Category Archives: 01 praxis / practice

11Feb/11

094 baugemeinschaft wohnen & atelier

 

 

 

Ort Ackermannbogen München Gemarkung Schwabing
Geschichtlicher Hintergrund
Das bis dahin viehwirtschaftlich genutzte Oberwiesenfeld wurde 1794 einer militärischen Nutzung, unter anderem der eines »Artillerie-Experimentierplatz« zugeführt. Ein Flugefeld (nördlich des Biedersteiner Kanals) ergänzte von 1909 bis zu seinem Umzug 1939 nach Riem die ansässigen Waffengattungen. Der südliche Teil, das heutige Ackermannbogen-Areal, entwickelte sich vom Exerzierplatz zu einem Kasernengelände: Auf dem Bereich unseres WA4 wurde 1931/1932 die »Kradschützen-Kaserne« errichtet und nach 1945 von der US Army als »Indiana Depot« weitergenutzt. 1955 bezog die jüngst gegründete Bundeswehr das dann unter dem Namen »Stetten-Kaserne« firmierende Areal. Pläne der Bundeswehr einer Auflassung diesen Standortes waren Grundlage eines Stadtratsbeschlusses im Jahre 1992 welcher eine städtebauliche Entwicklungsmassnahme für den Ackermannbogen beschloss. Mit der Auflassung von Stetten- (1994) und Waldmannkaserne (1995) durch die Bundeswehr, lobte die Stadt München 1997 einen städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerb für das 385.000 m2 (38,5 ha) umfassende Areal aus. 1. Preis: Vogel [Architektur] Lex-Kerfers [Landschaft] Die Landeshauptstadt München erwarb das Grundstück im Jahre 2004, der bauliche Bestand der Stetten-Kaserne wurde 2006/2007 entfernt.

4. Bauabschnitt Der 4. Bauabschnitt umfasst eine Gesamtfläche von etwa 117.000 m2 mit einem Netto-Bauland von ca. 65.000 m2 und ca. 84.000 m2 Geschossfläche (Wohnen allgemein, Misch-Kerngebiet und Gemeinbedarf). Baugemeinschaften stehen gut ¼ der für Wohnen ausgewiesenen Fläche zur Verfügung. Der südliche Teil des als allgemeines Wohngebiet (WA) ausgeschriebenen Grundstücks WA4 [Flurstück-Nr. 472/521] ist von der Stadt München zu zwei gleichgrossen Teilen für die Bebauung durch Baugemeinschaften ausgeschrieben. Die Baugemeinschaft wohnen & atelier bewirbt sich um das Grundstück WA4 Süd-West.

Ausgangspunkt Hier das »Wohnen«, dort das »Arbeiten«! Was mit der Industrialisierung begann, das räumliche Abspalten und Entrücken der Funktion Wohnen von der Funktion Arbeiten, alsgleich argumentativ mit einem »saubereren« Wohnumfeld bzw. »besseren« Lebensbedingungen abseits des Arbeitsplatzes untermauert, hat zwar eine höhere Produktivität im Sinn, aber eine Mutation des Prinzips Familie sowie eine weitgehenden Aufgabe des Konzeptes von Gemeinschaft zur Folge. Lässt sich auch der resultierende Verlust geeigneten habitats für breite Segmente einer Gesellschaft an Geburtenziffer oder Zufriedenheitsindikatoren ablesen, werden ungebremst intakte oder potente Mischgebiete zu Wohnmonokulturen weiterentwickelt (z.Zt. z.B. das Westend).

Absicht In unserem Stadtbaustein soll, durchaus prototypisch, das traute Heim, als Antipode zur beschriebenen rauhen
Arbeitswelt, von einem sozialen Amalgam dieser scheinbaren Antagonisten abgelöst werden. Ein dezidiert differenziertes Angebot, vom explizit privaten Rückzugsraum abgestuft bis zur Allmend, erlaubt einer formellen (Bau-)Gemeinschaft ein informelles gemeinschaftliches Zusammenleben ein vielschichtiges soziales Umfeld. Die klare, soziale wie räumliche, Verortung des Individuums, in der Familie, in der (Bau-)Gemeinschaft, im Geviert, im Quartier, hat dann auch etwas mit einem (un-nationalistischen) Gefühl für Heimat zu tun und wird vom Gebäude nicht nur zur Stärkung der Identifikation abgebildet.

mit
bumann & schmidt, moderation/qualitätsmanagement
brigitte götschl, kostenplanung im hochbau
gls gemeinschaftsbank eg
cel landscape, freiraumplanung, münchen
lieb obermüller + partner, tragwerksplanung, münchen

mehr informationen unter: baugruppe-süd

[graphik index-bild: ralf bumann, münchen]
15Jan/11

101 büromöbel »meral«

meike und ralf, beide geografen und vielseitig in der bürgerbeteiligung engagiert, haben uns beauftragt, ein büromöbel für ihren kompakten arbeitsplatz zu entwickeln. enstanden sind zwei unterschiedliche seiten mit gemeinsamen wurzeln. the demanded furniture-unit for the compact twin-office was separated into two individual characters: the volumes of the fat, deep, oiled, black (storage-)boxes and the double-sided-linoleum-coated flying slabs.

zuerst als einteilige, gleiche regalkörper angedacht, hat sich schnell eine asymmetrie eingestellt.


auch hat sich der obere teil vom unteren teil gelöst. die boxen aus schwazem mdf, das gölt und gewachst ist, stehen mit ihren vollauszügen fest auf dem fischgrät des altbaus.


nach oben hin machen sich die gedanken frei. auf tischlerplatten aufgezogen sind zwei verschiedenfarbige desktop beläge (salsa und cornflower). meike hat blau nach oben gelegt, somit sieht am rot von unten, ralf umgekehrt.


45° gefast kann man den sandwich-aufbau gut sehen.

15Dez/10

100 ausbau dachgeschoss

aufgabe
vorentwurf zum umbau and ausbau des daches eines 4-geschossigen mehrfamilienhauses in eine wohnung mit teilungsoption in zwei einheite. zur wohnraumversorgung für staatsbedinstete (evtl. professoren). der bestehende einbau steht zur disposition. untersuchung zur installation eines aufzuges.

ort
barerstraße, münchen-maxvorstadt

bauherrin / verwaltung
stadibau – gesellschaft für den staatsb staatsbediensteten wohnungsbau in bayern mbh

situation
das anwesen liegt inerhalb des rechtwinkligen straßenrasters der maxvorstadt. barerstraße, karlstraße, katharina-von-bora-straße (ehemals meiserstraße), briennerstraße und der süd-westliche teil des karolinenplatzes spannen das straßengeviert auf.

städtebau historisch
die maxvorstadt, war die erste großmaßstäblich geplante stadterweiterung münchens, welche die stadt von der residenz aus, in richtung nymphenburger schloß öffnete. im umfeld des karolinenplatzes lässt sich der ursprüngliche charakter, der offenen bauweise noch erahnen. im nationalsozialismus veränderte sich das von großbürgerlichen villen geprägte stadtgebiet um den königsplatz und den karolinenplatz zur machtzentrale der nsdap. »1939 gehörten der nsdap hier 56 gebäude, im jahr 1942 waren es bereits 68, in welchen ihre verschiedenen einrichtungen untergebracht und zeitweise 6.000 menschen beschäftigt waren.

