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	<title>umnutzung &#8211; architektur usw</title>
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	<description>günther &#38; schabert</description>
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	<title>umnutzung &#8211; architektur usw</title>
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		<title>130 askren manor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[guenther und schabert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2014 09:08:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[werk / oeuvre]]></category>
		<category><![CDATA[städtebau / urban]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus Alt mach Neu – Transformation statt Abbruch Städtebau &#38; Identität Die einprägsame städtebauliche Figur der Wohnsiedlung Askren Manor erinnert an weltbekannte Siedlungsentwicklungen der Architektur und des Städtebaus der Moderne in den 20er und 50er Jahren.<a class="moretag" href="https://www.architekturusw.de/stadtebau-urban/130-askren-manor.html">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #000000;">Aus Alt mach Neu – Transformation statt Abbruch</span></strong></p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_air.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3557" title="130_air" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_air.jpg" alt="" width="640" height="320" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_air.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_air-300x150.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Städtebau &amp; Identität</span><br />
Die einprägsame städtebauliche Figur der Wohnsiedlung Askren Manor erinnert an weltbekannte Siedlungsentwicklungen der Architektur und des Städtebaus der Moderne in den 20er und 50er Jahren.<br />
Die räumliche Qualitäten, die Askren Manor einbeschrieben sind und an Siedlungen von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_May" target="_blank" rel="noopener">Ernst May</a> in Frankfurt (z.B. <a href="http://ernst-may-gesellschaft.de/wohnsiedlungen/roemerstadt.html" target="_blank" rel="noopener">Römerstadt</a>) erinnern, konnten bisher durch die fehlende Anbindung an die Umgebung, die autogerechte innere Erschließung, die gleichartigen Wohntypologien und die sterile Gestaltung der Details nicht zum Tragen kommen.<span id="more-3499"></span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">transformative evolution, progressive transformation, kontinuierliche adaption, &#8230;</span><br />
_erkennen der vorhandenen Werte (90% der Grundlagen für ein modernes, attraktives, gemischtes Wohnquartier sind bereits vorhanden)<br />
_arbeiten mit den Gegebenheiten des Ortes<br />
_gezielte, punktuelle Eingriffe, die sich jedoch maßgeblich positiv auf die gesamte Anlage auswirken</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Maßnahmen</span><br />
Die Grundstruktur der Siedlung, die linear ausgerichteten, Ost-West orientierten Wohnhäuser bleiben als identitätsbildender Körper in ihrem städtebaulichem Grundriss für das neue Quartier erhalten, ca 30% der Wohnzeilen werden durch neue gebaute Typologien, Reihenhäuser und freistehende Einfamilienhäuser (Wohneigentum) ersetzt.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ0.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3563" title="130_typ0" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ0.jpg" alt="" width="640" height="268" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ0.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ0-300x125.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><br />
Der Bestand (ca. 70%) wird in verschiedenen Transformationsstadien umgebaut: vom einfachen Anbau einer Schallschutzmaßnahme, verglaste Loggia, Aufzug etc. bis zum herausschneiden von Gebäudeteilen aus dem Bestand (à la Gordon Matta Clark), um eine Einfamilienhaus mit umgebenden Garten zu erreichen. Die Bestandshäuser die eine Umwandlung von der Wohnzeile zum Einfamilienhaus/ Stadthaus erfahren, haben eine großzügige Wohnfläche (bis zu 300 m²) und doppelgeschoßige Räume. Die räumliche Großzügigkeit und das individuelle Erscheinungsbild der so umgebauten Häuser gibt Freiheit und Großzügigkeit.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ5.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3569" title="130_typ5" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ5.jpg" alt="" width="640" height="241" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ5.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ5-300x112.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>Umbau Geschosswohnung 12 x 18 WE 256 WE<br />
