Tag Archives: architektur

01Dec/12

117 7 schafe + 7 wölfe

7 schafe + 7 wölfe
die schafe [paarhufer] machens uns hier vor, wie man ein knappes insuläres stück freiraum, dies rasenstück, diesen grünstreifen kurz mal nutzt bevor du weiterziehst deines weges. die wölfe, ihrerseits auch herdentriebig, folgen ihren paarhufigen anverwandten; oder umgekehrt; so genau weiss man das nicht. aber die schafe und wölfe folgen sich in straßen und an sog. plätze in/an denen wo du noch nie wen draussen rumlungern gesehen hast: sie rasten an genau den zwischenräumen wo sonst allenfalls zerzüchtetes dackel- & pudelzeugs desabends noch mal kurz hingeführt werden. und laden dich dort, destags und desnachts ein. dich als teil einer eben gerade nicht kategorisierbaren sorte von nutzern/innen des öffentlichen raums: nicht der coole gärtnerplatzler, nicht der endfertige hauptbahnhofler.

oder sie laden ebendie gerade doch ein. und wenn, dann am liebsten gleich beide. du setzt dich da rein und kannst den paarhufern zugucken und zuhören. zudenken auch. warum es immer nur diese lärmenden und fossile brennstoffe zu schadgasen wandelnden rasenbearbeitungsmaschinen gibt und wo der eingeschweisste lammbraten von neulich denn so hergekommen haben möge. die zeitung blättern, noch ne halbe aufmachen, das teil zur sonne drehn oder zum verschärften knutschen von einer allzu direkten einsehbarkeit wegdrehn. dann, die voll durchgelattete ausgediente lkw-plane als persenning runterlassen und eine nuit sauvage dort erleben. oder einfach nur weils ach so schifft die leber den rausch im trockenen rausfiltern lassen. um irgendwann von den fast vergessenen stimmen der paarhufer geweckt zu werden…

7 schafe aus fleisch, wolle & blut [richtige tiere halt] zzgl. ein [richtiger] schäfer
und zaun

7 wölfe aus brettschichtholz
mit persenning aus lkw-plane
auf lenkrollen
mit [elektronischem] herdentrieb
und positionsortbarkeit
gemeinsam entwickelt und gefertigt mit
pfennigparade o.ä.
mit dabei sind auch futtertröge für schaf
[ergänzungsfuttermittel] und wolf [sz/az/tz/merkur/..]

ort
irgendwo an den orten mit den steilsten gefällen bzgl. der wirtschaftskraft der benutzer des öffentlichen raums. da, wo es gar nich klar ist ob du, mit deiner halben und ‘ner kippe, als cooler publicspacecowboy oder als trinkender looser gesehen wirst. diese in deiner wahrnehmung irgendwie allenfalls funktionalen unorte, transiträume und restplätze. dieser orte sieben, zwischen denen weitergezogen wird [vgl. 2] weidend und düngend.

Der Stadtrat hat im Dezember 2009 das Startsignal für das aktuelle Konzept „Freie Kunst im öffentlichen Raum“ gegeben. Nach den erfolgreich durchgeführten Projektreihen der vergangenen drei Jahre wird nun für das Jahr 2013 wieder ein öffentlicher Kunstwettbewerb ausgelobt. Projektanträge bis zu maximal € 10.000 (brutto) pro Einzelantrag können eingereicht werden. Für das Jahr 2013 stehen insgesamt € 50.000 zur Verfügung. Ziel ist es, durch temporäre Kunstinterventionen gewohnte Sichtweisen auf den öffentlichen Stadtraum kritisch zu hinterfragen und räumliche Kapazitäten und Qualitäten auszuloten. Künstlerische Erkundungen können dabei das Bewusstsein für öffentliches Leben in urbanen Räumen schärfen. Hinter der Themenstellung verbirgt sich der Anspruch, neue Zugänge im Umgang mit bekannten Münchner Orten – Plätzen – Räumen zu eröffnen. Dies können gesellschaftliche Räume an der Schnittstelle zum virtuellen Raum, sowie reale Plätze und Orte im Stadtgefüge sein. So stellt z.B. das Kunstareal München (Museums- und Galerienareal zwischen Königsplatz – Brienner Str. – Barer Str. – Theresienstr. – Luisenstr.) aktuell eine spannende Herausforderung auch für temporäre Kunstinstallationen dar.
wettbewerb kunst im öffentlichen raum: erkundungen: orte – plätze – räume

17Nov/12

talk: 국제청소년건축전

on november 23rd at 16:00 hrs [kst] martina günther will give an insight into our work at the international conference and exhibition for youth facility »communication and convergence«.

more information (in hangeul only) >> kyouth.or.kr

15Nov/12

116 cloud 8b

the truth is: it’s pretty cosy and warm inside them clouds. once inside, you will not miss anything from the outside world. they make you feel at home, they focus your thoughts. the comfort they provide is not only thermal, clouds break and soften the light in a smooth and wondeful way, they slightly pitch the accoustics, …

in contrast to what you might think: cloud-construction is far away from being rocket science. no need to be some god to build one of them. or more…

clouds are usually made from one 50m-roll of [post-consumer] sticky tape and 35m² of [fully recyclable] ldpe bubble wrap. they are soft, flexible. they glow in the dark and shine in the day…

everybody should have his/her own cloud!
even tough the unemployment rate in the external thermal insulation composite system [wdvs] industry will skyrocket – right through one of our comfy clouds!

