Tag Archives: wettbewerb

03Jul/14

132 central square plovdiv

The competition site is Central Square – the largest open public space in the city of Plovdiv.
Plovdiv is the second-largest city in Bulgaria. It is situated 146 km southeast of the capital city of Sofia. It blends the relaxed atmosphere of a provincial town with the busy daily grind of a contemporary major center. Plovdiv is an old city of thousands of years of history. Its significant cultural-historical heritage encompasses the Antiquity, the Ottoman period and the Bulgarian Revival, the after-Liberation period of the Third Bulgarian State, the Socialist period. Ample and valuable material evidence has been preserved from each of these periods. The landmarks however are far from coexisting in an organic body, even more so given the current rhythm of city life.
What Plovdiv needs is a contemporary public space which should neither turn its back on history, nor lose its touch with the present. The international architectural design competition for Central Square in Plovdiv has been announced in an effort to find a solution to the problem in open architectural competition.
AIM
Central Square is a tough place ridden with issues. Most of the historical and architectural layers the city is famous for intersect right here – archaeological excavations, a socialist Party House, a Modernist and later renovated post office, а park from the late 19th century and a number of transport conflicts.
The aim of the competition goes beyond renovation. The challenge is to provide a strategy for harmonizing all these layers into an actively functioning, attractive and distinctly contemporary space.
The international competition for Central Square is also part of the strategy of the Municipality of Plovdiv towards a successful bid for European Capital of Culture in 2019.
[excerpted from the brief]

 

plovdiv’s 4-dimensional urban living-room
the multiple layers of history of this piazza are uncovered and strengthened, connected with the presence and combed with social and functional requirements.
an overlayed brassen floorpattern brings the history to the surface. furthermore it is supporting urban shopping in glavnata and it’s neighbourhood against e-commerce & suburban hypermarkets.

a continuous process
depicting the beauty of aging and the chances of repair, of care. praising the city as a living organism. broken floorelements will be replaced in a ongoing process, missing ones will be filled in. locally sourced basalt on the inside of the forum, artificial elements around it.

the elements

purpose-cast Brass/Tombak floor slabs make the footprint of the Forum become readable

»open lounges« combining robinia pseudoacacia as shade-giving tree on polyfunctional decks of the same wood

parking-pallette; floating asphalt, underlit; mutating into a stage on occasions…

Stripped to their construction and equipped with precise stairs/ramps, the underpasses become quiet background to archaelogy

 

> the competition @ plovdivsquare.com
> our submission @ plovdivsquare.com
> our submission as pdf

in collaboration with Maria Popova, Victoria Georgieva and Georgi Popov

05Apr/14

richtlinie für planungswettbewerbe

die richtlinie für planungswettbewerbe

die einst reiche auswahl von offenen, d.h. nicht zulassungsbeschränkten / konditionsbedingten, wettbewerben wurde seit zeiten unserer bürogründung (1999) kontinuierlich durch verfahren für deren teilnahme umfangreiche referenzen bezüglich jahresumsatz, planungsaufgabe und -umfang entsprechenden realisierungen etc. zur voraussetzung gemacht werden, nahezu ausnahmslos verdrängt.
die novelle der richtlinie für planungswettbewerbe 2013 (RPW 2013) wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesarchitekten- und Bundesingenieurkammer (1) vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur entwickelt und gegenüber der 5 jahre alten, sich in der anwendung bewährt (1) habenden vorgängerversion (RPW 2008) lediglich in einigen punkten geändert:
Inhaltlich stand (…) ein erleichterter Zugang für kleine und junge Büros im Fokus der Überarbeitung. (1)

ebenso bescheiden wie kompromisslos garantiert die novelle den zugang von kleinen und jungen büros zu planungswettbewerben ebenso unmissverständlich wie verbindlich:
hiess es noch in der RPW 2008 wachsweich:
Kleinere Büroorganisationen und Berufsanfänger sollen angemessen beteiligt werden. (2)
so schreibt die novelle dank der einflussnahme unserer ständevertretung nunmehr bald schon nötigend vor:
Kleinere Büroorganisationen und Berufsanfänger sollen durch geeignete Zugangsbedingungen angemessen beteiligt werden. (3)

beteiligte

das ministerium
das
Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
wurde 1998 (mit dem Bundesministerium für Verkehr) zum
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
zusammengelegt, 2005 umbenannt in
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
die prämissenentwicklung in seiner benennung fortschreibend firmiert das ministerium seit ende 2013 als
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

die architektenkammer
Aufgabe der Architektenkammer ist es, die Baukultur, die Baukunst, das Bauwesen,
(…) zu fördern. (4) als auch die beruflichen Belange der Gesamtheit ihrer Mitglieder sowie das Ansehen des Berufsstandes zu wahren. Sie trägt dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung unserer gestalteten Umwelt und die Verantwortung jedes einzelnen zu wecken. (5)