<a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3564" title="130_typ1" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ1.jpg" alt="" width="640" height="242" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ1.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ1-300x113.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>Umbau Reihenhaus : 6 x 6 WE 42 WE</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3566" title="130_typ3" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ3.jpg" alt="" width="640" height="242" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ3.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ3-300x113.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>Umbau Einfamilienhaus : 3 x 4 WE 12 WE</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3567" title="130_typ4" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ4.jpg" alt="" width="640" height="242" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ4.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ4-300x113.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>Neubau Einfamilienhaus : 5 x 6 WE 30 WE</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" title="130_typ2" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_typ2.jpg" alt="" width="640" height="242" /></a></p>
<p>Neubau Reihenhaus : 5 x 12 WE 60 WE</p>
<p>Durch punktuellen Abbruch entsteht eine zusammenhängende Freiraum/Platz/Park Spange in Nord-Süd Richtung. Die Schülerinnen und Schüler können autofrei, im Grünen zu dem südlich anschließenden Schulgürtel gelangen. Im Süden und Westen erweitern großzügige Parks das Quartier. Sie schaffen eine Anbindung an die Landschaft und an die Grünzugverbindung mit Schulen zur Innenstadt. Die Erschließung für Fahrzeuge erfolgt nun in Ost-West-Ausrichtung. Die neuen Straßen binden das Quartier nach Osten hin in den Stadtkörper ein und schaffen Adressen und Verbindungen des ehemals geschlossenen Areals. Ein neuer Boulevard am John-F.-Kennedy Ring bildet eine Verknüpfungszone aus. Die Freiräume zwischen den Zeilen sind frei von Durchgangsverkehr und erhalten in einer Ausprägung unterschiedlicher Freiraumtypen als Gärten, Anger, Höfe nun eine hohe Aufenthaltsqualität. Jeder Bauabschnitt erhält eine Kindertagesstätte, das Quartier erhält einen Bürgertreff. Großzügige doppelgeschossige »Ladenwohnungen« in den umgebauten Bestandhäusern ermöglichen eine vielfache freiberufliche Nutzung: Büros, Ateliers, Yogagruppen, ruhiges Gewerbe. In der aktuellen Ausstellung »»Schweinfurter Wohngeschichten« beweist die Stadt, daß sie vielfältige Erfahrungen mit Bauen im Bestand hat, und unser Ansatz, »Aus alt mach neu« ganz in der mutigen Bautradition der Stadt Schweinfurt liegt. Der Baumbestand kann weitestgehend erhalten werden und wird partiell ergänzt.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_view.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" title="130_view" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_view.jpg" alt="" width="640" height="715" /></a></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Ein neues Schwimmbad für Schweinfurt</span><br />
Punktuelle, idetitätsbildende Maßnahmen / Neubau<br />
Wir schlagen vor als »Kopf« und »Flagship« der neuen Siedlung, ein Schwimmbad mit architektonisch skulpturalem Charakter zu errichten. Die Öffnung der Kasernen und der Wohnsiedlungen amerikanischer Familien ist für Schweinfurt ein Meilenstein im beginnenden Jahrtausend. Die neue »Schwimm-Arena-Schweinfurt« mit 10m-Sprungturm und Erlebnis-Wasserrutsche, sollte nicht nur ein Signal und Geschenk für die Schweinfurter Bürgerinnen und Bürger, sondern auch überregionales Symbol und Zeichen für Öffnung und Veränderung sein. In der Hülle/Fassade des Schwimmbades befinden sich kleine Läden (z.B. Nagelstudio, Bistro, Cafe, Kiosk…). Auf dem Dach ist Wohnen möglich. Die Entwicklung und Umwandlung des Areals könnte von Norden nach Süden in drei Bauabschnitten erfolgen.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Energie</span><br />