anwesen, lage/historisch

das ursprüngliche hotel »marienbad« bestand aus drei hauptgebäuden, die sich von der barerstraße aus in richtung, damalige arcisstraße erstreckten. 1934 diente das hotel als sitz der »obersten sa-führung« und war somit dienstsitz von ernst röhm. nach dem krieg wurde das grundstück treuhänderisch von der stadt münchen verwaltet, bis es eigentum des bayerischen staates wurde. der direkt an der barerstraße befindliche baukörper war anscheinend kriegsbeschädigt und wurde abgerissen. die beiden »gartenhäuser« zeugen noch vom ehemaligen hotel.

konzept

parallelen zu palladios »villa rotonda« (1566–1570, vicenza) sind uns beim entwerfen sehr schnell aufgefallen.
die besondere lage des hauses, im zentrum des straßengevierts der maxvorstadt, das nach norden von den solitären des amerikahauses, des »troostbaus« und altem baumestand geprägt ist, nach süden hin mit seiner geschlossenen randbebauung den übergang in richtung innenstadt dasrstellt, nehmen wir in unserem entwurf auf und überhöhen diese spezifizität des ortes.
wir öffnen das dach nach allen vier seiten, was auch die ursprüngliche idee des architekten max ostenrieder war (aber nur im 1. gartenhaus vollständig umgesetzt wurde).
hier, an der stelle der beiden sog. gartenhäusern des ehemaligen hotel marienbad ist der block noch durchlässig und durchgrünt. diese schnittstelle, dieses »in der mitte sein«, ermöglicht die ausblicke in die vier verschiedenen himmelsrichtungen, hier in der maxvorstadt (anders als in vicenza) sogar auch noch verbunden mit den ausblicken, auf die sehr unterschiedlichen nachbarn, die mit den benachbarten häusern und stadträumen verbundene unterschiedliche(n) geschichte(n).

durch raum und konstruktion wird die durchgesteckte nord-süd und ost-west orientierung zum zentralen thema der neuen wohnung/en

die gebäudestruktur des ehemaligen hotels, dessen überbreit-satten dreimeter-flur, aufnehmend, wird im ersten dachgeschoß der »flur« zum hauptraum, zum monospace. dieser nord-süd durchgesteckte raum ist vielfältig bespielbar. er ist wohnzimmer und verteiler zugleich, kommunikationsraum und kontemplationsraum. er bietet platz für eine lange tafel, kann atelier, bibliothek oder empfangsraum sein. nach norden sieht man den obelisk am karolinenplatz, richtung süden öffnet sich der raum, über eine terrasse, der sonne.

vom diesem hauptraum, mit einer höhe von 2,60m, erschließt man alle anderen, teils doppelt so hohen, das 45 grad dachvolumen nachzeichnenden räume. quer über der ersten durchgesteckten ebene liegt ein zweiter monospace. der blick ist hier ost-west-orientiert das übereinanderstapeln der ebenen, die asymetrien, die materialien, die lage usw. all das unterscheidet den neuen dachausbau dann doch von der »villa rotonda, dennoch bleiben für uns parallelen im sinne einer kreativen fortführung von tradition und bewährten werten erhalten.

GesamtHöhe:
5,50 m
Grundfläche:

17,90 m x 14,75 m

Brochure

[download; 2MB]

15Jun/10

040 handbuch arztpraxen

unsere zahnarztpraxis in gilching ist in dieses handbuch/planungshilfe aufgenommen worden:

Dörte Becker / Philipp Meuser Arztpraxen Handbuch und Planungshilfe
240 x 300 mm · 400 Seiten · über 350 Abbildungen · Hardcover mit Gummiband
DOM Publishers/Berlin
deutsche Ausgabe 978-3-938666-26-5
englische Ausgabe 978-3-938666-54-8

+++ das handbuch ist momentan (okt 2013) leider vergiffen, soll aber 2014 neu aufgelegt werden +++

01Okt/09

GHP »Adas Kisten
« Skulptur im Außenbereich [günther hacker panick]

Adas Kisten


I. Gedankengang
Ein schmaler Gang bildet den Zugang zur CAVE: ein »Geheimgang«, nicht sichtbar von Außen, nur erfahrbar im Durchschreiten, der objektivierende, distanzierende Blick von Außen ist  nicht möglich. Ein »Geburtskanal«, der sich weitet zur Visualisierung der Welt. Was auch immer in der CAVE visualisiert werden wird – es sind Modelle.
Das ist unser Ausgangspunkt.

Unser Ziel ist nicht, diesen Gang  zu schmücken oder ihn  in Frage zu stellen. Dieser Gang wird weder auf- noch abgewertet. Er ist ein Faktum, von dem wir ausgehen und mit dem wir umgehen. Wir gehen damit um als Bildhauer (oder zumindest auf eine bildhauerische Art und Weise), nicht als Informatiker oder Architekten. Das heißt wir gehen um mit Volumen, Masse und dem Material in seiner  Stofflichkeit, aus der sich eine bestimmte Oberfläche ergibt.
Der Innenraum des Ganges wird losgelöst von seiner Funktion, objektiviert, sein Volumen wird verfestigt und ans Tageslicht gebracht. Der Raum, der für den Betrachter nur im Hindurchgehen existiert, erscheint im  1:1 Modell als Körper im Außenraum und  ist  nun von Außen  zu betrachten.
Allerdings wird dieses Modell gedreht, wie im Computer einfach in eine andere Position gebracht, auf den Kopf gestellt und in Einzelteile zerteilt. Die ursprüngliche Anordnung dieser Einzelteile ist aufgehoben und gehorcht neuen Gesetzen. Aus dem funktionalen Volumen wird eine autonome Skulptur.
Die Skulptur ist die Materialisierung des Zuganges zu dem Ort, an dem Erwartung in Erfüllung gehen soll, in Erfüllung gegangen ist / nicht gegangen ist.

Sie ist Ada Lovelace gewidmet (1815-1852), die als Mitarbeiterin von Charles Babbage aufgrund ihrer schriftlichen Kommentare zur mechanischen Rechenmaschine »Analytical Engine«, in der sie einen Plan vorlegte zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen, als die erste Programmiererin gilt.

II. Alles in immer kleinere Einheiten zerlegen – alles aus kleinen Einheiten aufbauen.
Und ganz wichtig: Der Perspektivwechsel!
Die meisten Dinge lassen sich von vielen Seiten aus betrachten und sehen jeweils  ganz anders aus: Winkel verschieben sich, aus Innenraum wird Außenraum, negativ wird positiv.
Abgesehen davon wollen wir einen Innenhof, der gegliedert wird, der einen Schwerpunkt erhält und ein Gesicht nach Außen hat. Die Skulptur schafft eine Verbindung von unten nach oben, vom Innenraum zum Außenraum, vom Institutsgelände zum Campus. Vom Straßenraum nordöstlich  des Gebäudes führt die Skulptur in den Innenhof.

Das nicht vorher gesehene
•    Der zeitliche Abstand
•    Der Perspektivwechsel
•    Der Status Quo
•    Der emotionale Abstand

Das virtuell so »leicht« Revidierbare
Wenn es da ist – da ist, wie es ist, wie es gemacht ist.

Der Wissenschaftler, was denkt er im Gang, auf dem Weg zur Arbeit ?

