Category Archives: 10 realisierung / completion

01Jul/07

053 baywa-halle in der db, deutschen bauzeitung

»Ateliers trouvés« lautete der Titel eines Vortrags von Martina Günther und Jan Schabert im Rahmen der Architekturwoche München 2004. Darin führten sie aus: »Gefundene, brachgefallene Orte neu zu formatieren, zu transformieren, für die Stadt zurückzugewinnen ist unser Ziel: diese »Unräume« zu beleben und in Ateliers zu verwandeln. Wir legen einen erweiterten Atelierbegriff zugrunde, der Menschen Räume eröffnet, um tätig zu werden.« Diese Sätze klingen wie die programmatische Aussage für den Entwurf, mit dem die Architekten ein halbes Jahr später beauftragt wurden, die Umnutzung einer ehemaligen Baywa-Halle aus den fünfziger Jahren in ein Wohn- und Atelierhaus… [michaela busenkell, db 07/2007] :: mehr

01Jul/06

048 zubau in holz / addition

Das Haus der Großeltern, Baujahr 1934, wird von der Enkelin (Bildhauerin), ihrem Mann (Geologe) und den beiden Kindern bezogen. Wohnen und Arbeiten/Atelier sollen unter einem Dach vereint werden. Zusätzlicher Raum wird erforderlich.

Der Anbau  in Holz wird »vor das Haus gestellt«. Ablesbakeit von alt und neu waren eine wichtige Zielsetzung. Rücksichtsvoller Umgang mit dem Bestand. So konnte die Steinbadewanne aus der Entstehungszeit des Hauses, die sog. »Brentn« (Wanne) erhalten bleiben und in den Terrassenplatz integriert werden, genauso wie der kleine Gartenschuppen.
Diskret zum Bestand versetzt, legt der Zubau einen Arm um seinen etablierten Nachbarn, sucht Halt und stützt zugleich. Auf der anderen Seite bleibt er in gläserner Distanz, schafft dem Anbau noch ein Dazwischen.

Eine einfache prefabrizierte Holzkonstruktion, deren Spannrichtung über die lange Seite eine klare Orientierung zum Garten hin zuläßt. Eine Dachterrasse, durch die Fenstertüre im 1. OG betretbar.

Das ca 30 qm große Wohnzimmer dient der Familie als Wohn-und Essraum, der sich über eine Schiebetür, fast ebenengliech, zum Garten hin öffnet. Die etwas zurückspringende Fassade lässt einen Zwischenraum entstehen, der bei Regen als geschützter Ort Aufenthalt gewährt, auch dem Wäscheständer.

Die Gebäudenutzfläche wurde, mittels Zubau sowie Ausbau des Dachgeschosses, von ca. 100 qm auf ca. 170 qm erweitert. Allein mittels der Dämmung der Dachfläche sowie der grossflächigen Aufglasung des Zubaus nach Süden hin, konnte gleichzeitig der Heizenergiebedarf um knapp 30% reduziert werden (vorher: ca. 60.000 kwh; nachher: ca. 43.000 kwh)

zeit: 2004/2006
lp: 1-9
ort: münchen-sendling/d
nf: ca. 34 qm
bri: ca. 100 m3
baukosten: ca. 58.000,– euro
bauherr: privat
tragwerk: lieb obermüller+partner, münchen
grundbau: prangenbergBau, rommerskirchen
holzbau: holzbau vorholz hawran gmbh, geretsried
schreiner: schreinerei schaber, haimhausen
haustechnik: galiano & geiger, münchen
mitarbeit: natascha berglehner, carolin gottlieb, julia klassen, stephanie
 pirkl
publikation: europaconcorsi.com

detached house annex, munich, completed: »living-bush« for a young family leaving the country and moving into the bavarian capital: prefabricated wood construction whose structural left-to-right orientation allowes maximum opening towards garden & sun.