Durch den Erhalt von über 70% der Bausubstanz ergibt sich eine überaus positive Energiebilanz, berücksichtigt man die »Graue Energie« und die damit verbundene Einsparung von Ressourcen. Wir wenden das »<a href="http://epea-hamburg.org/index.php?id=47&amp;L=4" target="_blank" rel="noopener">Cradle to Cradle</a>« &#8211; Prinzip an, das nicht erst seit der Architekturbiennale »Reuse / Reduce / Recycle« in Venedig 2012 Eingang in Wirtschaftlichkeitsberechnungen gefunden hat. Allein die Entsorung der ca. 2.000 to Baustoffe allein einer Wohnzeile (ca 1.000 m³) wären 75 Lkw Ladungen. Weiterhin kann die Energiebilanz durch konservative Maßnahmen, Photovoltaik, passiv-solare Energieeinträge etc. verbessert werden.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_lp.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-3558" title="130_lp" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_lp.jpg" alt="" width="640" height="639" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_lp.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_lp-150x150.jpg 150w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2014/05/130_lp-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">konversion askren manor<br />
städtebaulicher ideenwettbewerb </span><span style="color: #ff00ff;"><br />
auszug aus der wettbewerbsausschreibung:</span><br />
<em><span style="color: #888888;">Die Stadt Schweinfurt am Main ist die drittgrößte Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken und Oberzentrum der Region Main-Rhön. Als traditioneller und heute internationaler Industriestandort stehen den ca. 53.000 Einwohnern etwa genauso viele Arbeitsplätze gegenüber.</span></em><br />
<em> Entstehung des Militärstandorts Schweinfurt</em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Ab dem Jahr 1934 wurde in Schweinfurt mit der Errichtung militärischer Anlagen begonnen. Aus dieser Zeit sind ein Fliegerhorst (heute Conn Barracks) und eine Panzerkaserne (heute Ledward Barracks) erhalten.</span></em><br />
<em> Amerikanische Militärpräsenz</em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Mit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besatzung durch die amerikanischen Streitkräfte entwickelten sich neue Strukturen. Im Jahr 1953 wurde für militärische Familien die Wohnsiedlung Askren Manor errichtet. </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">1954 wurden mit der Heeresstraße die außerhalb gelegenen Übungsplätze angebunden. Ab 1987 wurden die Wohnsiedlung Yorktown Village inklusive dem angrenzenden Kessler Field errichtet.</span></em><br />
<em> <span style="color: #000000;">Konversion </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Die jahrzehntelange Tradition als Militärstandort geht nun mit dem Abzug der US-Streitkräfte im Herbst 2014 zu Ende. Zur Garnison gehörten zuletzt ca. 11.000 Personen (Soldaten, Angestellte, Familienangehörige und Veteranen). Die militärischen Liegenschaften werden jetzt vom Bund (BImA) übernommen und anschließend einer Vermarktung zugeführt. </span></em><br />
<em> <span style="color: #000000;">Wohnen in der Stadt Schweinfurt </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Aufgrund der engen Gebietsgrenze der kreisfreien Stadt konzentriert sich der Wohnungsmarkt im Wesentlichen auf die Innenentwicklung bereits bebauter Gebiete. Entsprechend eingeschränkt ist das Angebot für Wohnraum. </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Die frei werdende Fläche der Askren Manor ist somit aufgrund ihrer Lage und Größe eine Herausforderung und Entwicklungschance zur Deckung der bestehenden Wohnungsnachfrage, insbesondere für junge Familien und Berufspendler. Eine direkte Marktintegrierung der vorhandenen ca. 700 Wohneinheiten im jetzigen Bestand führt nicht zur gewünschten Durchmischung. Daher ist beabsichtigt, das Quartier von der BImA zu erwerben und hier ein neues lebendiges Wohnquartier zu entwickeln. </span></em><br />
<em> <span style="color: #000000;">Lage im Stadtgebiet </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Das ca. 28 Hektar große Quartier befindet sich am westlichen Siedlungsrand der Stadt Schweinfurt, ca. 3 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das Gelände ist ohne nennenswerte topografische Erhebungen. </span></em><br />
<em> <span style="color: #000000;">Struktur, Typologie und Nutzung </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Das trapezförmige Quartier wird von dreigeschossigen Wohnzeilen in linearer Nord-Süd-Anordnung geprägt. Die Wohnzeilen haben jeweils 2 bzw. 3 Treppenhäuser, die 4 bzw. 6 Geschosswohnungen / Ebene erschließen. Im Süden befindet sich eine kleinere, zweigeschossige Doppel-hausbebauung für privilegiertes Wohnen. </span></em><br />
<em> <span style="color: #000000;">Leitbild </span></em><br />
<em> <span style="color: #888888;">Ziel ist die Entwicklung eines nachhaltigen und zukunftsfähigen Stadt-quartiers, das der Nachfrage unterschiedlicher Zielgruppen gerecht wird. Dies sind bevorzugt junge Familien und Berufspendler, ergänzt durch eine altersstrukturell und sozial gemischte Bewohnerschaft (z.B. betreutes Wohnen, Boardinghäuser, studentisches Wohnen etc.)</span></em></p>