(1) http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/B/richtlinien-fuer-planungswettbewerbe.html (05.04.2014)

(2) http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/neue-wettbewerbsordnung-rpw-2008.pdf [§1 Grundsätze, Art.5 Kleinere Büroorganisationen und Berufsanfängerseite, S. 5] (05.04.2014)

(3) http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/BauenUndWohnen/Bauen/rpw-2013.pdf [§1 Grundsätze,Art.5 Kleinere Büroorganisationen und Berufsanfänger, S. 4] (05.04.2014)

(4) http://www.byak.de/media//Info_fuer_Mitglieder/Recht/Gesetze_und_Verordnungen/Baukammerngesetz.pdf
[Gesetz über die Bayerische Architektenkammer und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau (Baukammerngesetz – BauKaG)
vom 9. Mai 2007 (GVBl S. 308) zuletzt geändert durch Gesetz vom 11. Dezember 2012 (GVBl S. 633); Vierter Teil, Bayerische Architektenkammer, Bayerische Ingenieurekammer-Bau; Art. 13 Aufgaben der Kammern, S.12] (05.04.2014)

(5) http://www.byak.de/start/architektur (05.04.2014)

01Dec/12

117 7 schafe + 7 wölfe

7 schafe + 7 wölfe
die schafe [paarhufer] machens uns hier vor, wie man ein knappes insuläres stück freiraum, dies rasenstück, diesen grünstreifen kurz mal nutzt bevor du weiterziehst deines weges. die wölfe, ihrerseits auch herdentriebig, folgen ihren paarhufigen anverwandten; oder umgekehrt; so genau weiss man das nicht. aber die schafe und wölfe folgen sich in straßen und an sog. plätze in/an denen wo du noch nie wen draussen rumlungern gesehen hast: sie rasten an genau den zwischenräumen wo sonst allenfalls zerzüchtetes dackel- & pudelzeugs desabends noch mal kurz hingeführt werden. und laden dich dort, destags und desnachts ein. dich als teil einer eben gerade nicht kategorisierbaren sorte von nutzern/innen des öffentlichen raums: nicht der coole gärtnerplatzler, nicht der endfertige hauptbahnhofler.

oder sie laden ebendie gerade doch ein. und wenn, dann am liebsten gleich beide. du setzt dich da rein und kannst den paarhufern zugucken und zuhören. zudenken auch. warum es immer nur diese lärmenden und fossile brennstoffe zu schadgasen wandelnden rasenbearbeitungsmaschinen gibt und wo der eingeschweisste lammbraten von neulich denn so hergekommen haben möge. die zeitung blättern, noch ne halbe aufmachen, das teil zur sonne drehn oder zum verschärften knutschen von einer allzu direkten einsehbarkeit wegdrehn. dann, die voll durchgelattete ausgediente lkw-plane als persenning runterlassen und eine nuit sauvage dort erleben. oder einfach nur weils ach so schifft die leber den rausch im trockenen rausfiltern lassen. um irgendwann von den fast vergessenen stimmen der paarhufer geweckt zu werden…

7 schafe aus fleisch, wolle & blut [richtige tiere halt] zzgl. ein [richtiger] schäfer
und zaun

7 wölfe aus brettschichtholz
mit persenning aus lkw-plane
auf lenkrollen
mit [elektronischem] herdentrieb
und positionsortbarkeit
gemeinsam entwickelt und gefertigt mit
pfennigparade o.ä.
mit dabei sind auch futtertröge für schaf
[ergänzungsfuttermittel] und wolf [sz/az/tz/merkur/..]

ort
irgendwo an den orten mit den steilsten gefällen bzgl. der wirtschaftskraft der benutzer des öffentlichen raums. da, wo es gar nich klar ist ob du, mit deiner halben und ‘ner kippe, als cooler publicspacecowboy oder als trinkender looser gesehen wirst. diese in deiner wahrnehmung irgendwie allenfalls funktionalen unorte, transiträume und restplätze. dieser orte sieben, zwischen denen weitergezogen wird [vgl. 2] weidend und düngend.