III. »Beziehungskiste«
Der Blick vom öffentlich zugänglichen Eingangsbereich des Instituts in den Innenhof und hinüber zur CAVE visualisiert auf subtile Art den möglichen Zugangsweg, fernab aller Leitsysteme im Altbau. Diese Ansicht lenkt die Aufmerksamkeit Richtung CAVE, auch wenn dem auswärtigen Besucher der konzeptuelle Zusammenhang nicht sofort klar sein wird. Bei den Nutzern des Gebäudes wird dieser Zusammenhang jedoch in einer Art mündlichen Historie fest verankert  und immer wieder kommuniziert werden.
Im Innenhof vermittelt die Skulptur in ihren Dimensionen zwischen der  Körpergröße des Betrachters und der  Architektur.  Das Spiel mit der subtilen Abweichung von der Senkrechten und der Waagrechten,  mit unterschiedlichen Höhen,  Drehungen, Winkeln wird  eine  eigene Wirkung  im Innenhof entfalten. »Deckel« (am kleinen Lichthof) und »Kiste« beziehen sich durch gleiche Grundflächen aufeinander.
Der Farbkontrast zur orange-roten Wand des Hörsaaltraktes und der Oberflächenkontrast zur filigran gestalteten Sichtbetonoberfläche der CAVE, baut auch in den Oberflächen eine spannende Beziehung auf.
Ganz anders, als aus dem Innenhof ist der Blick aus den oberen Etagen: Hier wird  deutlich, dass der von unten so hermetisch erscheinende Block doch auch wieder nur ein Hohlraum ist. Ein Innenraum  umgrenzt von einer Mauer. Wer baut das Modell dieses Raumes?

IV.  Material und Herstellungsprozess
Die Skulptur besteht aus 4 Einzelteilen. Sie werden vor Ort verklebt aus Blöcken von Basaltlava. Das Material »Basaltlava« nimmt in Erscheinung und Entstehung Bezug auf den zur Isolierung der CAVE und des Zuganges verwendeten Glasschaum. Basaltlava ist  ein (in der optischen Erscheinung der Oberfläche) natürliches Äquivalent des durch Aufschäumen von Glas mit CO2 hergestellten Werkstoffes Glasschaum. Sowohl die Farbe, als auch  die durch unzählige Gasbläschen gebildeten Poren stellen eine  Korrespondenz der beiden Materialien her. Das Fugenbild nimmt in jedem Einzelteil der Skulptur Bezug auf ihre geometrische Herleitung, verstärkt das Spiel mit den  schiefen Winkeln und bringt die Strenge der Geometrie ins Wanken.

Kunstwettbewerb
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Erweiterung des Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) zum Zentrum für Supercomputing (ZfS)

[lageplan]

[schnitt-ansicht süd]

[schnitt-ansicht west]

Verfasser
Günther Hacker Panick

Martina Günther, Architekin Stadtplanerin
Nausikaa Hacker, Bildhauerin
Ulrich Panick, Bildhauer

Seit 1997 arbeiten wir als interdisziplinäre Gruppe von (zunächst drei, seit 2010 zwei) bildenden Künstlern und einer Architektin an Projekten für den öffentlichen Raum.

15Jul/09

095 insupoo

you want to live in a natural environment.
you want to minimize your carbon footprint.
you want to make the world a better place.
you want to »love all children of all species for all time«.
you want insupoo!

thermo-insulative internal wall coating · post-consumer grass · 100% sustainable

insupoo is based by 98% on regionally sourced post-consumer grass: sheep-manure: a single sheep produces about 1.5 l manure a day which is manually collected off pastures, then matured, blended and inoculated to be delivered on site.

insupoo is highly thermal insulative.
insupoo is humidity balancing.
insupoo is selfcuring.
insupoo could be applied manually or machined.
insupoo has close to zero energy embodied.
insupoo is obesity depreciating.
insupoo could be deployed to pastures after need.

insupoo could be applied to a large variety of massive external wall constructions, [a] be it exposed masonry, rendered blockwork, prefabricated concrete… there are nearly no limits. to ensure a longlasting compound as well as an uninterrupted transportway for air moisture especially on slick backgrounds, a straw-mat [b], could be fixed to the wall. without no need for no studs, subconstructions or primers, insupoo is now sprayed or thrown on the wallface [c]. the baselayer is not only larger grained then the top coat, but also inhabits an average of 200 to 220 hard working oligochaetii per squaremeter insupoo: for ±7 days, these little helpers make their way throughout the insupoo. Bequeathing you an miraculous mace of neverending cavities. and fantastic insulative performance.

the top coat [d] is elastified with an emulsion of carnaubawax, making it easy to level out whilst controlling humidity migration. you can then add whatever finish you want: mineral paint, wallpaper, oil or even an additional layer of chromatized wax to save you the tiling.

for more information, get yourself the brochure [pdf]

18Jun/09

093 windfang / lobby

gegenstand
die ag beabsichtigen an ihr bestehendes wohngebäude einen ungedämmten windfang anzuhängen.
die konstruktion des korpus soll in wasserfest verleimtem furnierschichtholz ausgeführt werden.
die konstruktion ist gleichzeitig die bewitterte außenfassade.
ein leichtes dach schützt vor direkter bewitterung des korpus.
die glas-fassade besteht aus einem feststehenden und einem schiebeelement.

ort
das bv befindet sich in 81477 münchen, obersendling-thalkirchen

bestand
zweigeschossiger mauerwerksbau
baujahr ca. 1935, verputzt
sockel beton, verputzt
im zuge der energetischen sanierung des kellers erhält der sockel eine außendämmung
dimension
außenmaße korpus, ca. 3,70 m x 1,40 m x 2,40 m [lxbxh]


material
kerto-Q 04/16, 90 mm, kesseldruckimprägmiert
ausgewähltes furnier; beidseitig geschliffen

development

in the early stage of development, we intended to create a semi-monocoque construction in welded aluminium, integrating shelfing, lighting, the sliding-door track system etc.
the construction does not have any foundation, it is to be constructed as a stiff box, invisibly suspended from its host.

due to approvement issues with aluminium as load-bearing material, and the budget-exceeding costs of this process, the design was continued in wood.

the set of stairs is standing independently in front of this completely foundationless structure.

it was delivered prefabricated in one piece & in one hour, only requiering for a little preparation upfront and the attachment of the sliding elements consecutively.

even though the material would have allowed for a completely unprotected fully horizontal roof, we added in agreement with the client a light and replaceable pitched roof.

Korpus
Kerto Q 04/16 d=100mm; kesseldruckimprägniert, ausgewähltes Furnier, beidseitig geschliffen
Verbindung Holz-Holz
Appeldübel (Einlassdübel) d=65 mm; 4 Simplexverbinder M12, l=ca. 200 mm
Verbindung Holz-Mauerwerk
oben: lineare Aufhängung: L-Winkel, 120/80/10 mm, 16x Hilti hit HY 70, Klebeverfahren, Gewindestange M12 Edelstahl
unten: 4x Stahlwinkel, Sonderanfertigung, verzinkt
Glaselemente
ESG 10 mm rahmenlos

tragwerk: andreas wild, münchen
holzbau: stenger holzbau, kraiburg

 

18Mai/09

092 erweiterung atelier simbach

Versetzen eines 20 Jahre alten Wintergartens von München nach Simbach am Inn

_Cradle to Cradle
_Recyling 100%
_Bewahren und Verändern statt Abbruch

Gleichzeitig zu unserem Auftrag, einen Wintergarten an ein bestehendes Wohn-&Atelierhaus in Niederbayern anzubauen, hatte das Büro Winter und Winter den Auftrag, einen Wintergarten, der in der 90 er Jahren an ein Wohnhaus in Nymphenburg angebaut wurde, abzubrechen und zu entsorgen. Dieser Umstand war zuerst nur witzig, aber bald war klar, Dimesion und Substanz des Bestandes (vermutlich vom Büro Meyer-Sternberg) kommt für unser Vorhaben in Simbach in Frage. Nach einem Ortstermin mit unserem Bauherren im Abbruchwintergarten steht fest: der Wintergarten wird mobli: München goes Simbach. Unser Bauherr, ein Bildhauer, der in München wohnt, sein Atelier aber in Simbach hat, nimmt sich ein Stück Stadt mit aufs Land, ein Stück München nach Simbach.