02Nov/12

115 MAGiAZINg

inhalt & umfeld / content & context
der »freizeittreff 103er«, eine freizeiteinrichtung für jugendliche in der perlacher straße 103 in obergiesing, münchen benötigt für seinen mehrzwecksaal einen lagerraum zur parkierung der gerätschaften für nutzungen der jeweilig anderen zwecke. das lagergebäude soll dem bestand nach westen hin zur seite gestellt werden. der kreisjugendring münchen stadt betreibt die im eigentum der landeshauptstadt münchen sich befindende einrichtung.
die bauliche substanz des »103ers« ist ein eingeschossiger freistehender atriumbau quadratischen grundrisses der kantenlänge von 23,50 m, eine teilunterkellerte stahlbetonskelettkonstruktion (bj. 1964) auf einem großzügigen mit überaus beeindruckenden walnussbäumen (juglans regia) überstandenem grundstück. die nachbarbebauung besteht im wesentlichen aus mehrgeschossigem sozialem wohnungsbau.
the »freizeittreff 103er«, a recreational facility for youth in the perlacher street 103 in obergiesing, münchen, for its multi-purpose hall needs a stockroom for parking of equipment used for non-actual purposes. the stockroom was to be placed to its western side. the kreisjugendring münchen city operates the facility, a property of the city of münchen.

substance of the »103er« is square single-storey freestanding atrium-building of an edge length of 23,50 m with partial basement in skeleton construction from reinforced concrete (built in 1964) situated on a generous plot, hosting impressive walnut trees (juglans regia). the neighboring buildings consist essentially of multi-storey social housing.

entwurf / design
die unterzubringenden utensilien, gerätschaften, möbel (tore, turnmatten, tische, hocker, bestuhlung, leuchten, … ) sind grundlage für die ermittlung der erforderlichen nutzfläche von etwa 20 m². die ungleichschenklige bidirektionale erschliessung erlaubt mit nahezu halbierten stautiefen einen äußerst schlanken baukörper und damit einen minimal verstellten freibereich.
das magazin (arab.: نزخملا , al-mahzan »schatzkammer«) ist dem bestand nicht angebäppt sondern, als prototyp mit ortsspezifischen adaptionen zur seite gestellt. das beklettern des bestandes über diese trittstufe ebenso wie kosten-, bauchemie- und gewerksintenisve anschluss-, fugen- und setzungsthemen werden hiermit vermieden. die drohende wärmeenergietechnischen aufrüstung der aussenwand des bestands bleibt unbehindert, eine eingriffsfreie und unkomplizierte montage und ggf. demontage ist gewährleistet.


the utensils, equipment, furniture (goals, gym-mats, tables, stools, seating, lumenaires, …) to be housed, are the basis for the determination of the about 20 m² required floor area. the scalene bidirectional access allows with an almost halved depth of sorage space an extremely slim structure and thus an unobstructed open area.

the magazine (arab.: نزخملا , al-mahzan »treasury«) is not sticked onto the built stock but put aside of it, as a prototype witch site-specific adaptions. cost-generating and chemical-intensive issues coming along with joints, seams and settling turn dispensable as well as the undesired climbability of the atrium-building via this tread is avoided. in return, an unhampered thermodynamic upgrade of the stock is guaranteed, an easy, non-invasive assembly and disassembly  is assured.

 material & konstruktion / material & construction
vier dreischichtige 60 mm dünne bretter, kreuzlagenholz/brettsperrholz aus europäischer fichte (picea abies), werden werkseitig demontagegerecht klebstofffrei von zwei windverbänden zu einem einschaligen semi-monocoque geklammert. das knapp 2,30 x 2,30 x 10,00 meter messende, etwa 2,5 tonnen wiegende magazin kommt auf vier stahlbetonstreifenfundamentfertigteilen zu liegen, ist mit diesen reversibel, also translozier-, und demontierbar verbunden. die stirnseiten sind mit je 9, vertikal verlegten profilglaselementen transluzent geschlossen. die massivbauweise erlaubt mit spezifischen fräsungen und fälzen eine weitgehende befreiung von bausubsystemen, u.a. von zargen, türen und fassadenprofilen. die (vor)fertigung des magazins gewährleistet neben der vermeidung baumaschinenbedingter wurzelraum-verdichtung auch eine minimierung von bauzeit und -lärmemission.

four three-layered 60 mm thin boards, cross-laminated wood from a european spruce (picea abies) are gluelessly and reversibly clipped together off-site by two lateral bracings to a single-layer semi-monocoque. the just under 2.30 x 2.30 x 10.00 meters measuring magazine, with a weight of about 2.5 tons, rests on four prefabricated rc strip foots. it is connected with the former reversibly, translocate- and removeably. the face sides are closed translucently, each with 9 vertical profile-glass-elements. the solid construction liberates one with specific notches and rebatings from the use of construction-sub-systems, inter alia, window and door frames, doors and facade profiles. the (pre)fabrication of the magazine does not only avoid a construction vehicle caused compaction of the root zone, it also minimizes construction time as noise emission.