<p>mit:<br />
<a href="http://www.bauchplan.de" target="_blank" rel="noopener">bauchplan</a><br />
florian otto<br />
nicol vitali, thomas meyer, jun li</p>
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			</item>
		<item>
		<title>089 professorenhäuser</title>
		<link>https://www.architekturusw.de/gebaude-building/089-professorenhauser.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[guenther und schabert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 01:46:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[werk / oeuvre]]></category>
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					<description><![CDATA[studentenstadt münchen die größte studentische wohnanlage deutschlands wurde von den Architekten ernst maria lang und sepp pogadl nach einem gewonnen wettbewerb realisiert. mit der städtebaulichen typologie trug man der nähe zum englischen garten und der lage<a class="moretag" href="https://www.architekturusw.de/gebaude-building/089-professorenhauser.html">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>studentenstadt münchen</strong><br />
die <span style="color: #ff00ff;">größte studentische wohnanlage</span> deutschlands wurde von den Architekten ernst maria lang und sepp pogadl nach einem gewonnen wettbewerb realisiert. mit der städtebaulichen typologie trug man der nähe zum englischen garten und der lage an der isarhangkante mit der idee des durchfließenden landschaftsraumes rechnung. im landschaftsraum der isar gelegen war eine befreiung von den bestimmungen der landschaftsschutzverordnung nötig. die anlage sollte nach dem vorbild der cité universitaire in paris auch die idee einer internationalen stadt wiederspiegeln.<br />
<a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_air.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-329" title="089_p3_air" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_air.jpg" alt="" width="640" height="640" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_air.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_air-150x150.jpg 150w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_air-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><span id="more-326"></span></p>
<p>die studentenstadt, deren träger das studentenwerk münchen ist, war ursprünglich für 5.000 studierende vorgesehen. heute leben ca. 2.500 menschen in 14 häusern. in mehren bauphasen wurde die studentenstadt von 1961 bis 1977 errichtet. die »altstadt« befindet sich auf der tiefer gelegenen landschaftsterrasse, die »neustadt« auf der etwa 2,50 m höher gelegen topografie.<br />
die studentenstadt war nicht nur in ihrer städtebaulichen ausformulierung von der ideen einer »modernen« stadt geprägt. auch das akademische zusammenleben sollte neue wege beschreiten. das zusammenleben der studierenden in wohngruppen und hausgemeinschaften, die anlage eines zentralen platzes mit gemeinschaftlichen funktionen und auch die unterbringung von professoren und ihren familien inmitten des studentischen wohnens waren konzeptionelle ideen, den universitäts-/campusgedanken auf das wohnen zu übertragen: die professoren sollten ansprechbar sein, ein öffentlicher anteil im wohnhaus, das arbeitszimmer mit bibliothek, zeugt davon.</p>
<p>die terrasse ist der studentenstadt einziger punkt, an dem der durch die isar-hangkante entstandenen höhensprung von gut 2 m deutlich herausgearbeitet ist; in der namensgerecht sonst recht flachen münchner schotterebene ist ein solcher höhensprung schon bemerkenswert. die ursprüngliche wegeführung gab den professoren-/atelier-häusern eine privatheit in mitten des durchfließenden grünraumes. der gekappte durchweg hinterläßt eine terrasse, welche abgekoppelt von der ursprünglichen idee des belebten treffpunktes allenfalls noch privat genutzt wird.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/PPP_lp500.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-331" title="PPP_lp500" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/PPP_lp500.jpg" alt="" width="640" height="320" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/PPP_lp500.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/PPP_lp500-300x150.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><br />
[links: derzeitige situation; rechts: vorschlag g&amp;s]