Der Stadtrat hat im Dezember 2009 das Startsignal für das aktuelle Konzept „Freie Kunst im öffentlichen Raum“ gegeben. Nach den erfolgreich durchgeführten Projektreihen der vergangenen drei Jahre wird nun für das Jahr 2013 wieder ein öffentlicher Kunstwettbewerb ausgelobt. Projektanträge bis zu maximal € 10.000 (brutto) pro Einzelantrag können eingereicht werden. Für das Jahr 2013 stehen insgesamt € 50.000 zur Verfügung. Ziel ist es, durch temporäre Kunstinterventionen gewohnte Sichtweisen auf den öffentlichen Stadtraum kritisch zu hinterfragen und räumliche Kapazitäten und Qualitäten auszuloten. Künstlerische Erkundungen können dabei das Bewusstsein für öffentliches Leben in urbanen Räumen schärfen. Hinter der Themenstellung verbirgt sich der Anspruch, neue Zugänge im Umgang mit bekannten Münchner Orten – Plätzen – Räumen zu eröffnen. Dies können gesellschaftliche Räume an der Schnittstelle zum virtuellen Raum, sowie reale Plätze und Orte im Stadtgefüge sein. So stellt z.B. das Kunstareal München (Museums- und Galerienareal zwischen Königsplatz – Brienner Str. – Barer Str. – Theresienstr. – Luisenstr.) aktuell eine spannende Herausforderung auch für temporäre Kunstinstallationen dar.
wettbewerb kunst im öffentlichen raum: erkundungen: orte – plätze – räume

19Oct/12

EAROPH 2012

the 2012 subject of EAROPH [Eastern Regional Organization for Planning and Human Settlements world congress] being »Green City for Human Betterment«, a handful of interdiciplinary [landscape architecture and interior/environmental design] student-teams from keimyung university supervised by prof. martina günther were participating at EAROPH’s youth leaders’ forum.

2 of her teams were successful in the poster prize (research/project) looking for »Strategies for Carving Out Green City«:

Sunday Morning Island
Kwon Kyung-Hwa [dola 2nd yr] Park Su-Bin [dola 2nd yr] Park Hye-Jin [dola 2nd yr] Shin Hye-Jin [dola 2nd yr] Koo Tae-Hoon [ied 2md yr]

Central Park
Kang Ji-hye [dola 2nd yr] Kwon Da-jeong [dola 2nd yr] Kim Jeong-eun
 [dola 2nd yr] Jung Myeong-Ji [dola 2nd yr] Yoon, Jung-eun [dola 4th yr]

Department of Landscape Architecture [dola] Department of Interior and Environmental Design [ied]

congratulations!

01Mar/12

113 haus der zukunft

ein zweistufiger offenener wettbewerb für ein haus der zukunft für die brd,
aber nach dem zweiten fünftel der ersten stufe schien uns die veranstaltung einer intimen fachexkursion zu vann molyvanns kampuchea für die bessere zukunftsaussicht…

mehr zu vann molyvann:
> the vann molyvann project [bill greaves] > city of water [shelby elizabeth doyle]

10Oct/11

107 living han-ok

Living Han-Ok in Daegu This project has the main focus on the vitalization of the Han-Ok, which are still existing in the center of the cities, for example in the traditional center of Daegu. The idea is, to develope the existing Han-Ok in the city-center to a convenient living-house for the next generation, by improving the climatic performance in a tectonic, and technological way. That means, preserving the character of the house, but adding new elements, which support the small building in a sensitive way. It´a more creative way and usable way of conversation, than the historical Han-Ok villages are able to offer. With the developing of the neglected Han-Ok the city center will become a more interesting place for living and housing again. 이 프로젝트는 대구의 전통센터와 같이 현재 도심에 남아있는 한옥의 활성화에 그 목적을 두었다. 이 계획은 지질 구조적이고 기술적인 방법으로 주위환경을 개선시킴으로써 도시 중심에 잔존하는 한옥 주택을 다음 세대를 위한 편리한 주택으로 발전시키는데 목적이 있다. 그 의미는 한옥의 특징을 보존하되 새로운 기능을 추가하여 감각적인 방법으로 한옥을 활성화시킨다. 이것은 기존의 한옥에 보다 더 창의적이고 실용적인 소통의 방안이다. 도심 속 소외된 한옥의 활성화를 통해 다시 머물기 위한 더욱 흥미로운 장소가 될 것이다.