Paradigmenwechsel = Umbruch
Das Versetzen des Wintergarten von München nach Simbach ist für uns ein programmatisches Projekt: 100% Recyling. In der Architektur muß es einen Paradigmenwechsel geben. Um Identität zu erhalten oder herzustellen und Ressourcen zu schonen, sollte die fast unerschöpfliche Planungs,- Kommunikations- und Denkleistung zur der unser Berufstand fähig ist, ausgeschöpft werden.

Der bestehende Wintergarten, eine Stahl-Glas-Konstruktion, wurde, obwohl nicht dafür vorgesehen, in Teile zerlegt und in einem Sprinter ins Zwischenlager, die Werkstatt, in der er umgebaut wird, zwischengelagert. Nach dem Umbau wird er um eine Achse kürzer sein, zwei neue Schiebetüren besitzen und eine maßgeschneiderte Aufhängung. Die Änderungen werden ablesbar sein, jedoch das Wesen des Bestandes erhalten bleiben. Am 11. Mai wurde der in Teile zerlegte Wintergarten in einem Sprinter von München nach Simbach transportiert und vor Ort zusammengeschweißt.

Bauherr: privat
Mitarbeit: Dipl.-Ing. (Univ.) Paul Argyropoulos
Tragwerksplanung: Dipl.-Ing. (Univ.) Andreas Wild
Metallarbeiten: (Aufbau und Abbau) Manufakt, Werkstatt für Metallgestaltung, Andreas Dehnke
Fundamentarbeiten: Firma Hutterer, Kirchdorf, Niederbayern

the hero of this little tale, a glasshouse [one of the firtsborns of herbert meyer sternberg], joined a nymphenburgian villa (*) to live a symbiotic and happy life. their relationship lasted several decades, until only recently the villa’s emotions changed, and she wanted to get rid of her longterm loyal lover.
our heroe was bound for the tip, calls for tender to have him demolished were sent out already…

instead of being brutally smashed & trashed [like klenzes post], we carefully dismantled him and translocated his strong and vital bones to simbach/inn, where we knew, a  young and very attractive partner was yearning for someone like him for years, dreaming of someone to add to her single-pitch roof, to …
or to say it with nick cave: »Go! Go-o-o! From her to eternity!«

18Apr/09

090 ausbau bauwagen

bauwagen :: bautagebuch

konzept
jan frägt dauernd nach einem konzept; was soll da eigentlich rein.
wenn ich drin bin, ist das total spannend:
die geräusche das licht-meine gedanken laufen sofort auf hochtouren;
ich bin sofort hellwach;
gefundener ort, erst mal den ort vestehen-das dauert.

konzept
martina raum- endlich mal nicht funktionieren, sondern so sein, wie es mir spontan in den sinn kommt;
minimale interventionen, diese sofort zurück nehmen; viele gedanken;
gefundenes einbinden; nicht wegwerfen; im gegenteil; alle einbauen, alles was anfällt:
heute hat mich im baumarkt ein spitzer fasziniert;
ein großer roter spitzer mit dem man zimmermanns bleistifte spitzen kann;
rot und großer, leider “made in china”;
gestern habe ich in der SZ eine überschrift gelesen, 2.000 kinder in china leiden unter schwermetallvergiftung; das wäre aber nur die spitze des eisberges;
ich denke an cradle to cradle und kaufe das tolle teil nicht.

1.arbeitstag
18.08.09
wo-ist der anfang;
ich nehme mir die wellpappen aus den papiercontainern

2.arbeitstag
sikkens: G9.27.84
»post-it yellow« so ist die küche in niederarnbach;
farben klotz hat uns eine probe gemischt.
die war noch ungeöffnet?!
ich habe die dose gefunden; im schuppen gehen die farben kaputt-
ich muß da was tun.

dazwischen:
ug-engelmann, ein ofen steht da ewig im treppenhaus

ich denke:
ich muß eine doku machen-fotos.

was soll rein?
musterwagen, schalafwagen

wozu das ganze:
um daran denken zu können; neue wege zu gehen; denkanlass;
großbild/großskulptur,
gerne würde ich es so formen;ganz aus mir heraus;
mein raum; stolz sitze ich davor; mein raum; mein haus;
ich muß an louise bourgeois denken;
den raum, den ich vor 17 jahren auf der dokumenta betreten habe;
ein raum, ganz von ihr durchdrungen;
gerne würde ich einen raum für meine mutter machen, alle ihr stricksachen, die sie für paul gemacht hat aufhängen;

konzept
jeden tag ein bischen

30. august
zwingen abgenommen; fenster schließen wieder;
ein wenig auf dem vorhandenen styropor rumgesessen

31. august
auf dem bahndeckel gibt es riesoge mengen sytropr,
abfall von irgendwelchen bergbauarbeiten;
(kunst am bau??)
hab ein teil rangeschleppt;
vielelicht wirds ja doch noch was mit jans geformten raum;
film gekauft;

01Feb/09

089 professorenhäuser

studentenstadt münchen
die größte studentische wohnanlage deutschlands wurde von den Architekten ernst maria lang und sepp pogadl nach einem gewonnen wettbewerb realisiert. mit der städtebaulichen typologie trug man der nähe zum englischen garten und der lage an der isarhangkante mit der idee des durchfließenden landschaftsraumes rechnung. im landschaftsraum der isar gelegen war eine befreiung von den bestimmungen der landschaftsschutzverordnung nötig. die anlage sollte nach dem vorbild der cité universitaire in paris auch die idee einer internationalen stadt wiederspiegeln.

die studentenstadt, deren träger das studentenwerk münchen ist, war ursprünglich für 5.000 studierende vorgesehen. heute leben ca. 2.500 menschen in 14 häusern. in mehren bauphasen wurde die studentenstadt von 1961 bis 1977 errichtet. die »altstadt« befindet sich auf der tiefer gelegenen landschaftsterrasse, die »neustadt« auf der etwa 2,50 m höher gelegen topografie.
die studentenstadt war nicht nur in ihrer städtebaulichen ausformulierung von der ideen einer »modernen« stadt geprägt. auch das akademische zusammenleben sollte neue wege beschreiten. das zusammenleben der studierenden in wohngruppen und hausgemeinschaften, die anlage eines zentralen platzes mit gemeinschaftlichen funktionen und auch die unterbringung von professoren und ihren familien inmitten des studentischen wohnens waren konzeptionelle ideen, den universitäts-/campusgedanken auf das wohnen zu übertragen: die professoren sollten ansprechbar sein, ein öffentlicher anteil im wohnhaus, das arbeitszimmer mit bibliothek, zeugt davon.

die terrasse ist der studentenstadt einziger punkt, an dem der durch die isar-hangkante entstandenen höhensprung von gut 2 m deutlich herausgearbeitet ist; in der namensgerecht sonst recht flachen münchner schotterebene ist ein solcher höhensprung schon bemerkenswert. die ursprüngliche wegeführung gab den professoren-/atelier-häusern eine privatheit in mitten des durchfließenden grünraumes. der gekappte durchweg hinterläßt eine terrasse, welche abgekoppelt von der ursprünglichen idee des belebten treffpunktes allenfalls noch privat genutzt wird.