bauphysik / building physics
zur vermeidung feuchteansammlungs-bedingter schäden an konstruktion und inhalt war das magazin in der vorgabe als ein zu beheizendes bauwerk vorgesehen. zur ausführung gekommen ist dann aber, in strikter aberkennung jeglichen anspruchsdenkens an wärmeenergie von seiten eines lagerraumes, das feuchteausgleichende prinzip der kontinuierlichen kontrollierten querlüftung: das magazin ist ein konzeptionelles (und eben gerade nicht bau-/wärmedämmtechnisches) null-energie-haus geworden welches sich jedoch gerne an den passiv-solaren wärmeenergieeinträgen der verglasten südfassade gütlich tut und seine 5 m³ nadelholz mit der trägen einspeicherung dieser beaufschlagt. das magazin ist unter-, über- und durchlüftet, es hat keinen feuchteagglomerierenden schichtenaufbau, der rohbau ist der ausbau, die konstruktion ist die nutzschicht, nichts ist gedichtet, nichts kann undicht werden.
to avoid damage to construction and content from humidity aggegation, the magazine was given to be heated. instead, and in total denial of a storage spaces expectation of entitlement for heat energy, the principle for moisture balancing by continuous controlled cross-ventilation was implemented: the magazine became a conceptual (not a building- or insulation technological) zero-energy house, more than happy though to charge the passiv-solar gains harvested from its glazed southern façade to its 5 m³ of inert softwood. the magazine is under-, over- and crossventilated, it has no potentially damp-accumulating multilayered construction, the carcass layer is the lining layer, nothing is sealed, nothing becomes leaky.

strategischer holzschutz / strategic antifouling
dem spritzwasser sich entziehend ist das magazin vom untergrund weggehoben und vom bestehenden betonpodest abgerückt. der dachüberstand toleriert gelegentlichen schlagregen, die umgreifende industrieverglasung schützt zuverlässig die sensiblen stirnseiten von wand-, boden- und deckenplatte.

the magazine is lifted off the ground and moved away from the existing concrete pedestal, thereby withdrawing from harmful splash water. the roof overhang tolerates occasional driving rain, the encompassing industrial glazing protects the sensitive trimmed edges of wall, floor and ceiling.

verbindung und -zinkung / galvanized bonds

es hat drei elemente, die den zusammenhalt bestimmen und wohltuende distanz zusichern:
(1) eins davon klammert die holzkiste, das »wir« zusammen, verbindet uns nebenbei mit dem boden. das
(2) zweite schaut in 16-12-10-9-aufstellung, das das dach und der regen und der schnee uns nicht zu nahe kommen. das
(3) dritte reicht dem bestand in respektvollem abstand die hand, spiegelt die härte der betonkante auf unsere ebendort verletzliche organische bodenplatte nicht ohne das eingesammelte kragmoment auch noch und nebenbei, dieser hochkomfortabel zu beaufschlagen.
there are three elements that determine cohesion and assure pleasant distance:
(1) one of which cramps the wooden box, the »we« together, whilst connecting us casually to the ground. the
(2) second takes care in a 16-12-10-9-lineup, that the roof and the rain and the snow will not come too close. the
(3) third, in respectful distance shakes hand with its neighbor, it mirrors the rigidity of its foots concrete ledge onto our, vulnerable, organic floorplate, but not without charging the latter, in a highly comfortable manner, with the cantilever moment collected.

detail und system: glashalter / detail und system: glassholder
ist ja kein einzelfall: ein total tolles halbzeug das in einem grausigen bausubsystem ersäuft wird.
da muss man dann schon selber hand anlegen, bzw. alle gemeinsam.
[mehr hierzu unter 115 MAGiAZINg hände] not at all an isolated case: a totally great semi-finished product which is then drowned in a grisly construction subystem. you might want to get involved yourself, or all together.
[more at 115 MAGiAZINg hände]

22Oct/12

daegu han-ok: a last [picture] show

a downtown daegu han-ok bound for demolition within a fortnight from now has its last moments of fame as location for an intimate exhibition of plans & models of –still-alive– neighbouring conspecifics: 5 urban han-oks drawn and built to scale by 20 students in the module architectural design basics at the department of architectural engineering of keimyung university, initiated and organized by martina günther.

daegu, seo-seomg-ro 14-gil / 33-7
monday 2012.10.22 – 2012.10.29

opening with presentation
monday 2012.10.22, 02.45 pm

the exhibition would not have been possible without the great support of
_kwon, sang-gu & team, jungu communitty design centre, daegu
_lim, young-hee

 

Das Interview führte Claudia Guter, BÜRO FÜR GESPRÄCHSKULTUR München

Interview mit der Münchner Architektin, Martina Günther, die zwei Jahre lang als Professorin an der katholischen Keimyung-Universität in Daegu, einer Millionenstadt in Südkorea, Architektur unterrichtet hat. Im Juli kehrte sie nach München zurück, immer noch gefangen von ihren Eindrücken aus dem Land, das sich in den letzten Jahrzehnten rasant zu einem selbstbewussten Tigerstaat entwickelt hat.
Wenn man hierzulande von Südkorea hört oder liest, geht es meist um den Konflikt mit dem Norden. Als Reiseland oder gar als Arbeitsort ist Südkorea bislang noch wenig entdeckt.