<p>das potenzial des öffentlichen raumes, des durchfließenden, besiedelten parkes ist unserer meinung nach nicht in vollem umfang genutzt: ortsbezogene themen die da lauten könnten »wohnen im park«, akzentuierung der hangkante« oder »übergang zum englischen garten und zur isar« warten noch auf eine klärende (wieder-)bespielung</p>
<p><strong>aufgabe</strong></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">modernisierung, umbau und anpassung der 3 professoren-häuser an die nutzung als zeitlich begrenztes professoren/familienwohnen</span>. neuberufene professorinnen und professoren, die aus anderen ländern/städten kommen werden künftig die möglichkeit haben, mit ihren familien die häuser zu beziehen, um von einem familiengerechten wohnsitz aus ihre hochschularbeit aufnehmen zu können und sich eine dauerhafte wohnsituation zu schaffen. die bestehenden häuser sind mit ihrer attraktiven lage am englischen garten, nahe der u-bahn und mit ihrem großzügigen räumlichen angebot dazu überaus geeignet. das studentwerk hat derzeit keinerlei angebot für professoren und deren familien. nach 40 jahren ist eine räumliche adaption sicher genauso nötig, wie die beseitigung baulicher, bauphysikalischer, haustechnischer und energetischer defizite.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_defizit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-333" title="089_p3_defizit" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_defizit.jpg" alt="" width="640" height="452" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_defizit.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_defizit-300x211.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><br />
[baulicher bestand mit defiziten]
<p><strong>ziel</strong><br />
unser ziel ist es, die vorhandenen potentiale der gebäude freizulegen, den bestand klärend zu erhalten, aber auch neu zu interpretieren. die teilweise überformten ursprünglichen städtebaulichen, räumlichen, architektonischen ideen respektieren, ihre lesbarkeit nicht weiter zerstören, sie vielmehr präzisierend einer heutigen nutzung anpassen. im sinne einer kreativen und kritischen denkmalpflege, auch wenn die häuser nicht unter denkmalschutz stehen.<br />
hohe flexibilität mit ausklinkbaren und schaltbaren einheiten für eine weitere generationen. das haus muss in seiner rolle als aneigenbares mietobjekt in ausstattung und benutzbarkeit schlicht und robust sein; berücksichtigung von barrierefreier nutzung des hauses.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2009/02/089_p3_aufgeraeumt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" title="089_p3_aufgeraeumt" src="../wp-content/uploads/2009/02/089_p3_aufgeraeumt.jpg" alt="" width="640" height="457" /></a></p>
[variante: »aufgeräumt«]
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_umgeraeumt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-334" title="089_p3_umgeraeumt" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_umgeraeumt.jpg" alt="" width="640" height="457" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_umgeraeumt.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_umgeraeumt-300x214.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
[variante: »umgeräumt«]
<p>integrierte lösungen gerade im bereich der energieeffizienz: wir wollen keine addierten technischen apparaturen, sondern eine intelligente lösung, die auf die vorhandene problemstellung reagiert: der problematik der wärmebrücken begegnen wir im entwurflichen ansatz, mit einer einhüllung des gesamten hauses, nicht durch bautechnische einzelmassnahmen wie betonschneiden und isokörbe. der dämmenden hülle wird dann auch noch gleich die aufgabe des einsammelns solar-thermischer energie zu teil.</p>
<p><strong>zugang &amp; fahrradparkieren</strong><br />
<a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_west.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-337" title="089_p3_west" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_west.jpg" alt="" width="640" height="271" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_west.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_west-300x127.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>die <span style="color: #ff00ff;">thermischen problemzonen</span> der professorenhäuser, die auskragenden betonbauteile des zugangsbereiches werden in ihrer schwierigen bekleidbarkeit mit wärmedämmung nicht eng eingepackt sondern grosszügig eingehaust. der nun trockene vorraum mit zwischenklima gibt raum zum fahrradlagern &amp; -reparieren, zum blumenüberwintern, zum basteln, zum wertstoffsammeln, zum holzspalten und -lagern.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_eingang.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-338" title="089_p3_eingang" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_eingang.jpg" alt="" width="640" height="772" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_eingang.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_eingang-248x300.jpg 248w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><strong>hinauf &amp; hinab</strong><br />