 

Adding two Elements New On-Dol in court-yard & Mobile glass-house system for winter/autem/spring, to make the courtyard a living room in winter. 여름 마당에 설치되는 온돌은 또 다른 기능을 제공. 정원과 화장실에 사용하는 물의 제공을 위한 우수조의 역할을 한다 & 복사에 의한 주택과 바닥의 냉방을 위한 축열제 역할을 한다.

Summer The new On-Dol in the courtyard will offer different functions; being a storage-tank for rainwater, which can be used for the flowers, toilet etc. being a thermal-mass for cooling house by radiation, or sitting on a “cool” floor. 두가지 기능 제안 -마당에 온돌을 설치한다. -봄/가을/겨울에도 마당을 거실처럼 사용할 수 있도록 가변형 유리 시스템 도입한다.

Winter With the mobile glas-house system, you can close the courtyard in winter Sfor extending the living-room. The passive solar-win will heat the house and heat uo the thermal mass in the new On-Dol. 겨울가변형 유리 시스템을 통해 겨울에 마당을 덮어 더 넓은 거실로 사용할 수 있다. 자연형 태양열 시스템은 집을 따듯하게 하고 온돌의 축열제를 따듯하게 한다.


10Oct/11

106 the hanok metabolism

 

 

the hanok metabolism
collect > store > enjoy integrated low-tech high-performance in adaptable & adjustable sustainable urban space
도심 대구 한옥 2.0 [중구, 북내동]

collect & protect the tranparent roof (corrugated post-consumer polycarbonate) allows for the hanoks supply of natural light and solar energy, easily controlled by industrial reflective green-house blinds and adaptable cross-ventilation. 투명한 한옥 지붕은 산업용 온실 블라인드를 이용하여 자연 채광과 태양 에너지를 공급하고 통풍을 쉽게 통제할 수 있다.

urban farming fresh vegetables & herbs throughout the year from your own roof and out of your court. 일년내내 신선한 야채와 허브를 자신의 지붕에º 재배할 수 있다.

heat sink the excessive summer-heat collected in the ceiling, used as cooling component is stored in a thermally decoupled heat-sink in the former ondol-housing plynth with optional thermal exchange with ground-water. 과거의 온돌의 원리를 기둥에 적용시켜서 여름에 천장에 모인 과열된 열기를 / 저장해 두었던 지하수의 냉기와 맞바꾸는 역할을 한다.

reedbed sewage treatment grey-water is cleaned in the adjacent linear pond for re-use in the garden. 생활폐수는 정원의 연못에º 정수식물을 이용하여 다시 사용할수 있도록 정가 된다.

fastondol the responsive storage-coupled thin-bed screed avoids delays at heating demands. the thermal storage provides the hanok with time-shifted nocturnal solar heating. the oversized energy-reservoir allows for a small-scale additionally energy-input from continuous, efficient combustion. 열저장고와 빠르게 연결되어진 바닥은열 수요의 지연을 방지한다. 열 저장고는 밤중에 한옥에 태양열을 제공한다. 대 규 모의 에너지저장고는 계속해서 효과적인 가열을 돕는 작은 크기의 부가되어진 에너지의 출입을 허락한다.

rainwater storage seasonal rain excesses is stored in a earth-tank to reduce water-consumption and flooding. 계절별 빗물은 홍수를 줄이기 위해 지하탱크에 저장이 된다.

green filter the desiduous »flying« screen filters climate-responsive the hanoks solar exposure whilst cleaning the air from pollutants. irrigated by post-reedbed-water. 기후에 반응하는 한옥은태양 노출은 날리는 지, 오염물질, 낙엽등을 정수식물을 이용하여 걸러낸다.

convertible court closed in winter, the transformable courtyard minimizes a/v, whilst collecting passively solar thermal energy.
during summer it allows for cross-ventilation in a fully opened position. 변형가능한 안뜰은 겨울에 공기대류를 줄이는 반면, 태양열에너지를 꾸준히 저장할 수 있다.

transulation sliding multiple-wall-sheets from post-consumer polycarbonate as additional shojis increase winterly solar-intake whilst adding living space in the newly created buffer-zone. 과거 창호지와 같은 미닫이 문은 겨울의 집ø양을 증가시켜주고 집안의 새로운 완충공간을 제공한다.

compost toilet modular serving-spaces (kitchen, storage, ..) are plugged-out. the nutritious-rich ordure is transformed to compost on site instead of becoming a pollutant to gaining streams. 모듈단위로 돌출된 공간은 (부엌, 수납공간등등) 영양이 풍부한 오물을 하천으로 바로 보내지 않고 퇴비처리 한다.