1.    Frau Günther, was hat sie gereizt, ausgerechnet in Südkorea eine Professorenstelle auf Zeit anzunehmen?
Um ehrlich zu sein, stand zunächst die Aussicht auf ein festes Gehalt im Vordergrund. Als freiberufliche Architektin führe ich seit 1999 ein Architekturbüro in München. Beim Bauen kann ich eigene Ideen realisieren. Daneben habe ich aber schon immer Architektur gelehrt und auch geforscht. Diese Art der Berufstätigkeit ist zwar anregend und wunderbar, hat sich aber finanziell nicht mehr getragen.
Als mein Sohn dann 2011 sein Fachabitur in der Tasche hatte, konnte ich dieses Ende der mütterlichen Betreuungsphase nutzen, um einen Lehrauftrag im Ausland anzunehmen. Es ist eher zufällig Daegu im Süden von Korea geworden.

2.    Was waren anfangs die größten Herausforderungen für Sie, um sich in Südkorea zurechtzufinden?
Herausfordernd war vor allem die Verständigung. Englisch ist in Korea nicht sehr verbreitet. Ich sprach zunächst kein Wort Koreanisch und habe mir erst im Laufe der zwei Jahre ein paar Brocken angeeignet. Wenn man die Nachbarn kennen lernen möchte oder mit dem Hausmeister verhandeln muss, merkt man erst, wie schwierig das ohne gemeinsame Sprache ist.
Auch das Uni-Leben ist anders organisiert, als ich es von Deutschland kenne. Informationen werden oft auf informellem Weg, beim Mittag- oder Abendessen oder über den Flurfunk, ausgetauscht. So wurde ich das ein oder andere Mal von Events überrascht, von denen ich schlicht nichts mitbekommen hatte. Ohne Sprache und Netzwerk ist man erst einmal ziemlich verloren.

3.    Wie fühlten Sie sich persönlich als ausländische Professorin an der Universität aufgenommen?
Mir wurden sehr viele Sympathien entgegengebracht. Die Stimmung war überaus freundlich, höflich und herzlich. Das hat die gemeinsame Arbeit angenehm gemacht und über die ersten Hürden hinweggeholfen. Viele meiner ausländischen Kolleginnen und Kollegen empfinden dies ebenso. Und viele verlängern ihre Verträge Jahr um Jahr, weil ihnen die Studierenden ans Herz gewachsen sind.

4.    Welche Architektur-Trends sind denn in Südkorea gerade aktuell?
Wenn man unter Trend so eine Art Mode versteht, dann gilt für Repräsentationsbauten hauptsächlich Westimport. Ein Beispiel ist das neue Museum für Design, Dongdaemun Design Plaza&Park in Seoul. Es wird von der britischen Star-Architektin Zaha Hadid realisiert. Aber auch Städte wie Busan und Daegu engagieren oft international tätige Star-Architekten, um herausragende oder Stadtbild prägende Gebäude zu schaffen. Diese Art von branding kennen wir in europäischen Städten. In Korea, und auch in China, ist das jetzt auch sehr angesagt.

10. Und wie wohnt die typische koreanische Familie?
Die wohnt momentan noch in einem der 20-, 30- oder auch 40-stöckigen Apartmenthochhäuser, die in Südkorea circa 60 % der Bevölkerung beherbergen. Doch immer mehr junge Leute wünschen sich, ebenso wie in Deutschland, ein Häuschen auf dem Land. Am besten mit einem für Korea eher untypischen Satteldach. Das wird in Korea gerade große Mode. Ich habe diese sehr spannende koreanische Alltagsarchitektur während meines Aufenthalts für mich entdeckt und beschäftige mich nach wie vor intensiv damit.

5.    Konnten Sie bleibende berufliche Kontakte knüpfen, oder gibt es gar schon spruchreife Zukunftsprojekte?
Ja, durchaus. Im Oktober zeige ich die Ausstellung korean typologies im Koreanischen Kulturinstitut in Berlin. Dabei geht es um koreanische Wohnhaustypen. Konzipiert habe ich die Ausstellung zusammen mit meinem Architekturpartner und Universitätskollegen aus Südkorea für das Maximiliansforum in München, wo sie im Januar diesen Jahres schon zu sehen war und auf große Resonanz stieß.
Ein Traum wäre es, eines der traditionellen koreanischen Häuser instand zu setzen. Die verfallen in den Städten nämlich zuhauf, weil sich momentan keiner für den Erhalt interessiert.

6.    Und wie realistisch ist dieser Traum?
Schau mer mal. In den zwei Jahren stieß meine fachliche Meinung bei Ausstellungen und Konferenzen auf großes Interesse. Insbesondere mein Fachwissen aus Deutschland, was Sanierung, Umbau etc. angeht, war gefragt. Schon möglich, dass es klappt. Und wenn es soweit ist, dann wird es schnell gehen: Die Koreaner planen heute und bauen morgen. Da werde ich zusehen müssen, dass ich rasch einen Flug bekomme.