[links: derzeitige situation; rechts: vorschlag g&s]

das potenzial des öffentlichen raumes, des durchfließenden, besiedelten parkes ist unserer meinung nach nicht in vollem umfang genutzt: ortsbezogene themen die da lauten könnten »wohnen im park«, akzentuierung der hangkante« oder »übergang zum englischen garten und zur isar« warten noch auf eine klärende (wieder-)bespielung

aufgabe

modernisierung, umbau und anpassung der 3 professoren-häuser an die nutzung als zeitlich begrenztes professoren/familienwohnen. neuberufene professorinnen und professoren, die aus anderen ländern/städten kommen werden künftig die möglichkeit haben, mit ihren familien die häuser zu beziehen, um von einem familiengerechten wohnsitz aus ihre hochschularbeit aufnehmen zu können und sich eine dauerhafte wohnsituation zu schaffen. die bestehenden häuser sind mit ihrer attraktiven lage am englischen garten, nahe der u-bahn und mit ihrem großzügigen räumlichen angebot dazu überaus geeignet. das studentwerk hat derzeit keinerlei angebot für professoren und deren familien. nach 40 jahren ist eine räumliche adaption sicher genauso nötig, wie die beseitigung baulicher, bauphysikalischer, haustechnischer und energetischer defizite.


[baulicher bestand mit defiziten]

ziel
unser ziel ist es, die vorhandenen potentiale der gebäude freizulegen, den bestand klärend zu erhalten, aber auch neu zu interpretieren. die teilweise überformten ursprünglichen städtebaulichen, räumlichen, architektonischen ideen respektieren, ihre lesbarkeit nicht weiter zerstören, sie vielmehr präzisierend einer heutigen nutzung anpassen. im sinne einer kreativen und kritischen denkmalpflege, auch wenn die häuser nicht unter denkmalschutz stehen.
hohe flexibilität mit ausklinkbaren und schaltbaren einheiten für eine weitere generationen. das haus muss in seiner rolle als aneigenbares mietobjekt in ausstattung und benutzbarkeit schlicht und robust sein; berücksichtigung von barrierefreier nutzung des hauses.

[variante: »aufgeräumt«]

[variante: »umgeräumt«]

integrierte lösungen gerade im bereich der energieeffizienz: wir wollen keine addierten technischen apparaturen, sondern eine intelligente lösung, die auf die vorhandene problemstellung reagiert: der problematik der wärmebrücken begegnen wir im entwurflichen ansatz, mit einer einhüllung des gesamten hauses, nicht durch bautechnische einzelmassnahmen wie betonschneiden und isokörbe. der dämmenden hülle wird dann auch noch gleich die aufgabe des einsammelns solar-thermischer energie zu teil.

zugang & fahrradparkieren

die thermischen problemzonen der professorenhäuser, die auskragenden betonbauteile des zugangsbereiches werden in ihrer schwierigen bekleidbarkeit mit wärmedämmung nicht eng eingepackt sondern grosszügig eingehaust. der nun trockene vorraum mit zwischenklima gibt raum zum fahrradlagern & -reparieren, zum blumenüberwintern, zum basteln, zum wertstoffsammeln, zum holzspalten und -lagern.

hinauf & hinab
die richtungsneutralität wird zugunsten einer wertenden differenziert dimensionierten vertikalen erschliessung aufgegeben: eine breite massive treppe welche ein paar stufen die isar-hangkante hinab zum eher öffentlichen wohnen führt und eine sportlich-schlanke holzstiege zu den privatzimmern.

wohnen & garten
unter beibehaltung der architektursprache des bestandes bleibt die eg-fassade eingezogen, die og-ansicht in bandform obwohl die einstmaligen kühlrippen balkon und die sich freilaufenden schotten nunmher mit einer belüftbaren, transluzenten haut thermisch bekleidet sind. die bekleidung respektiert das bestehende gebäude, läßt es durchscheinen, signalisiert aber auch eine neue zeit und macht sich auch und nebenbei um solare energieeinträge verdient. das wohnzimmer ist nunmehr raumhoch verglast, öffnet sich maximal zum garten, der sonne entgegen. das obergeschoss erweitert sich um den balkon.

umbau für studentische wohnnutzung (alternative planung):

[variante: »studentisches wohnen«]

die privatzimmer der studentinnen und studenten sind mit »magazinwänden« voneinander separiert. anstelle von leichten trennwänden zzgl. mobiliar vereinigen diese anforderungsprofilgerecht lagermöbel, installationswand, akkustische & optische trennung. die voll aufgeglaste & öffenbare südfassade ist mit justierbarem aussenliegendem sonnenschutz vor übermässigem solaren energieeintrag protegierbar. die »innere fassade« zwischen privaten zimmern und gemeinschaftsflächen ist in transluzentem werkstoff ausgeführt. dies ist nicht nur der belichtung und durchleuchtung der gemeinschaftsflächen zuträglich sondern erleichtert und initiiert viel mehr mit ihrer kommunikationsfläche den kurzen aber umso knackigeren lebensabschnitt in einer offenen wohngemeischaft.

die gemeinschaftliche wohnküche bespielt den wohl stärksten raum der professorenhäuser: das vormalige atelier. das wunderbare potential diesen ein-einhalb-geschossigen raumes, die zonierung von grosser offenheit bis zu starkem rückzug bleibt erleb- und bespielbar, wird sogar noch mit dem öffnen des fensters zu einer fenstertür einerseits und privatisierenden einbauten andererseits radikalisiert. ein prolongierbarer »tisch-on-demand« gibt lonern, frühstückspaaren, haussitzungen und gelagen ihren jeweils angemessenen/erforderlichen platz.

flächen und raum-inhalte [je haus] nach DIN 277
[nach umbau (incl. windfang und wärmedämmung, +25 cm)]

WE    1
WF wohnfläche    140 m2
BF bebaute fläche    145 m2
BGF bruttogrundfläche    290 m2
BRI bruttorauminhalt    860 m3

mit
brigitte götschl [kostenplanung]

15Okt/08

086 lagermöbelsystem 16mm

we were approached by a client in late 2008. we are asked to develop a shelf-system which can store and display small to big objects [cd’s, books, lp’s, …]. we extended this task from the living room only to kitchen and bedroom, and added a kitchenette as well as a wardrobe to the storage-furniture-system.
first desig:  partly made by honeycomb-cardboard-sandwich-panels and folded sheet-metal. basic idea of the use of loadbearing 16mm fatback is used in  finished »stand-alone« product series.

variations of the »built-in« division of the 16mm series: clothing cabinet either (shamefully) boxed into a drywall-closed alcove, or left open, behind a »censored« bar.

the first prototypes were produced in late 2009 in a small variety of types:  shelves & cupboards.
the shelves [as well as the cupboards] were only 16mm thick.