01Jul/06

053 baywa-halle [als film-clip]

»… also mir hat das spaß gemacht gemacht ich würd´ dirket nochmal so ein ding bauen – würd ich wirklich machen. die räume sind einfach schön – also ich fühl mich wohl, weil raum ist sehr wichtig für mich – ich hab ein freies gefühl hier im haus. …«

[clip, quelle: br, 01’44”]
18Aug/05

058 prototypische appartementsanierung

einer einheit eines 70er jahre appartementeschlittens werden die arbeitslos rumstehenden wände entnommen. ein prototypisches plug & play oligofunktionsmöbel wird zum server des units: foyer, garderobe, küche, speis, putuzkammer, spiegelkabinett, overheadstorage und bar.

 

der server ist mit strom-, zu-/abwasser-/luft-/telekommunikationsanschlüssen ausgerüstet.
in grey-blue oder postit-yellow erhältlich.

[photos: © monika ribbe, münchen]

[grundriss, schnitte]
30Mai/05

056 ammerlandbad

ein kleineres bauvorhaben: ein badezimmer von 2,50 x 2,50 meter. die allgegenwärtige g’schamige installationswand kommt hier in zwei abarten vor: zur linken, eine lendenschurzhafte schwebende schale, an der wc und waschbecken andocken, in der spülkasten, badezimmerschrank, illumination und ein eingezogener spiegel platz finden. und die rohre sieht man bisserl raushängen. zur rechten stopfen wir die wanne in die wand.

[holzverbundwerkstofftafeln als schreiner-gerechter ausbau, pigmentierter und hartgeölter zementestrich]
01Mai/05

tum kindergartenspielgerätelagerhaus

kindergarten toy-storage-house, 1:1 studentwork, 2nd yr., tum

model of winning scheme [studentname unknown]


the winning team of a student competition detailled and built their design: a wooden crosswall-construction, dressed in multiwallsheets is sitting on a foamglass-gravel-supported concrete slab. tum, münchen, germany, 2005 [2nd year]

[photo: thomas hirschmann, münchen]

»invisible touch« – box, inspired by glass-recycling-container design
[photo: thomas hirschmann, münchen]

[photo: thomas hirschmann, münchen]

the inauguration

05Aug/03

040 bauwelt / praxis dr.s

die bauwelt berichtet über extrovertierte interieurs, und bei der gelegenheit über unsere zahnarztpraxis in gilching:

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[photos: monika ribbe]
21Mai/03

044 möbelsystem steelheeled cuisine

wendbare flatpack-küche aus 3 zuschnitten fassadentafel [holz-verbundwerkstoff] und ein paar z-winkeln aus 10 mm gewachstem stahl verbunden mit gesenkten rostfreien innensechskant-schrauben in geschnittenen gewinden. dann noch 2 oder 3 stahl-stangen als hänge-occasionen für kleingerät & trockentuch und fertig.

die küche wurde für eine ausstellung [»zum gebrauch«] schnell mal daheim abgebaut, transloziert und einer breiteren öffentlichkeit vorgestellt und dann wieder heim. irgendwann später konnte sie ihre lässige versabilität mittels wendbarkeit [von waschbecken links auf waschbecken rechts] anlässlich eines umzugs vorführen. und jüngst ist sie dann noch mal umgezogen. und nimmt nun an ihrem neuen einsatzort um eine achse eingekürzt den dienst auf. mal schaun was als nächstes auf sie zukommt…

 

01Mrz/03

040 praxis dr. s

a
in the middle of nowhere in der s-bahn-peripherie münchens, in einem austauschbaren kleinen büround geschäftshaus aus den 90ern möchte eine junge approbierte zahnärztin ihre erste praxis einrichten.