 

 

19Oct/12

EAROPH 2012

the 2012 subject of EAROPH [Eastern Regional Organization for Planning and Human Settlements world congress] being »Green City for Human Betterment«, a handful of interdiciplinary [landscape architecture and interior/environmental design] student-teams from keimyung university supervised by prof. martina günther were participating at EAROPH’s youth leaders’ forum.

2 of her teams were successful in the poster prize (research/project) looking for »Strategies for Carving Out Green City«:

Sunday Morning Island
Kwon Kyung-Hwa [dola 2nd yr] Park Su-Bin [dola 2nd yr] Park Hye-Jin [dola 2nd yr] Shin Hye-Jin [dola 2nd yr] Koo Tae-Hoon [ied 2md yr]

Central Park
Kang Ji-hye [dola 2nd yr] Kwon Da-jeong [dola 2nd yr] Kim Jeong-eun
 [dola 2nd yr] Jung Myeong-Ji [dola 2nd yr] Yoon, Jung-eun [dola 4th yr]

Department of Landscape Architecture [dola] Department of Interior and Environmental Design [ied]

congratulations!

13Oct/12

exhibition: dacb

from the 10th to the 16th of october 2012 we are showing a selection of our work at daegu architectural culture biennale in daegu, including a double-folded 12 m long panorama of our transformation of a »baywa-hall« plus several models.

whilst german urbanism is represented by our colleagues from astoc and their hafencity hamburg, we are covering in the architectural part of this »international korea-germany architectural exchange exhibition« focussing on re-development.

panorama of the baywa-hall: moni ribbe
presentation models: frieder grüne
exhibition design: nn
photos: günther & schabert
many thanks to: seok, kang-hee & his team

download infosheet [pdf]

 

 

download roundshot [pdf]

10Oct/12

talk: 대구건축문화비엔날레

martina günther gave the keynote talk, titled
»aus alt mach neu / turn old into new / 낡은 것에서 만들어낸 새로운 것«
at the international korea-germany architectural exchange exhibition within
architectural culture biennale daegu / 대구건축문화비엔날레 2012.

02Sep/12

계대 07 apa2

This design-studio module is focussing on the (re-)development of a piece of urban tissue with the objective to create a predominantly residential though poly-functional sustainable urban module.
THE korean residential typology, the »apat« will be scrutinized for its qualities and performances. The research into its defects in catering for 21st century requirements, needs and desires will result into proposals for physical, energetical, sociological and demographical adaption, with a focus on spatial qualities: the apa²!

photo: naver map

The site of this project is yong-nam-woo-bang-town 1-cha, the home of 836 appartments.
[find out more at koreantypologies.net]

area 29.745 m²
built-up area/bebaute fläche 6.402 m²
coverage ratio/GRZ 21% / 0,21
gross floor area/BGF 94.924 m²
FAR (floor area ratio)/GFZ 250% / 2,5

How could the appartment-buildings [101, 102, 103, 105] as well as their surroundings, shops, underground-parking, outdoor-space, … be transformed into a prototypical urban module that is adapted (and could further adapt) to the demographic, social, energetic, spatial, transportational, economical, … changes in the requirement-profile? In order to act ecologically and economically responsible, you are expected to keep as much of the existing structures as possible/arguable and improve the ensemble by adding & substracting, restructuring and -programming, connecting and re-connecting.

Develop strategies, how to re-connect the residents of the appat to the land around them, the currently non-communicative and anonymous space between the buildings as well as between buildings and streets.

Develop integrative and symbiotic concepts for the appartment-blocks, …

… paying special attention to the ground-floor-zone and its use, …

… the entrance situation, the transition between the outside and the inside, …

… the currently completely neglected potential of the 5th facade of the building, …

… and with strong emphasis on the improvement of spatial qualities of the residential units.

You are expected to develop a range of integrative concepts, spanning from the scale of 1:10.000 down to 1:50.

intro a: billenium

… The cubicle was slightly More than four and a half square metres in floor area, half a square metre over the statutory maximum for a single person, the carpenters having taken advantage, illegally, of a recess beside a nearby chimney breast. Consequently Ward had been able to fit a small straight-backed chair into the interval between the bed and the door, so that only one person at a time needed to sit on the bed—in most single cubicles host and guest had to sit side by side on the bed, conversing over their shoulders and changing places periodically to avoid neck-strain…
[from »Billennium« by J. G. Ballard 1962]

 


choi soo-jeong, kim bo-ram
lee kyu-seub, lee da-bin
lee eun-cheon, park hye/won

intro b: tilt

starting the work on the apartment buidling: what could we do in them, in case we turn’em 90° on the side:



feng ming-hyeon, koo na-hyeon
moon su-jin, yoon hae

interim: apa2


kang byeong-gon, jo seung-wook; kim eun-ah, lee da-bin

seo bo-seong, feng ming-hyeon; moon soo-jin, lee kyu-seub

koo na-hyon, kim bo-ram; choi soo-jeong, lee eun-seom

kim da-eun, yoon hae; jan schabert, anne kleinlein, kim ju-yean at the crit

final

 site plan

concept section

detail
all: moon soo-jin, lee kyu-seub

concept scribble

floorplan

movie
all: koo na-hyon, kim bo-ram

apa2 was an architectural studio for and by 3rd year architecture students at the department of architecture at keimyung university daegu/korea.
the studio was held by
jan schabert prof. dipl.-ing. (univ.) architect
kim hyo-jin prof.
kim ju-yean prof.
with guest crits by
martina günther prof. dipl-ing.
anne kleinlein dipl.-ing.