[all photos: monika ribbe, münchen]
24Jul/08

084 pappatelier econtainer

transportables modulares büro/show/wohnraumsystem leichtbau aus recyclierten bzw. cyclus-fähigen hohlkammermaterialien · äusserst niederpreisig in herstellung & unterhalt · montage: 2 pers., 3 stunden · bis ca. 25 qm komplett transportabel in mb sprinter

econtainer, design proposal mobile, lightweight, easy to assemble, fully recyclable office- and tradefair room-construction-system from honeycombcardboard and hollowcore polycarbonate-boards. fully thermally insulated, services, seating & storage within bottom-box. discontinued due to lack of funding.

18Apr/08

081 umnutzung porzellanwerke

in dem interdiziplinären ideen und realisierungswettbewerb wurde nach einem revitalisierungskonzept für die beiden ehemaligen winterling – porzellanwerke in schwarzenbach und kirchenlamitz in der region hochfranken/oberfranken in nord-bayern gefragt. eine neue nutzung, die passenden bauliche maßnahmen incl. marketing und ökonomische entwicklungsstretegien sollten entwickelt und dargestellt werden.

[schwarzpläne kirchenlamitz und schwarzenbach]

identität und geschichte der gebäude
es gibt in hochfranken, oberfranken, an der ehemaligen zonen grenze, in selb, in weiden, sehr viele, von diesen hochverdichteten gebäuden, die über 100 jahre einen wachstumsprozess in der gleichen logik erfahren haben. die porzellanproduktion, die günstige standtortfaktoren vorfand, ist nun abgewandert und hat uns faszinierende typologien, zeitzeugen von beeindruckender dichte hinterlassen.

[baugeschichte kirchenlamitz]

die komplexität und kompaktheit der anlagen macht die entstehungsgeschichte, das schrittweise/kontinuierliche wachsen des gesamtgebäudes über die dekaden, ablesbar. ein fundus von industrie, bau- und kulturgeschichte. das aufeinandertreffen und »vernetzen« von unterschiedlichen gebäudetypologien zu einem unverwechselbaren ganzen gilt es in seiner einzigartigkeit zu erhalten. wachstumsringe/jahresringe/zwiebelschalen.

[schrägluftbilder, kirchenlamitz, schwarzenbach]

konzept »zugänglichkeit« / lesbarkeit der schichten
unser konzept ist es, die topografisch bedingten standortspezifika der beiden ehemaligen winterling porzellanwerke in kirchenlamitz und schwarzenbach heruaszuarbeiten und die endogenen potentiale durch homöopathische bauliche eingriffe zu aktivieren. die zweieiigen zwillinge sollten in ihrer jeweiligen persönlichkeit unterstützung erfahren. beide eingriffe sind sich in einer weise ählich. der fokus liegt in der baulichen öffnung der beiden megastrukturen, die jeweils durch einen präzisen, chirurgischen schnitt erfolgen.
über eine neue erschließungsschiene wird in beiden gebäuden eine zugänglichkeit, eine hinwendung zum öffentlichen raum erreicht. nach einer öffnung, und strukturierung der baumassen ist eine flexible nutzung der gebäude möglich. ob kraftwerk für neue energien, start up center für umliegendenn schulen und hochschulen oder freizeitnutzung. am anfang jeder baumaßnahme muß eine zugänglichkeit gewährleistet sein. (vgl. neue siedlungsgebiete)
die neue, zukunftsfähige nutzung und die baulichen eingriffe machen die wachstumsringe des gebäudes erst (und wieder) ablesbar.

[schrägluftbild schwarzenbach, bestand]

[schrägluftbild schwarzenbach, konzept]

porzellanwerk schwarzenbach
das werk in schwarzenbach liegt in der saale aue, am ortseingang von schwarzenbach. mit dem generationengarten ist bereits von der stadt schwarzenbach ein zeichen gesetzt worden, das thema der landschaftlichkeit, angrenzend an den urbanen raum aufzugreifen.

erschließungs- und raumkonzept / architektonische und bauliche interventionen
der vorgefundene landschaftliche aspekt des ortes setzt sich in dem ehemaligen porzellanwerk fort. die mittlere, in nord-süd richtung verlaufende gebäudespur des werkes wird herausgebrochen und durch eine rampe ersetzt. diese chirurgische maßnahme ermöglicht die erschließung und belichtung des gebäudekonglomerates. gleichzeitig entsteht ein qualitätsvoller außenraum inmitten der megastruktur, der als öffentlich zugänglicher weg teil der stadt schwarzenbach wird und urbane funktionen erfüllt. die rampe überwindet ca. 5m und erschließt und vernetzt auf ihrem weg die unterschiedlichen niveaus und funktionen des gebäudes mit sich selbst, der stadt, der landschaft und der region. das gebäude ist nun begehbar.

[modell schwarzenbach]

[lageplan schwarzenbach]

[perspektive landschaftszunge schwarzenbach]

porzellanwerk kirchenlamitz
die stärken, potentiale des winterling werkes in kirchenlamitz, das oberhalb der hangstufe des lamitztals liegt, ist seine kirchenlamitz: beeindruckende und identitätsstiftend fernwirkung.
das wandgemälde in der ehemaligen kantine zeigt diese ansicht. dieses »endogene potential« der fernwirkung soll aufgenommen und durch die überwölbung/überhöhung des neuentstandenen atriums unterstrichen werden. ein signal, das für alle weithin sichtbar ist, daß das werk wieder belebt ist.

erschließungs- und raumkonzept / architektonische und bauliche interventionen
implementierung einer strukturierenden erschließungs,- organisations- und raumschiene, die die unterschiedlichen höhenlagen durch das innere des gebäudekomplexes hindurch verbindet. bauliche interventionen finden konzentriert innerhalb dieser zone statt. hier ist der fokus.
der nord-süd durchstich/durchblick/durchgang gewährt zugang /eröffnet neue zusammenhänge, vernetzt die bestehenden gebäude. ist archäologischer/geologischer schnitt durch schichten und zeiten. der niveauunterschied von ca. 5 m geschoß in nord-süd-richtung wird, räumlich inszeniert, bespielt. die topographische lage wird im haus erlebbar. eine orientierung ist nun möglich. der bisher schwer zugängliche komplex öffnet sich.
die zentrale achse vernetzt verschiedene funktionen, auf verschiedenen geschoßen erschließt sich die ofenhalle, ist raumschiene für zentrale nutzungen/medienführung/seviceeinheiten für das ganze haus.

[modell kirchenlamitz]

[lageplan kirchenlamitz]

[axonometrie durchstich kirchenlamitz]

mit
prof. dr. ingrid krau
sonja rube

mitarbeit
ekin özdil
simon schuster

16Dez/07

079 moll-areal neuperlach

Wir haben einen Stadteingang für München, aber auch einen Stadteingang für Neuperlach, dieser Stadt in der Stadt, an der Stadt, geschaffen. Das Thema ist das Thema dieser ganzen sog. Entlastungsstadt. Das Thema ist das Grün, das Thema ist die Landschaft, die einer Welle gleich sich selbst in die Stadt hineinträgt. Und setzen somit, obgleich mit anderen, zeitgemäßen Mitteln, fort was dereinst von den Planern dieser “Stadt im Grünen” begonnen wurde: die Durchlagerung von hoch- und tiefbaulichen Elementen mit üppiger Landschaftsstruktur, nunmehr dreidimensional zerknüpft und vertrennt. Das Grün ist also eine Decke (oder eine Landschaftsdecke), die über Baumarkt und zwischen dem Wohnen hindurch bis zum Bahnhof sich erstreckt Um dort in Form einer platzbildenden urbanen Freitreppe/-rampe hinabzukommen. In die Stadt. An der Stadt.