die <span style="color: #000000;">richtungsneutralität</span> wird zugunsten einer wertenden differenziert dimensionierten vertikalen erschliessung aufgegeben: eine breite massive treppe welche ein paar stufen die isar-hangkante hinab zum eher öffentlichen wohnen führt und eine sportlich-schlanke holzstiege zu den privatzimmern.<br />
<a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_treppenhaus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-339" title="089_p3_treppenhaus" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_treppenhaus.jpg" alt="" width="640" height="500" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_treppenhaus.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_treppenhaus-300x234.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><strong>wohnen &amp; garten</strong><br />
unter beibehaltung der architektursprache des bestandes bleibt die eg-fassade eingezogen, die og-ansicht in bandform obwohl die einstmaligen kühlrippen balkon und die sich freilaufenden schotten nunmher mit einer belüftbaren, transluzenten haut thermisch bekleidet sind. die bekleidung respektiert das bestehende gebäude, läßt es durchscheinen, signalisiert aber auch eine neue zeit und macht sich auch und nebenbei um solare energieeinträge verdient. das wohnzimmer ist nunmehr raumhoch verglast, öffnet sich maximal zum garten, der sonne entgegen. das obergeschoss erweitert sich um den balkon.<br />
<a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_sued.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-340" title="089_p3_sued" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_sued.jpg" alt="" width="640" height="800" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_sued.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_sued-240x300.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><strong>umbau für studentische wohnnutzung</strong> (alternative planung):</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_stud.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-342" title="089_p3_stud" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_stud.jpg" alt="" width="640" height="452" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_stud.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_stud-300x211.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
[variante: »studentisches wohnen«]
<p>die <span style="color: #ff00ff;">privatzimmer</span> der studentinnen und studenten sind mit »magazinwänden« voneinander separiert. anstelle von leichten trennwänden zzgl. mobiliar vereinigen diese anforderungsprofilgerecht lagermöbel, installationswand, akkustische &amp; optische trennung. die voll aufgeglaste &amp; öffenbare südfassade ist mit justierbarem aussenliegendem sonnenschutz vor übermässigem solaren energieeintrag protegierbar. die »innere fassade« zwischen privaten zimmern und gemeinschaftsflächen ist in transluzentem werkstoff ausgeführt. dies ist nicht nur der belichtung und durchleuchtung der gemeinschaftsflächen zuträglich sondern erleichtert und initiiert viel mehr mit ihrer kommunikationsfläche den kurzen aber umso knackigeren lebensabschnitt in einer offenen wohngemeischaft.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_zimmerchen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-343" title="089_p3_zimmerchen" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_zimmerchen.jpg" alt="" width="640" height="367" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_zimmerchen.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_zimmerchen-300x172.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>die <span style="color: #ff00ff;">gemeinschaftliche wohnküche</span> bespielt den wohl stärksten raum der professorenhäuser: das vormalige atelier. das wunderbare potential diesen ein-einhalb-geschossigen raumes, die zonierung von grosser offenheit bis zu starkem rückzug bleibt erleb- und bespielbar, wird sogar noch mit dem öffnen des fensters zu einer fenstertür einerseits und privatisierenden einbauten andererseits radikalisiert. ein prolongierbarer »tisch-on-demand« gibt lonern, frühstückspaaren, haussitzungen und gelagen ihren jeweils angemessenen/erforderlichen platz.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_kueche.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-344" title="089_p3_kueche" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_kueche.jpg" alt="" width="640" height="640" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_kueche.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_kueche-150x150.jpg 150w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2009/02/089_p3_kueche-300x300.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>flächen und raum-inhalte [je haus] nach DIN 277<br />