download your digital copy [3,4mb] of the documentation here:

30Aug/12

089 professorenhäuser: evolution

ernst maria langs professorenhäuser in der studentenstadt münchen: a.d. 2009 auf eis gelegt [vgl.beitrag von 2009], aber knapp drei jahre später wieder aufgetaut. die aufgabe nun: die drei einfamilienhäuser sollen zu apartments für studierende umstrukturiert werden: apartments für einzelne studierende und/oder studierende mit kindern. d.h. eltern-kind-apartments (2,5 we) oder apartments für jeweils einen erwachsenen mit kind (1,5 we).

anhand einiger varianten zeichnen wir im folgenden den verlauf des entwurfsprozesses nach:

a [20.05.2012]:

inside-out [externe erschliessung]


in jedem haus wird es zukünftig 5 apartments mit individualräumen, eigenen sanitärzellen und kleinküchen geben. jede einheit hat einen eigenen direkten zugang vom außenraum. (referenz: studentenviertel olympisches dorf; wohnwürfel, studentenstadt freimann) die vorhandene innere erschließung wird zugunsten einer individuellen außenerschließung aufgegeben.

skizze: schnitt mit neuen sanitärräumen im vormaligen treppenhaus

der freiwerdende treppenraum nimmt die neu zu erstellenden sanitärzellen auf und wird zur nutzfläche.


eingangs-/obergeschoss: bestand und vorschlag

garten-/untergeschoss: bestand und vorschlag

der eigene eingang bietet im gegensatz zum gemeinsamen treppenhaus einen hohen grad an freiheit. die direkte erschließung über den aussenraum aktiviert und belebt diese unternutzten flächen und stärkt kommunikation und gemeinschaftsgefühl unter den bewohner/innen.

b [30.05.2012]:

küchenbox, küchenspange, offene küche

küchenbox

konzeptskizze, eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

wir versorgen die wohneinheiten mit je einer hochkompakten, -installierten und -wirtschaftlichen dienenden funktionskiste: neben schlafen, kochen, körperpflege nimmt sie auch die hls-technik nahezu allumfänglich auf. mittig in die hausachsen geschoben, teilen diese kisten die von ihnen bedienten räume zu gleichen größen. an gemeinschaftsflächen offerieren wir den gleichberechtigt erreichbaren und gut einsehbaren gemeinschaftsraum im eingangsbereich.

arbeitsmodell, maßstab 1:20

küchenspange

eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

wir ordnen alle installationsintensiven räume in einer klaren spange an, nebeneinander & übereinander.

offene küche

konzeptskizze, eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

wir stricken das bestehende treppenhaus in richtung süden noch ein wenig weiter, entschäerfen den psychoesquen hinabstieg in den vermeintlichen keller, öffnen kleine soziale grüppchen, zu zweit oder dritt in einer küche, alle zusammen dann erst im eingangsgeschossigen gemeinschaftsraum. optionale intrusion von nasszellen in die offene küche, optional selektive zugangskontrolle zu den offenen küche.

offene küche: perspektive vom standort eingang in richtung süden

c [24.06.2012]:

supermax



eingangs/obergeschoss, garten/untergeschoss

supermax minds the gap
in der ca 900 mm tiefen kollektorfassade, in der abweichung von genehmigter baulinie und gebauter realität erfreuen sich sanitärzellen einfachster instalation & revision und deren nutzer eines taghellen natuerlich belüfteten raumes der körperkultur.
supermax mehr netto als brutto
8½ [in worten: acht ein-halb] wohneinheiten kommen in supermax unter. 4 mutter-kind einheiten sowie eine mutter-vater-kind kombination. und das bei wohl unschlagbaren 19,2 m2 je wohneinheit!
supermax zeigts dem wdvs
[wasch]raumhaltige fassade statt polystyrolschaumstoffgebappe. reversibel, demontierbar, kreislauffähig.
supermax hat gute freunde
nassräume, wie sie rudolf schindler sich immer gewünscht hat, wie kazuo seijima und ryue nishizawa sie an ihren kitagata apartments auch schon vorgeführt haben oder wie werner sobek sie nicht müde wird einzufordern, hinter einer fassade wie sie anne lacaton und jean-philippe vassal zur freude gereichen würde.

 

… to be continued!