[photos © istockphoto]

14Jul/11

110 wb vollsortimenter ackermannbogen

2.preis im Realisierungswettbewerb Neubau Wohnbebauung, Supermarkt, Gaststätte und Garage; WA1 und WA2 am Ackermannbogen in München: m8 Architekten mit Martina Günther: »grüne mitte ackermannbogen«

das preisgericht schreibt dazu: Das Konzept überzeugt in seiner Interpretation des Bebauungsplanes mit der durchgehenden Erdgeschosszone im Bereich des Supermarktes/Garage und schafft damit klar gegliederte, großzügige Freiräume. Das bauliche Gesamtkonzept ist aufeinander bezogen und schafft damit eine gute Grundlage für ein intaktes Gemeinschaftsleben der Bewohner. Der 6-geschossige Südflügel bietet einen klaren Hintergrund für den Quartiersplatz und mit einer Verschränkung zum Ostriegel gleichzeitig ein städtebauliches Gegengewicht zum gegenüberliegenden Hochhaus. Die Westseite des Supermarktes/Garagen ist ansprechend mittels eines „Umleimers“ mit Atelierwohnungen gelöst und schafft damit der zukünftigen Nachbarbebauung im Westen ein ansprechend gestaltetes Gegenüber. Problematisch hingegen erscheint die Ausgestaltung der Parkgarage innerhalb des Wohnquartiers als geschlossene Front gegenüber der östlichen Wohnbebauung Die Freiflächengestaltung überzeugt sowohl in der Ausgestaltung der Vorgartenzone des Ostriegels wie auch mit der Gestaltung der Freiflache auf dem Supermarkt. Besonders gut gelungen sind die Lösungen der Feuerwehrzufahrten mittels Zuwegungen zum Treppenhaus anstelle parallel zum Gebäude verlaufender Feuerwehrzufahrten üblicher Art. Überzeugend ist der Versuch, das Grüne Tableau mittels Nutzungen wie dem Bewohnertreff zu beleben und einen Mittelpunkt für Anwohner zu schaffen. Fraglich bleibt jedoch, ob nicht eine Öffnung zum Quartiersplatz und damit zum gesamten Stadtquartier die richtige Antwort wäre. Den EG-Wohnungen fehlt im Übergang zum öffentlichen und halböffentlichen Raum ein angemessener Übergang. Müll ist im EG nicht angeboten. Durch die Belebung der Westfassade mit Atelierwohnung entstehen hier angemessene Raumabfolgen. Die Grundrisse sind nahezu durchweg gut gelöst, bieten interessante Aspekte bezüglich der Zonierung und Aufteilung der Räume. Die Erschließung ist effizient mit kurzen wettergeschützten Laubengängen und innenliegenden Treppenhäusern gelöst, die durchgängig drei bis vier Wohnungen erschließen. Die Balkone bieten eine optimale Aufenthaltsqualität, sind allerdings im geförderten Wohnungsbau hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in ihrem Flächenangebot überzogen Energetisch gesehen erfüllt der Entwurf die Kriterien deutlich, übertrifft sie sogar. Auch die Fassadengestaltung in Holzständerbauweise mit Holzverschalung ist dazu ein konsequenter Beitrag. Die Wohnfläche zur Geschossfläche steht in einem sehr guten Verhältnis. Supermarkt und angrenzende Garage sind gut gelöst, besonders hinsichtlich kleinteiliger Einheiten wie Bäckerei am Durchgang gegenüber der Gastronomie und dem Quartiersplatz. Problematisch zu sehen ist die Anlieferung der Gastronomie ausschließlich über die Tiefgarage.

26May/11

102 senior citizens centre 대구시

a centre for senior citizens on an awkwardly shaped plot in the north-east outskirts of daegu/kr

[source: naver]

4.000 qm of leisure and sports facilities, of recreational and educational spaces spread out over four floors on a 3.000 qm plot, which should also keep its existing function of a park and ride (80 cars) for the nearby subwaystation.