Bau- und Gartenfachmarkt
Was könnte dem Gartenfachmarkt besseres passieren als einen grünen Pelz zu haben? Hier kann dem werten Kunden anschaulich nahegebracht werden, wie sich auch auf dem eigenen Garagendach ein grandioses Biotop entfalten kann. Flechten, Sukkulenten und andere intensive und exzessive Planzen, künstlicher Natur können dort beheimatet werden.
Und ist es nicht wie bei den Tieren? Daß die größte Artenvielfalt sich inzwischen in den Großstädten ausbreitet. Oder auf Militärgeländen. Und um das ganze auch zu Hause so schön zu haben, werden Folien, Blähton etc. benötigt. Und das kann man gleich Unten erwerben.
Das Wohnen oben auf dem Baumarkt ist Baugruppen vorbehalten. Gut wäre, wenn der Baumarkt auch ein Teil der Baugruppe wäre. Nicht David gegen Goliath, sondern David mit Goliath. Zusammen wären sie unschlagbar. Wie die Nilpferde und die kleinen Vögel. Der Symbiose gehört die Zukunft. Die Natur macht es vor. Hier kann das symbiotische Miteinander von alt und jung, von Frau und Mann, von Kind und Kegel gendermaistreammäßig, ethnisch integriert werden. Ein sozio/kulturelles Testfeld. Wie beim Gen-Weizen.

Büropark Carl-Wery-Straße/Neuperlach Süd
Der Name hält was er verspricht Es wird tatsächlich ein BüroPARK.
Vom Baumarkt bis zum Bahnhof durchgängig öffentlich begehbar, beherbergt das rekreative und -tentive Gründeck als flexibel teilbare Basis in Form eines hochkompakten Volumens, die tieferen 40% der Büroflächen. Der büroüberstandene Aussenraum offeriert eine Mittagspause “zwischen der Arbeit” im Gras und mit Alpenblick oder ein trockenes Sommerfest.

Raus in die Stadt
Wer möchte da WOHNEN?
Menschen, die gerne vorne den Ku’damm haben und hinten die Ostsee. Am abend den FreizeitAcker bearbeiten, die Eier von den Hühnern vom Stadtteilbauernhof einsammeln und morgens in 17 Minuten am Marienplatz, zur Arbeit/zum Einkauen/in die Schule. Öffentlich natürlich. Eh. Denn weniger Autos bekommt man nur, wenn weniger Leute Auto fahren. Drum gibts auch ein spitzenmäßiges Radlparkierhaus: Das 2.000 Euro Fahrrad, sicher & trocken eingestellt, kann dann beruhigt zurückgelassen werden, auch von den Neubibergern, die ihr gutes Stück nicht nur am Wochenende ausfahren wollen. Eine volksgesundheitliche Einrichtung also von einer Anmutung, daß coophimmelblau einpacken hätten können sollten.
Kann ja noch werden…

Alpenblick und Funiculare
Wenn man auf dem Bahnsteig steht sieht man die Berge – klasse!
Das ist es was dem Ort [s]eine Besonderheit gibt. Doch kein Irgendwo! Das Wesen des Ortes [unter anderem] ist es das? Das soll auch so bleiben!

Lärm
Lärm ist gesundheitsschädlich und teuer. Darum stehen die Gebäude der 2. Bauabschnitte sämtlich auf der grünen Wiese, fern ab vom Verkehr. Die Parzellierung des Blockrandes ist kleinteilig, um eine vielfältige Architektursprache entstehen zu lassen. Innen entsteht ein Geflecht mit kleinen Plätzen und grüner Permeabilität. Orte des glücklichen Zufalls ohne KFZ für Spiel, Sport in jedem Alter. Wem das zu klein ist, der hat den freien Weg in das Grün um München vor der Tür.

bauchplan/landschaftsarchitekten
Landschaftswelle Neuperlach Landschaft ist das Thema der Trabantenstadt in Form von Strassenbegleitendem Grün, dem Wohnumfeld und den von der Strasse abgerückten Häusern.
Sie entspricht der Idee der klassischen Moderne im Städtebau.
Neuperlach ist das Münchener Versuchsfeld dieser Idee von Stadt-Trabanten und in seiner Bebauung kann die Entwicklung der jeweiligen Interpretation und Ausprägung dieser Idee abgelesen werden, von Zeilen über Punkte und Grosshöfe bis hin zu den im Westen an das Planungsgebiet anschliessenden Halbhöfe.
Mit der Bebauung an der Carl-Wery Strasse entsteht ein letztes grosses Stück Neuperlach an der politischen Grenze der Stadt. Es nimmt das Grundthema “Landschaft” auf und interpretiert es zu einem weiteren Stadtbaustein als eigenständiges Quartier aber mit Bezügen zu seiner Lage.
Die Landschaftswelle Neuperlach etabliert den Ort als Stadteingang, Arbeits- und Lebenswelt.
Funktionen wie Parken, Kaufen oder Liefern werden zusammengebunden unter der Idee des Ortes indem die landschaftliche Fuge, die München mit seinen Nachbarn verbindet, als Wohn und Arbeitsgrün in das neu Quartier hineingezogen wird. Verkehrsfreie Bewegungen werden so bis über die Stadtgrenze hinaus weitergeführt. Wohnen und Arbeiten finden nicht nur an, sondern in der Landschaft statt.

Auftraggeberin
Moll Areal GmbH & CoKG
Gutachterverfahren Carl-Wery-Straße, München – Neuperlach

mit
bauchplan landschaftsarchitektur und urbanismus, münchen

modellphoto
monika ribbe photodesign, bad aibling

23Jul/07

078 küche türkenfeld

das ganze erdgeschoss dieses einfamilienhauses in türkenfeld ist mit nichts- oder allenfalls wenignutzigen wänden zugestellt und zerstückelt: wir sollten die kücheneinrichtung »ein bisschen paraktischer machen«, haben dann aber gleich deren abstellkammer-aura zu der eines wohnraumes überführt.

[vorschlag, grundriss]

[bestandsplan]
01Jul/07

053 baywa-halle in der db, deutschen bauzeitung

»Ateliers trouvés« lautete der Titel eines Vortrags von Martina Günther und Jan Schabert im Rahmen der Architekturwoche München 2004. Darin führten sie aus: »Gefundene, brachgefallene Orte neu zu formatieren, zu transformieren, für die Stadt zurückzugewinnen ist unser Ziel: diese »Unräume« zu beleben und in Ateliers zu verwandeln. Wir legen einen erweiterten Atelierbegriff zugrunde, der Menschen Räume eröffnet, um tätig zu werden.« Diese Sätze klingen wie die programmatische Aussage für den Entwurf, mit dem die Architekten ein halbes Jahr später beauftragt wurden, die Umnutzung einer ehemaligen Baywa-Halle aus den fünfziger Jahren in ein Wohn- und Atelierhaus… [michaela busenkell, db 07/2007] :: mehr

18Jun/07

076 museum saarbrücken

Zeichen zur Stadt
Der Neubau der Galerie der Gegenwart setzt zur Stadt hin ein deutlich sichtbares Zeichen.

