, and technological way. That means, preserving the character of the house, but adding new elements, which support the small building in a sensitive way. It´a more creative way and usable way of conversation, than the historical Han-Ok villages are able to offer. With the developing of the neglected Han-Ok the city center will become a more interesting place for living and housing again. 이 프로젝트는 대구의 전통센터와 같이 현재 도심에 남아있는 한옥의 활성화에 그 목적을 두었다. 이 계획은 지질 구조적이고 기술적인 방법으로 주위환경을 개선시킴으로써 도시 중심에 잔존하는 한옥 주택을 다음 세대를 위한 편리한 주택으로 발전시키는데 목적이 있다. 그 의미는 한옥의 특징을 보존하되 새로운 기능을 추가하여 감각적인 방법으로 한옥을 활성화시킨다. 이것은 기존의 한옥에 보다 더 창의적이고 실용적인 소통의 방안이다. 도심 속 소외된 한옥의 활성화를 통해 다시 머물기 위한 더욱 흥미로운 장소가 될 것이다.

 

Adding two Elements New On-Dol in court-yard & Mobile glass-house system for winter/autem/spring, to make the courtyard a living room in winter. 여름 마당에 설치되는 온돌은 또 다른 기능을 제공. 정원과 화장실에 사용하는 물의 제공을 위한 우수조의 역할을 한다 & 복사에 의한 주택과 바닥의 냉방을 위한 축열제 역할을 한다.

Summer The new On-Dol in the courtyard will offer different functions; being a storage-tank for rainwater, which can be used for the flowers, toilet etc. being a thermal-mass for cooling house by radiation, or sitting on a “cool” floor. 두가지 기능 제안 -마당에 온돌을 설치한다. -봄/가을/겨울에도 마당을 거실처럼 사용할 수 있도록 가변형 유리 시스템 도입한다.

Winter With the mobile glas-house system, you can close the courtyard in winter Sfor extending the living-room. The passive solar-win will heat the house and heat uo the thermal mass in the new On-Dol. 겨울가변형 유리 시스템을 통해 겨울에 마당을 덮어 더 넓은 거실로 사용할 수 있다. 자연형 태양열 시스템은 집을 따듯하게 하고 온돌의 축열제를 따듯하게 한다.


14Jul/11

110 wb vollsortimenter ackermannbogen

2.preis im Realisierungswettbewerb Neubau Wohnbebauung, Supermarkt, Gaststätte und Garage; WA1 und WA2 am Ackermannbogen in München: m8 Architekten mit Martina Günther: »grüne mitte ackermannbogen«

das preisgericht schreibt dazu: Das Konzept überzeugt in seiner Interpretation des Bebauungsplanes mit der durchgehenden Erdgeschosszone im Bereich des Supermarktes/Garage und schafft damit klar gegliederte, großzügige Freiräume. Das bauliche Gesamtkonzept ist aufeinander bezogen und schafft damit eine gute Grundlage für ein intaktes Gemeinschaftsleben der Bewohner. Der 6-geschossige Südflügel bietet einen klaren Hintergrund für den Quartiersplatz und mit einer Verschränkung zum Ostriegel gleichzeitig ein städtebauliches Gegengewicht zum gegenüberliegenden Hochhaus. Die Westseite des Supermarktes/Garagen ist ansprechend mittels eines „Umleimers“ mit Atelierwohnungen gelöst und schafft damit der zukünftigen Nachbarbebauung im Westen ein ansprechend gestaltetes Gegenüber. Problematisch hingegen erscheint die Ausgestaltung der Parkgarage innerhalb des Wohnquartiers als geschlossene Front gegenüber der östlichen Wohnbebauung Die Freiflächengestaltung überzeugt sowohl in der Ausgestaltung der Vorgartenzone des Ostriegels wie auch mit der Gestaltung der Freiflache auf dem Supermarkt. Besonders gut gelungen sind die Lösungen der Feuerwehrzufahrten mittels Zuwegungen zum Treppenhaus anstelle parallel zum Gebäude verlaufender Feuerwehrzufahrten üblicher Art. Überzeugend ist der Versuch, das Grüne Tableau mittels Nutzungen wie dem Bewohnertreff zu beleben und einen Mittelpunkt für Anwohner zu schaffen. Fraglich bleibt jedoch, ob nicht eine Öffnung zum Quartiersplatz und damit zum gesamten Stadtquartier die richtige Antwort wäre. Den EG-Wohnungen fehlt im Übergang zum öffentlichen und halböffentlichen Raum ein angemessener Übergang. Müll ist im EG nicht angeboten. Durch die Belebung der Westfassade mit Atelierwohnung entstehen hier angemessene Raumabfolgen. Die Grundrisse sind nahezu durchweg gut gelöst, bieten interessante Aspekte bezüglich der Zonierung und Aufteilung der Räume. Die Erschließung ist effizient mit kurzen wettergeschützten Laubengängen und innenliegenden Treppenhäusern gelöst, die durchgängig drei bis vier Wohnungen erschließen. Die Balkone bieten eine optimale Aufenthaltsqualität, sind allerdings im geförderten Wohnungsbau hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in ihrem Flächenangebot überzogen Energetisch gesehen erfüllt der Entwurf die Kriterien deutlich, übertrifft sie sogar. Auch die Fassadengestaltung in Holzständerbauweise mit Holzverschalung ist dazu ein konsequenter Beitrag. Die Wohnfläche zur Geschossfläche steht in einem sehr guten Verhältnis. Supermarkt und angrenzende Garage sind gut gelöst, besonders hinsichtlich kleinteiliger Einheiten wie Bäckerei am Durchgang gegenüber der Gastronomie und dem Quartiersplatz. Problematisch zu sehen ist die Anlieferung der Gastronomie ausschließlich über die Tiefgarage.

14Jun/11

104 garten-ateliers ebenböck

Die Stadt München hat einen neuen Ort für ein internationales »Artist-in-Residence« Programm: Das Ebenböckhaus in Pasing. Wir schlagen vor, mobile Gartenateliers zu realisieren, um den Gastkünstlerinnen und -künstlern die Arbeit inmitten der Natur des großzügigen parkartigen Gartens zu ermöglichen. Die »Garten-Ateliers Ebenböck«.

Der historische Park des Ebenböckhauses könnte als Plattform für  Modellstudien zukünftiger Projekte im öffentlichen dienen. Für einen Workshop zur Modellbildung könnten die temporären Glashäuser als Werkstatt, Ausstellung- oder Lagerraum dienen, gleichsam als Nucleus  gemeinsam zu entwickelnder Konzepte. Eine Ausweitung der städtebaulichen Struktur in den benachbarten Park (der ehemals auch ein Teil des Ebenböckgartens war) ließe eine erweiterte Öffentlichkeit zu, um die Laborsituation des Parkes erweitern. Die Glashäuser thematisieren die Besonderheit des Ortes, transformieren ihn temporär zu einem Ort der Kunstproduktion und erweitern damit das Spektrum der bereits existierenden Nutzung.

Die Glashäuser könnten vom Gartenbaureferat ausgeliehen sein, oder als »Bausatz« vom Hersteller geliefert werden.
Der Auf- und Abbau könnte durch dieTeilnehmer des Workshops erfolgen. [vgl. auch prj. 006 wochenendhaus]

[luftbild: quelle: google earth]