01Oct/09

GHP_01 lrz-garching [günther hacker panick]

Adas Kisten


I. Gedankengang
Ein schmaler Gang bildet den Zugang zur CAVE: ein »Geheimgang«, nicht sichtbar von Außen, nur erfahrbar im Durchschreiten, der objektivierende, distanzierende Blick von Außen ist  nicht möglich. Ein »Geburtskanal«, der sich weitet zur Visualisierung der Welt. Was auch immer in der CAVE visualisiert werden wird – es sind Modelle.
Das ist unser Ausgangspunkt.

Unser Ziel ist nicht, diesen Gang  zu schmücken oder ihn  in Frage zu stellen. Dieser Gang wird weder auf- noch abgewertet. Er ist ein Faktum, von dem wir ausgehen und mit dem wir umgehen. Wir gehen damit um als Bildhauer (oder zumindest auf eine bildhauerische Art und Weise), nicht als Informatiker oder Architekten. Das heißt wir gehen um mit Volumen, Masse und dem Material in seiner  Stofflichkeit, aus der sich eine bestimmte Oberfläche ergibt.
Der Innenraum des Ganges wird losgelöst von seiner Funktion, objektiviert, sein Volumen wird verfestigt und ans Tageslicht gebracht. Der Raum, der für den Betrachter nur im Hindurchgehen existiert, erscheint im  1:1 Modell als Körper im Außenraum und  ist  nun von Außen  zu betrachten.
Allerdings wird dieses Modell gedreht, wie im Computer einfach in eine andere Position gebracht, auf den Kopf gestellt und in Einzelteile zerteilt. Die ursprüngliche Anordnung dieser Einzelteile ist aufgehoben und gehorcht neuen Gesetzen. Aus dem funktionalen Volumen wird eine autonome Skulptur.
Die Skulptur ist die Materialisierung des Zuganges zu dem Ort, an dem Erwartung in Erfüllung gehen soll, in Erfüllung gegangen ist / nicht gegangen ist.

Sie ist Ada Lovelace gewidmet (1815-1852), die als Mitarbeiterin von Charles Babbage aufgrund ihrer schriftlichen Kommentare zur mechanischen Rechenmaschine »Analytical Engine«, in der sie einen Plan vorlegte zur Berechnung der Bernoulli-Zahlen, als die erste Programmiererin gilt.

II. Alles in immer kleinere Einheiten zerlegen – alles aus kleinen Einheiten aufbauen.
Und ganz wichtig: Der Perspektivwechsel!
Die meisten Dinge lassen sich von vielen Seiten aus betrachten und sehen jeweils  ganz anders aus: Winkel verschieben sich, aus Innenraum wird Außenraum, negativ wird positiv.
Abgesehen davon wollen wir einen Innenhof, der gegliedert wird, der einen Schwerpunkt erhält und ein Gesicht nach Außen hat. Die Skulptur schafft eine Verbindung von unten nach oben, vom Innenraum zum Außenraum, vom Institutsgelände zum Campus. Vom Straßenraum nordöstlich  des Gebäudes führt die Skulptur in den Innenhof.

Das nicht vorher gesehene
•    Der zeitliche Abstand
•    Der Perspektivwechsel
•    Der Status Quo
•    Der emotionale Abstand

Das virtuell so »leicht« Revidierbare
Wenn es da ist – da ist, wie es ist, wie es gemacht ist.

Der Wissenschaftler, was denkt er im Gang, auf dem Weg zur Arbeit ?

III. »Beziehungskiste«
Der Blick vom öffentlich zugänglichen Eingangsbereich des Instituts in den Innenhof und hinüber zur CAVE visualisiert auf subtile Art den möglichen Zugangsweg, fernab aller Leitsysteme im Altbau. Diese Ansicht lenkt die Aufmerksamkeit Richtung CAVE, auch wenn dem auswärtigen Besucher der konzeptuelle Zusammenhang nicht sofort klar sein wird. Bei den Nutzern des Gebäudes wird dieser Zusammenhang jedoch in einer Art mündlichen Historie fest verankert  und immer wieder kommuniziert werden.
Im Innenhof vermittelt die Skulptur in ihren Dimensionen zwischen der  Körpergröße des Betrachters und der  Architektur.  Das Spiel mit der subtilen Abweichung von der Senkrechten und der Waagrechten,  mit unterschiedlichen Höhen,  Drehungen, Winkeln wird  eine  eigene Wirkung  im Innenhof entfalten. »Deckel« (am kleinen Lichthof) und »Kiste« beziehen sich durch gleiche Grundflächen aufeinander.
Der Farbkontrast zur orange-roten Wand des Hörsaaltraktes und der Oberflächenkontrast zur filigran gestalteten Sichtbetonoberfläche der CAVE, baut auch in den Oberflächen eine spannende Beziehung auf.
Ganz anders, als aus dem Innenhof ist der Blick aus den oberen Etagen: Hier wird  deutlich, dass der von unten so hermetisch erscheinende Block doch auch wieder nur ein Hohlraum ist. Ein Innenraum  umgrenzt von einer Mauer. Wer baut das Modell dieses Raumes?

