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		<title>094 baugemeinschaft wohnen &#038; atelier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[guenther und schabert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 13:30:05 +0000</pubDate>
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<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #ff00ff;"><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_rb_graphik.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2177" title="094_rb_graphik" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_rb_graphik.jpg" alt="" width="640" height="561" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_rb_graphik.jpg 640w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_rb_graphik-300x262.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Ort</span> Ackermannbogen München<span style="color: #ff00ff;"> Gemarkung</span> Schwabing<span id="more-917"></span></p>
<p><span style="color: #ff00ff;"><br />
Geschichtlicher Hintergrund </span>Das bis dahin viehwirtschaftlich genutzte Oberwiesenfeld wurde 1794 einer militärischen Nutzung, unter anderem der eines »Artillerie-Experimentierplatz« zugeführt. Ein Flugefeld (nördlich des Biedersteiner Kanals) ergänzte von 1909 bis zu seinem Umzug 1939 nach Riem die ansässigen Waffengattungen. Der südliche Teil, das heutige Ackermannbogen-Areal, entwickelte sich vom Exerzierplatz zu einem Kasernengelände: Auf dem Bereich unseres WA4 wurde 1931/1932 die »Kradschützen-Kaserne« errichtet und nach 1945 von der US Army als »Indiana Depot« weitergenutzt. 1955 bezog die jüngst gegründete Bundeswehr das dann unter dem Namen »Stetten-Kaserne« firmierende Areal. Pläne der Bundeswehr einer Auflassung diesen Standortes waren Grundlage eines Stadtratsbeschlusses im Jahre 1992 welcher eine städtebauliche Entwicklungsmassnahme für den Ackermannbogen beschloss. Mit der Auflassung von Stetten- (1994) und Waldmannkaserne (1995) durch die Bundeswehr, lobte die Stadt München 1997 einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb für das 385.000 m2 (38,5 ha) umfassende Areal aus. 1. Preis: Vogel [Architektur] Lex-Kerfers [Landschaft]
Die Landeshauptstadt München erwarb das Grundstück im Jahre 2004, der bauliche Bestand der Stetten-Kaserne wurde 2006/2007 entfernt.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_lp.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1131" title="094_lp" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_lp.jpg" alt="" width="630" height="221" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_lp.jpg 630w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_lp-300x105.jpg 300w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">4. Bauabschnitt </span>Der 4. Bauabschnitt umfasst eine Gesamtfläche von etwa 117.000 m2 mit einem Netto-Bauland von ca. 65.000 m2 und ca. 84.000 m2 Geschossfläche (Wohnen allgemein, Misch-Kerngebiet und Gemeinbedarf). Baugemeinschaften stehen gut ¼ der für Wohnen ausgewiesenen Fläche zur Verfügung. Der südliche Teil des als allgemeines Wohngebiet (WA) ausgeschriebenen Grundstücks WA4 [Flurstück-Nr. 472/521] ist von der Stadt München zu zwei gleichgrossen Teilen für die Bebauung durch Baugemeinschaften ausgeschrieben. Die Baugemeinschaft wohnen &amp; atelier bewirbt sich um das Grundstück WA4 Süd-West.</p>
<p><a href="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_wohnenarbeiten.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1125" title="094_wohnenarbeiten" src="http://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_wohnenarbeiten.jpg" alt="" width="630" height="212" srcset="https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_wohnenarbeiten.jpg 630w, https://www.architekturusw.de/wp-content/uploads/2011/02/094_wohnenarbeiten-300x100.jpg 300w" sizes="(max-width: 630px) 100vw, 630px" /></a></p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Ausgangspunkt</span> Hier das »Wohnen«, dort das »Arbeiten«! Was mit der Industrialisierung begann, das räumliche Abspalten und Entrücken der Funktion Wohnen von der Funktion Arbeiten, alsgleich argumentativ mit einem »saubereren« Wohnumfeld bzw. »besseren« Lebensbedingungen abseits des Arbeitsplatzes untermauert, hat zwar eine höhere Produktivität im Sinn, aber eine Mutation des Prinzips Familie sowie eine weitgehenden Aufgabe des Konzeptes von Gemeinschaft zur Folge. Lässt sich auch der resultierende Verlust geeigneten habitats für breite Segmente einer Gesellschaft an Geburtenziffer oder Zufriedenheitsindikatoren ablesen, werden ungebremst intakte oder potente Mischgebiete zu Wohnmonokulturen weiterentwickelt (z.Zt. z.B. das Westend).</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">Absicht</span> In unserem Stadtbaustein soll, durchaus prototypisch, das traute Heim, als Antipode zur beschriebenen rauhen<br />
Arbeitswelt, von einem sozialen Amalgam dieser scheinbaren Antagonisten abgelöst werden. Ein dezidiert differenziertes Angebot, vom explizit privaten Rückzugsraum abgestuft bis zur Allmend, erlaubt einer formellen (Bau-)Gemeinschaft ein informelles gemeinschaftliches Zusammenleben ein vielschichtiges soziales Umfeld. Die klare, soziale wie räumliche, Verortung des Individuums, in der Familie, in der (Bau-)Gemeinschaft, im Geviert, im Quartier, hat dann auch etwas mit einem (un-nationalistischen) Gefühl für Heimat zu tun und wird vom Gebäude nicht nur zur Stärkung der Identifikation abgebildet.</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">mit</span><br />
<a href="http://www.bumann-consulting.de/" target="_blank" rel="noopener">bumann</a> &amp; <a href="http://www.schmidt-qualitaet.de/" target="_blank" rel="noopener">schmidt</a>, moderation/qualitätsmanagement<br />
<a href="http://www.kostenplanung-im-hochbau.de" target="_blank" rel="noopener">brigitte götschl</a>, kostenplanung im hochbau<br />
<a href="http://www.gls.de/" target="_blank" rel="noopener">gls gemeinschaftsbank eg</a><br />
<a href="http://www.cellandscape.com/" target="_blank" rel="noopener">cel landscape</a>, freiraumplanung, münchen<br />
<a href="http://www.lop.de/" target="_blank" rel="noopener">lieb obermüller + partner</a>, tragwerksplanung, münchen</p>
<p><span style="color: #ff00ff;">mehr informationen</span> unter: <a href="http://baugruppesued.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener">baugruppe-süd</a></p>
[graphik index-bild: ralf bumann, münchen]
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