27Mar/12

계대 06 deutsche gastvorträge @ KMU

DEUTSCHER FRÜHLING
German Springtime Work Reports
Tuesdays 18:30 hrs #2322

12/03/27
Bettina Zagel, München/D
Graphic Designer, Art Director
progress 5, München/D

12/04/03
Young-Hee Lim, München/D, Daegu/Kr
Architect (cand.)
Allmann Sattler Wappner Architects, München/D

12/04/17
Anne Kleinlein, Berlin/D
Architect
Architektur Anne Kleinlein, Berlin/D

Keimyung University
College of Architecture
Daegu, Republic of Korea

01Mar/12

113 haus der zukunft

ein zweistufiger offenener wettbewerb für ein haus der zukunft für die brd,
aber nach dem zweiten fünftel der ersten stufe schien uns die veranstaltung einer intimen fachexkursion zu vann molyvanns kampuchea für die bessere zukunftsaussicht…

mehr zu vann molyvann:
> the vann molyvann project [bill greaves] > city of water [shelby elizabeth doyle]

28Feb/12

112 atelier trouvé markuskirche

Zwischen Himmel und Erde und doch im Treppenhaus der Markuskirche in München

Die westliche Treppe zur Orgelempore führt von ihrem obersten Podest über 14 Kragstufen noch ein bisschen weiter zu einem verborgenem Raum der überraschend im Luftraum des Treppenhauses hängt.
Raum im Raum. Eingeschlossener Luftraum, genutzter Restraum, unter die Decke geklebter Spielraum. Seine Dimensionen sind beinahe die eines Kubus mit einer Kantenlänge von vielleicht vier Metern. Die vollständige Öffnung des Raumes nach Westen mit einer schlichten, weißen Stahl-Glasfassade, seine weißen Wände und haptischen Oberflächen, alles deutet daraufhin, daß es sich um ein Atelier handelt, das der Architekt damals in den 50ern, vielleicht im Gespräch mit dem Kantor geboren haben könnte.
Glasfassade hinter Glasfassade. Türe, Wand, Decke, Boden. Ein besonderer Ort: einfach und doch in die komplexe Raumstruktur der Markuskirche eingehängt. Viel Licht, viel Freiheit, viel Ruhe, viel Schweben. Dieses Schweben und abgelöst sein, die Möglichkeit dort allein, aber doch dabei sein zu können, stellen seine für mich beispiellosen Qualitäten dar. Schon länger nutzen gut gefüllte Regale und Musikinstrumente den Raum,
diesen White Cube, diesen mental space, dieses atelier trouvé, diese Skulptur, diesen Raum für Kunst.

[martina günther, publiziert in: 50 neue räume; mit texten von afra dopfer, jutta höcht-stöhr, hans-georg küppers, elisabeth merk, peter pinnau, et al.; redaktion: horst konietzny]
05Jan/12

109 korean typologies

an attempt to categorize our collection of south-korean architecture

after watching, observing, walking, driving, talking, spying, looking through and at south-korean cities, villages, landscapes [obeservational research], we felt some need to disclose our discoveries: starting from the three ubiquitous residential types han-ok, yang-ok and appat, we soon expanded our research to a wider range of anonymous vernacular, common architecture. we categorized the buildings according  to their scale.
we are looking for transferrable principles which could give the specific potentials of the typologies a cultural, social, economical and ecological architectural perspective.
this collection does not intend to be complete, the collection is intended as a process.

http://koreantypologies.net

21Dec/11

108 daegu tobacco studios

»Raw space for art!« that is what we suggest to the city council of daegu and the daegu fine arts association, who invited us to an international symposium, about the transformation of the 60.000 qm tabacco-factory »kt&g« into a cultural area. The massive building, near daegu station and near the historical city center, which is  a monumental witness of the korean industrial age and empty for several years, could be a corner-stone for the revitalisation of the whole area. > map


It could be a really symbiotic process, a »long-term interaction between different biological species« to start  using the building as factory for creative & cultural industries >from industrial production to cultural production. The building will survive, the artists will have space for their experimental art production and the neighbours will have vital partner, which effect on the urban space and the quality of the city.

allowing tobacco studios as well as its neighbourhood to develop in a symbiotic process to strengthen not only its identity as a space for art-production, but also the identity of colourful daegu.

coming to daegu 4 months ago, i was totally lost in this city. i had the impression, i will never be able to orientate in this city.  only the green hills seemed to me something  like an orientation mark., maybe one of the most characterizing points, that korean cities don’t seem to have no monumets, no palaces, churches, industrial complexes, …, no landmarks for orientation. we stubled onto this building in september, and for me it was the first building in daegu with real identity. a building like a monument, a massive landmark on the edge of the historical city of impressingly big scale, witness of  korean industrial age, of the enormous economic growing of this country. i can read in this building some part of koreas history, without knowing the language, without studying books.

 

presented at
international forum on transforming old tobacco factory to cultural area
2011.12.21
daegu gyeong-buk design center
daegu, republic of korea

10Oct/11

107 living han-ok

Living Han-Ok in Daegu This project has the main focus on the vitalization of the Han-Ok, which are still existing in the center of the cities, for example in the traditional center of Daegu. The idea is, to develope the existing Han-Ok in the city-center to a convenient living-house for the next generation, by improving the climatic performance in a tectonic, and technological way. That means, preserving the character of the house, but adding new elements, which support the small building in a sensitive way. It´a more creative way and usable way of conversation, than the historical Han-Ok villages are able to offer. With the developing of the neglected Han-Ok the city center will become a more interesting place for living and housing again. 이 프로젝트는 대구의 전통센터와 같이 현재 도심에 남아있는 한옥의 활성화에 그 목적을 두었다. 이 계획은 지질 구조적이고 기술적인 방법으로 주위환경을 개선시킴으로써 도시 중심에 잔존하는 한옥 주택을 다음 세대를 위한 편리한 주택으로 발전시키는데 목적이 있다. 그 의미는 한옥의 특징을 보존하되 새로운 기능을 추가하여 감각적인 방법으로 한옥을 활성화시킨다. 이것은 기존의 한옥에 보다 더 창의적이고 실용적인 소통의 방안이다. 도심 속 소외된 한옥의 활성화를 통해 다시 머물기 위한 더욱 흥미로운 장소가 될 것이다.