IV.  Material und Herstellungsprozess
Die Skulptur besteht aus 4 Einzelteilen. Sie werden vor Ort verklebt aus Blöcken von Basaltlava. Das Material »Basaltlava« nimmt in Erscheinung und Entstehung Bezug auf den zur Isolierung der CAVE und des Zuganges verwendeten Glasschaum. Basaltlava ist  ein (in der optischen Erscheinung der Oberfläche) natürliches Äquivalent des durch Aufschäumen von Glas mit CO2 hergestellten Werkstoffes Glasschaum. Sowohl die Farbe, als auch  die durch unzählige Gasbläschen gebildeten Poren stellen eine  Korrespondenz der beiden Materialien her. Das Fugenbild nimmt in jedem Einzelteil der Skulptur Bezug auf ihre geometrische Herleitung, verstärkt das Spiel mit den  schiefen Winkeln und bringt die Strenge der Geometrie ins Wanken.

Kunstwettbewerb
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Erweiterung des Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) zum Zentrum für Supercomputing (ZfS)

[lageplan]

[schnitt-ansicht süd]

[schnitt-ansicht west]

Verfasser
Günther Hacker Panick (ex open system(s))

Martina Günther, Architekin Stadtplanerin
Nausikaa Hacker, Bildhauerin
Ulrich Panick, Bildhauer

Seit 1997 arbeiten wir als interdisziplinäre Gruppe von (zunächst drei, seit 2010 zwei) bildenden Künstlern und einer Architektin an Projekten für den öffentlichen Raum.

18Apr/08

081 umnutzung porzellanwerke

in dem interdiziplinären ideen und realisierungswettbewerb wurde nach einem revitalisierungskonzept für die beiden ehemaligen winterling – porzellanwerke in schwarzenbach und kirchenlamitz in der region hochfranken/oberfranken in nord-bayern gefragt. eine neue nutzung, die passenden bauliche maßnahmen incl. marketing und ökonomische entwicklungsstretegien sollten entwickelt und dargestellt werden.

[schwarzpläne kirchenlamitz und schwarzenbach]

identität und geschichte der gebäude
es gibt in hochfranken, oberfranken, an der ehemaligen zonen grenze, in selb, in weiden, sehr viele, von diesen hochverdichteten gebäuden, die über 100 jahre einen wachstumsprozess in der gleichen logik erfahren haben. die porzellanproduktion, die günstige standtortfaktoren vorfand, ist nun abgewandert und hat uns faszinierende typologien, zeitzeugen von beeindruckender dichte hinterlassen.

[baugeschichte kirchenlamitz]

die komplexität und kompaktheit der anlagen macht die entstehungsgeschichte, das schrittweise/kontinuierliche wachsen des gesamtgebäudes über die dekaden, ablesbar. ein fundus von industrie, bau- und kulturgeschichte. das aufeinandertreffen und »vernetzen« von unterschiedlichen gebäudetypologien zu einem unverwechselbaren ganzen gilt es in seiner einzigartigkeit zu erhalten. wachstumsringe/jahresringe/zwiebelschalen.