b
gilchinger architecture parlante der arbeitsplatz aller dentalmediziner, die cavitas oris propria, die mundhöhle, wird idealisierend auf die praxis abgebildet: blitzeblanke zähne strahlen in blendendem weiß aus dieser orange-rot pulsierenden mundhöhle heraus, die zahnärztin wie auch ihre assistentinnen finden sich als beweglicher zahnersatz, weiß gewandet, inmitten des unvollständigen zahnbildes wieder, ein zahnbild ausnahmslos kariöser zähne, mit aushöhlungen für rezeption und spüle, für archiv und kunstoffüllungen. weiße möbel und einbauten vor zahnfleisch, weiße figur vor orangenem grund -ganz einfachund die zahnärztin wie auch ihre assistentinnen tragen mit ihrer weißen arbeitskleidung dazu bei dieses bild zu stärken…

the color of money das knappe budget als inspirierendes moment; die kosten der farbe, oranger kautschuk und orange dispersion: spielten die parameter ort, funktion, raum und kosten zu beginn noch antipoden, so entwickeln sie sich im laufe der diskussion zu einer eingespielten, das konzept kraftvoll ziehenden, quadriga: das eigens gemischte orange von wand und decke verursacht einen nur marginalen aufpreis zur weißen dispersion, die farbe des kautschuks ist finanziell ebensowenig nachzuzeichnen. der bewusste, weitestmögliche verzicht auf, weltliche produkte, leuchten, möbel etc., die maximierte integration der funktionselemente in die kavitäten der einbauten verhindert dann auch vermeidbare investitionen, stützt dann auch die annäherung des praxisraums an die abstraktion seiner idee, lat.: cavita oris propria.

e
entwurf empfang, warteraum, zwei behandlungszimmer, büro, massageraum, sozialraum, abstellraum sind auf gerademal drei zimmer zu verteilen. dem 40 qm großen empfangsraum sind also zwei »zähne« eingestellt: empfangtheke und archivbox, beweglich scheinende folies in diesem großraum, über beide lässt sich hinüberschauen. ungewohnt und rätselhaft in ihren proportionen gliedern sie die verschiedenen nutzungen ohne das raumvolumen zu zertrennen. die beidseitig bedienbare,


gerade zwei meter hohe aber gut einen meter dicke archivbox vereint besenkammer und zwanzig meter karteiauszüge, vereint sekretär und vorratsschrank, ist zonierender paravent vor labor und wc, ist nach oben strahlender leuchtkörper. gleich der archivbox, der ebenfalls tiefrotes linoleum ihre kaufläche umfasst, ist auch die empfangstheke zweites zonierendes element in diesem mehrfunktionalen verteilenden raum. sie erlaubt den zu empfangenden überblick, nicht aber einblick, gewährleistet wartenden wie rezeptionistin ob des großraums privatheit in der uneinsehbarkeit der sitzenden…

f
…»..sieht gar nicht aus wie beim zahnarzt..« sagen die patienten und sind erst mal beschäftigt mit den kräftigen farben, den ungewohnten möbeln – abgelenkt in jedem fall vom grund ihres besuches.

zahnarztpraxis, gilching
realisierung

> publikation bauwelt
> publikation handbuch arztpraxen

18Jun/98

006 wochenendhaus / weekend cottage riedmoos

auf einem ländlichen grundstück sollte ein kostengünstiges ein-raum-haus mit koch- ess- und schlafmöglichkeit in selbst montier- und demontierbarer bauweise errichtet werden.

»gewächshaus«, ready-made serienprodukt. rahmenkonstruktion aluminium, eloxiert. verglasung: einfachverglasung esg 5mm, ca 50 % genörpelt / 50 % spiegelglas. fussbodenbelag=konstruktion: lkw-bodenplatten, brettschichtholz, phenolharzbeschichtet. fundament: punktfundament als fertigfundament, beton-gehwegplatten bis auf frosttiefe. baugrube: in handarbeit selbst erstellt. stromversorgung: 12 v photovoltaik. kochen: propangas. heizen: holzofen, gusseisen

[photo: monika ribbe, münchen]

lp 1-8
bauherr: privat
bruttogrundfläche: 9 m2
baukosten: ca 2.500,– €