 

Adding two Elements New On-Dol in court-yard & Mobile glass-house system for winter/autem/spring, to make the courtyard a living room in winter. 여름 마당에 설치되는 온돌은 또 다른 기능을 제공. 정원과 화장실에 사용하는 물의 제공을 위한 우수조의 역할을 한다 & 복사에 의한 주택과 바닥의 냉방을 위한 축열제 역할을 한다.

Summer The new On-Dol in the courtyard will offer different functions; being a storage-tank for rainwater, which can be used for the flowers, toilet etc. being a thermal-mass for cooling house by radiation, or sitting on a “cool” floor. 두가지 기능 제안 -마당에 온돌을 설치한다. -봄/가을/겨울에도 마당을 거실처럼 사용할 수 있도록 가변형 유리 시스템 도입한다.

Winter With the mobile glas-house system, you can close the courtyard in winter Sfor extending the living-room. The passive solar-win will heat the house and heat uo the thermal mass in the new On-Dol. 겨울가변형 유리 시스템을 통해 겨울에 마당을 덮어 더 넓은 거실로 사용할 수 있다. 자연형 태양열 시스템은 집을 따듯하게 하고 온돌의 축열제를 따듯하게 한다.


10Oct/11

106 the hanok metabolism

 

 

the hanok metabolism
collect > store > enjoy integrated low-tech high-performance in adaptable & adjustable sustainable urban space
도심 대구 한옥 2.0 [중구, 북내동]

collect & protect the tranparent roof (corrugated post-consumer polycarbonate) allows for the hanoks supply of natural light and solar energy, easily controlled by industrial reflective green-house blinds and adaptable cross-ventilation. 투명한 한옥 지붕은 산업용 온실 블라인드를 이용하여 자연 채광과 태양 에너지를 공급하고 통풍을 쉽게 통제할 수 있다.

urban farming fresh vegetables & herbs throughout the year from your own roof and out of your court. 일년내내 신선한 야채와 허브를 자신의 지붕에º 재배할 수 있다.

heat sink the excessive summer-heat collected in the ceiling, used as cooling component is stored in a thermally decoupled heat-sink in the former ondol-housing plynth with optional thermal exchange with ground-water. 과거의 온돌의 원리를 기둥에 적용시켜서 여름에 천장에 모인 과열된 열기를 / 저장해 두었던 지하수의 냉기와 맞바꾸는 역할을 한다.

reedbed sewage treatment grey-water is cleaned in the adjacent linear pond for re-use in the garden. 생활폐수는 정원의 연못에º 정수식물을 이용하여 다시 사용할수 있도록 정가 된다.

fastondol the responsive storage-coupled thin-bed screed avoids delays at heating demands. the thermal storage provides the hanok with time-shifted nocturnal solar heating. the oversized energy-reservoir allows for a small-scale additionally energy-input from continuous, efficient combustion. 열저장고와 빠르게 연결되어진 바닥은열 수요의 지연을 방지한다. 열 저장고는 밤중에 한옥에 태양열을 제공한다. 대 규 모의 에너지저장고는 계속해서 효과적인 가열을 돕는 작은 크기의 부가되어진 에너지의 출입을 허락한다.

rainwater storage seasonal rain excesses is stored in a earth-tank to reduce water-consumption and flooding. 계절별 빗물은 홍수를 줄이기 위해 지하탱크에 저장이 된다.

green filter the desiduous »flying« screen filters climate-responsive the hanoks solar exposure whilst cleaning the air from pollutants. irrigated by post-reedbed-water. 기후에 반응하는 한옥은태양 노출은 날리는 지, 오염물질, 낙엽등을 정수식물을 이용하여 걸러낸다.

convertible court closed in winter, the transformable courtyard minimizes a/v, whilst collecting passively solar thermal energy.
during summer it allows for cross-ventilation in a fully opened position. 변형가능한 안뜰은 겨울에 공기대류를 줄이는 반면, 태양열에너지를 꾸준히 저장할 수 있다.

transulation sliding multiple-wall-sheets from post-consumer polycarbonate as additional shojis increase winterly solar-intake whilst adding living space in the newly created buffer-zone. 과거 창호지와 같은 미닫이 문은 겨울의 집ø양을 증가시켜주고 집안의 새로운 완충공간을 제공한다.

compost toilet modular serving-spaces (kitchen, storage, ..) are plugged-out. the nutritious-rich ordure is transformed to compost on site instead of becoming a pollutant to gaining streams. 모듈단위로 돌출된 공간은 (부엌, 수납공간등등) 영양이 풍부한 오물을 하천으로 바로 보내지 않고 퇴비처리 한다.


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