[nach umbau (incl. windfang und wärmedämmung, +25 cm)]
<p>WE    1<br />
WF wohnfläche    140 m2<br />
BF bebaute fläche    145 m2<br />
BGF bruttogrundfläche    290 m2<br />
BRI bruttorauminhalt    860 m3</p>
<p>mit<br />
<a href="http://www.kostenplanung-im-hochbau.de" target="_blank" rel="noopener"><span style="color: #ff00ff;">brigitte götschl</span></a> [kostenplanung]
<p><iframe loading="lazy" title="vimeo-player" src="https://player.vimeo.com/video/48677679?h=1125d5690c" width="1280" height="720" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>029 erptg nürnberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[guenther und schabert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2001 10:38:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[werk / oeuvre]]></category>
		<category><![CDATA[städtebau / urban]]></category>
		<category><![CDATA[martina günther]]></category>
		<category><![CDATA[nürnberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Intensivierung und Strukturierung einer möglichst umfangreichen demokratisch-heterogenen Nutzungsmischung, das Anfüllen und mehrschichtige Überlagern von Funktion und Bedeutung, von Historie und Gegenwart, von Gestaltungsformen und Dimensionen, ermöglicht dem Reichsparteitagsgelände seiner historischen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden<a class="moretag" href="https://www.architekturusw.de/stadtebau-urban/029-erptg-nurnberg.html">Read More...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Intensivierung und Strukturierung einer möglichst umfangreichen demokratisch-heterogenen Nutzungsmischung, das Anfüllen und mehrschichtige Überlagern von Funktion und Bedeutung, von Historie und Gegenwart, von Gestaltungsformen und Dimensionen, ermöglicht dem Reichsparteitagsgelände seiner historischen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden zu können, fordert zu einer Auseinandersetzung mit dem Ort auf, ermutigt die Geschichte des Ortes, aber hierin gerade auch die Eigene sich anzueignen.</p>
<p>Mehrschichtige Nutzungen und Nutzungstiefen, kein frontaler Geschichtsunterricht, sondern Historie en passant, zum selberentdecken, und doch ablesbar gelassen, ablesbarer gemacht, aber inspirierend statt dozierend.</p>
<p>Zur Stadt einladend sich öffnend den Fussball neben der Messe, mit der Messe, gemeinsame Parkierflächen sich teilend, ein gemeinsames Umfeld belebend, sich weniger störend als synergetisch fördernd. Ein erst zu erfahrender, zu belegender Bürgerpark, nicht streng funktional dotierte Flächen, eigentlich ein Glücksfall.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_plan.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1524" title="029_plan" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_plan.jpg" alt="" width="640" height="845" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_plan.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_plan-227x300.jpg 227w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><span id="more-827"></span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Geschichtsstationen</span> An den vorgesehenen Punkten des Geländeinformationssystems enstehen Räume, oberirdisch oder in der Erde, die Geschichte sinnlich vermitteln. Die Geräuschkulisse, das Klatschen der Massenversammlungen könnte hörbar sein. Ein Einschnitt in den Schuttberg lässt einen Erdraum entstehen.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Platz der Opfer des Nationalsozialismus | Meistersingerhalle</span> Der stark vom Verkehr und von räumlicher Zusammenhangslosigkeit gekennzeichnete Platz erhält durch die Öffnung des Fischbaches, und die dichten Baumreihen ein eindeutig landschaftliches Gepräge. Er ist, von der Stadt aus gesehen, der Auftakt zu den Freibereichen des Luitpoldhains und des Reichsparteitagsgeländes.