In Platzierung, Höhe und Fassadengestalt ist das Gebäude ein städtebauliches und architektonisches Signal, das weit in Stadt- und Flußraum ausstrahlt. Eine großzügige städtische baumüberstandene Platz-Spange südlich der Bismarckstraße begleitet und erschließt Saarbrückens „Kulturparade“ um die neue Galerie. Das Saarlandmuseum mit seiner bestehenden Galerie der Moderne erhält mit der Galerie der Gegenwart einen Kopfbau von übergeordneter Bedeutung.

Plätze und Grünraum
Vor dem Neubau der Galerie der Gegenwart eröffnet sich die baumüberstandene Platz-Spange, die die Bismarckstraße südlich begleitet, zum Straßenraum und zum gegenüberliegenden Platz. Sie wird dort zum der Museumsplatz, dem Präsentierteller des neuen Ensembles. In diesem Bereich darf an der Bismarckstraße nicht geparkt werden, dafür wird weiterhin Raum für oberirdische Stellplätze östlich und westlich davon angeboten, sowie die straßenseitigen Längsparker außerhalb des Museumsplatzes. Das Motiv für den Museumsgarten, der sich der Spange südlich anschließt, leitet sich vom Fluss und seinen regelmäßigen Überschwemmungen ab. Das Gelände wird zu Flutmulden modelliert, in der Bäume erhaben auf „Inseln“ am längsten trocken stehen. Die Flussdynamik ist auch bei normalem Wasserstandspegel über die Modellierung ablesbar und bietet einen interessanten Raum für eine atmosphärische Ausstellung von Kunstwerken im Freiraum.

Erschließung des Flussraumes
Die Galerie der Gegenwart und der neugeordete öffentliche Raum im Umfeld der Musikhochschule eröffnet den Flußraum und läßt dieses ungeheure Potential bis zur Bismarckstraße fließen. Wesentliche räumliche und funktionelle Bezugspunkte werden über den Belag verdeutlicht und rhythmisieren ihn – Querstrukturen leiten zu Eingängen, zum Flussufer und zum gegenüberliegenden Stadtplatz.

Kiste in die Luft gehoben
Eine Kiste mit den wertvollen Schätzen darinnen, herausgehoben aus den Gefahren des Hochwassers.

In dem hochgehobenen Baukörper befinden sich die Ausstellungräume, das Depot und die Werkstätten. Das Ergeschoß ist durchlässig, transparent und die Fortsetzung des öffentlichen Raumes. Sowohl Menschen als auch Saarwasser kann das Gebäude durchfließen. Der Entwurf schafft eine gleichwertige Zugangssituation der Galerie der Moderen und der Galerie der Gegenwart auf der Achse des bestehenden Lichthofes/Atriums.

Alt und Neu: Symbiotisches Miteinander
Das neue Haus wird sowohl seiner Rolle als dienendes Gebäude für die bestehende Galerie der Moderne, als auch seinem Charakter als neue Galerie der Gegenwart gerecht. Lage, Ausichtung  und Kubatur des Neubaus begleiten den Bestand auf eine natürliche Weise. Richtungen, Achsen und Raumkörper des Bestandes finden sich im neuen Gebäude wieder, Ein Ensemble ist enstanden, das neue Blicke, Beziehungen  und Perspektiven freigibt. Das neue Saarlandmuseum öffnet sich durch den Neubau zur Stadt hin.

Fassade
muß  etwas prozeßhaftes baustellenartiges haben.


Bühne, Gerüst, Projektionsfläche von innen und außen, thermisch technischer Bewuchs läßt eine gestaltende Funktionalität entstehen, die Design überflüssig macht. Eine vertikale Plattform für Kunst und Alltag innen wird außen und außen wird innen. Die Auflösung des Privaten und des Öffentlichen, die Durchmischung ist möglich an/in/durch diese Hülle, die keine Hülle  mehr ist, sondern aus Bewegung und Durchlässigkeit besteht. Poren, transfer, exchange, export, import, transpiration.  no design

Wirtschaftlichkeit
Kein kostspieliges Unterschoss, keine kostspielige Sicherheitsteechnik, sondern “konstruktiver Kunstschutz”. Die Belange des Auslobers sind entwurflich berücksichtigt. Es muß keiner aufwändigen Technik vertraut werden. Unser integriertes Ausstellungskonzept (räumliche Nähe von Ausstellung, Depot und Werkstätten) ermöglicht ein zeitgemäßes, wirtschaftliches und  flexibles Ausstellungsmanagement. Durch die kompakte Anordnung der Funktionsbereiche der Ausstellung ist die Klimatisierung minimalisiert. Keine Schleusen etc;  Eingang, Anlieferung etc findet, gut betreubar, an der Hauptfront statt;

Treppe als Raum und Funktionsskulptur

Die Galerie der Gegewart: Leuchtturm/Flagship/Zeichen

 

[Galerie der Gegenwart Saarbrücken, offener Internationaler Realisierungswettbewerb, 1. Phase 06/2007]
18Mai/07

075 kinderheilpraktikerinnenpraxis gauting

die westliche mietflaeche im ersten obergeschoss eines kleinen wohn- und geschaeftshauses in gauting ist in eine kinderheilpraktikerinnenpraxis auzubauen. die ganzheitliche (und eben nicht organbeschränkte) herangehensweise der heilpraktikerin wird von der räumlichen konfiguration abgebildet: eine offene praxis mit eingestellten funktionsboxen (rezeption, labor, babyraum) mit flaschengrüner schul-tafel-oberfläche. die behandlungsbereiche sind mit eingezogenen, transluzenten wendetüren privatisierbar.

[grundriss, skizze]

[ganzheitlichkeit als räumliches prinzip]
20Mrz/07

071 brick – the exhibition

BRICK – the exhibition

On 24 May 2007, the exhibition ‘Brick’ will open at the Groot Handelsgebouw in Rotterdam during the manifestation Rotterdam 2007, City of Architecture. The exhibition will highlight the results of the Brick project that was carried out over a three-year period at the European Ceramic Workcentre. The architecture project Brick was aimed at product innovation. The .ekwc wanted to stimulate the technical and artistic development of the manufacture and application of brick as a construction material. Architects, designers and artists from both the Netherlands and abroad have been working on the development of a new type of brick since 2005. The .ekwc expects to be able to use this to provide a new stimulus to the application of brick and subsequently the ‘brick appearance’ of the Netherlands. The underlying goal is that the centre wishes to demonstrate that input from various disciplines (architecture, art and design) can provide an additional impetus to the desired development.


Schabert initially alluded to a number of new functions for brick architecture, like a through moss growth cooled wall or the possibility of tubeless transport of heat. Eventually he applied himself to the development of a simple climate technological product; a brick that is capable of absorbing solar energy from the outside and consequently rendering it to the inner wall. Hereby the interior heating, which remains necessary, functions as a secondary ‘heating’ and a considerable saving of energy is gained. On the exact functioning Schabert does not wish to elaborate for the time being. A patent procedure is ongoing. Besides, the prototypes still have to be tested. Schabert is however hopeful and positive about the application of his product. [from the exhibition catalogue: brick-the book, 2007]

Brick: the exhibition
25 May – 1 July 2007
Opening 24 May 2007
Groot Handelsgebouw (Conradstraat 40-48)
Rotterdam – The Netherlands