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Zeppelinfeld</span> Die Freifläche innerhalb der Tribünen wird zu einer Wiese. Nutzungsneutralität ist hier das Thema des Ortes. Die Nationalsozialisten haben den Ort funktionalisiert. Jedes Gebäude, jede Fläche war zweckdefiniert. Das Angebot einer grossen Wiese für den Jedermannsport soll Projektionsfläche unserer pluralen Gesellschaft sein. Die Strasse zwischen der grossen Tribüne und der Wiese ist frei nutzbar (skaten&#8230;) und wird nur bei Grossveranstaltungen mit als Parkfläche genutzt. Das LKW-Parken wird hinter die Tribüne verlegt. Veranstaltungen wie Rock im Park, Norisrennen usw. sind zu begrüssen.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Grosse Strasse</span> Die Grosse Strasse wird in Ihrem Anfang und Ende ausformuliert. Die Sitzstufen und die dazwischenwachsenden Bäume sind zu schützen. (Geschichtsschutzgebiete)</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Grundstein</span> Der Grundstein des Deutschen Stadions bleibt an seinem ursprünglichen Ort und wird bei der Konzeption des Parkhauses berücksichtigt. Seine Zugänglichkeit muss gewährleistet sein.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Sportflächen</span> Die Sportnutzung wird intensiviert. Neue Sportfelder zum Aufwärmen, für den Schulsport und verschiedene Sportarten entstehen. Die Wegebeziehungen zum Biergarten und die Anbindung zur S-Bahnstation Frankenstdion werden verbessert.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Biergarten</span> Der Biergarten am neuen Messeturm ist ein neuer lebendiger Treffpunkt in der Mitte des Geländes. Die Lage am Wasser und in Messenähe  macht ihn besonders attraktiv .</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Messe /Messeturm</span> Die Messe erhält als weithin sichtbares Zeichen einen Messeturm. Der Turm, mit Aussichtsplatform und eine kleiner Restauration, ist vom Reichsparteitagsgelände für alle Besucher zugänglich. Die Messe wird auf eine Nachverdichtung, bzw. eine Ausweitung in die Verkehrsflächen nach Süden hin untersucht. Eine weitere Ausdehnung des Messegeländes auf das Reichsparteitagsgelände ist nicht möglich.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Erschließung und Parken</span> Die Anzahl der Parkplätze wird in vollem Umfang erhalten. Zusätzlich  ensteht eine Parkharfe mit Parkdecks an der Beuthener Strasse. Ein Mehrangebot von Parkflächen könnte durch die Entwicklung von Parkhäusern in der Verkehrslandschaft südlich der Messe entwickelt werden.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Kongresshalle</span> Die Kongresshalle soll eine kleinteilige, vielfältige Nutzung erfahren, kritisch, kreativ, demokratisch. Wir sehen in der Nutzungsheterogenität die Möglichkeit einer demokratischen Aneignung des Gebäudes, damit einhergehend des gesamten Geländes. Der Kongresshallentorso wird in seiner Monstösität mitnichten reduziert, sondern vielmehr durch das Relativieren an der Bezugsgrösse Mensch in seiner Maßstabslosigkeit erst begreifbar gemacht, der Auseinandersetzung übergeben.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_grisse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1523" title="029_grisse" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_grisse.jpg" alt="" width="640" height="1657" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_grisse.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2001/05/029_grisse-395x1024.jpg 395w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p>Die vorhandenen Anschüttungen am Gebäude weden entfernt. Die baulichen Eingriffe berücksichtigen die Struktur des Gebäudes, die Treppenhäuser werden, mit Glas verschlossen, zu unbetretbaren horreurs vacuii. Der Innenhof bleibt nutzungsneutral als freie Fläche. Konservierung und reversible Veränderung sind der Leitfaden im Umgang mit der historischen Substanz.</p>
<p>Die Stadt übernimmt die Vermietung der Flächen. Die vermieteten Einheiten haben eine Grösse von 50  &#8211; 1000 qm und Raumhöhen von 3 m &#8211; 11 m. Über ein Bewerbungverfahren werden die geförderten Mietflächen anhand eines noch zu bestimmenden Kriterienkataloges vergeben. Ein größtmögliche Nutzungsmischung ist angestrebt. Politische, soziale, gesellschaftliche, energetische Organisationen, Schreinereien, Schlossereien, Druckereien, Planungs,- Grafikbüros, Startups, Existenzgründer, Wissenschafts,-Technologiezentrum, Ateliers, Galerien, Kulturelle Organisationen, Bars, Lounges, Gastronomie, Schulungen, VHS et al.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">städtebaulicher ideenwettbewerb, engere wahl</span><br />
[mit <a href="http://www.lex-kerfers.de/" target="_blank" rel="noopener">lex-kerfers landschaftsarchitektur</a>, bockhorn]
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