[schrägluftbilder, kirchenlamitz, schwarzenbach]

konzept »zugänglichkeit« / lesbarkeit der schichten
unser konzept ist es, die topografisch bedingten standortspezifika der beiden ehemaligen winterling porzellanwerke in kirchenlamitz und schwarzenbach heruaszuarbeiten und die endogenen potentiale durch homöopathische bauliche eingriffe zu aktivieren. die zweieiigen zwillinge sollten in ihrer jeweiligen persönlichkeit unterstützung erfahren. beide eingriffe sind sich in einer weise ählich. der fokus liegt in der baulichen öffnung der beiden megastrukturen, die jeweils durch einen präzisen, chirurgischen schnitt erfolgen.
über eine neue erschließungsschiene wird in beiden gebäuden eine zugänglichkeit, eine hinwendung zum öffentlichen raum erreicht. nach einer öffnung, und strukturierung der baumassen ist eine flexible nutzung der gebäude möglich. ob kraftwerk für neue energien, start up center für umliegendenn schulen und hochschulen oder freizeitnutzung. am anfang jeder baumaßnahme muß eine zugänglichkeit gewährleistet sein. (vgl. neue siedlungsgebiete)
die neue, zukunftsfähige nutzung und die baulichen eingriffe machen die wachstumsringe des gebäudes erst (und wieder) ablesbar.

[schrägluftbild schwarzenbach, bestand]

[schrägluftbild schwarzenbach, konzept]

porzellanwerk schwarzenbach
das werk in schwarzenbach liegt in der saale aue, am ortseingang von schwarzenbach. mit dem generationengarten ist bereits von der stadt schwarzenbach ein zeichen gesetzt worden, das thema der landschaftlichkeit, angrenzend an den urbanen raum aufzugreifen.

erschließungs- und raumkonzept / architektonische und bauliche interventionen
der vorgefundene landschaftliche aspekt des ortes setzt sich in dem ehemaligen porzellanwerk fort. die mittlere, in nord-süd richtung verlaufende gebäudespur des werkes wird herausgebrochen und durch eine rampe ersetzt. diese chirurgische maßnahme ermöglicht die erschließung und belichtung des gebäudekonglomerates. gleichzeitig entsteht ein qualitätsvoller außenraum inmitten der megastruktur, der als öffentlich zugänglicher weg teil der stadt schwarzenbach wird und urbane funktionen erfüllt. die rampe überwindet ca. 5m und erschließt und vernetzt auf ihrem weg die unterschiedlichen niveaus und funktionen des gebäudes mit sich selbst, der stadt, der landschaft und der region. das gebäude ist nun begehbar.

[modell schwarzenbach]

[lageplan schwarzenbach]

[perspektive landschaftszunge schwarzenbach]

porzellanwerk kirchenlamitz
die stärken, potentiale des winterling werkes in kirchenlamitz, das oberhalb der hangstufe des lamitztals liegt, ist seine kirchenlamitz: beeindruckende und identitätsstiftend fernwirkung.
das wandgemälde in der ehemaligen kantine zeigt diese ansicht. dieses »endogene potential« der fernwirkung soll aufgenommen und durch die überwölbung/überhöhung des neuentstandenen atriums unterstrichen werden. ein signal, das für alle weithin sichtbar ist, daß das werk wieder belebt ist.

erschließungs- und raumkonzept / architektonische und bauliche interventionen
implementierung einer strukturierenden erschließungs,- organisations- und raumschiene, die die unterschiedlichen höhenlagen durch das innere des gebäudekomplexes hindurch verbindet. bauliche interventionen finden konzentriert innerhalb dieser zone statt. hier ist der fokus.
der nord-süd durchstich/durchblick/durchgang gewährt zugang /eröffnet neue zusammenhänge, vernetzt die bestehenden gebäude. ist archäologischer/geologischer schnitt durch schichten und zeiten. der niveauunterschied von ca. 5 m geschoß in nord-süd-richtung wird, räumlich inszeniert, bespielt. die topographische lage wird im haus erlebbar. eine orientierung ist nun möglich. der bisher schwer zugängliche komplex öffnet sich.
die zentrale achse vernetzt verschiedene funktionen, auf verschiedenen geschoßen erschließt sich die ofenhalle, ist raumschiene für zentrale nutzungen/medienführung/seviceeinheiten für das ganze haus.

[modell kirchenlamitz]

[lageplan kirchenlamitz]

[axonometrie durchstich kirchenlamitz]

mit
prof. dr. ingrid krau
sonja rube

mitarbeit
ekin özdil
simon schuster

16Dec/07

079 moll-areal neuperlach

Wir haben einen Stadteingang für München, aber auch einen Stadteingang für Neuperlach, dieser Stadt in der Stadt, an der Stadt, geschaffen. Das Thema ist das Thema dieser ganzen sog. Entlastungsstadt. Das Thema ist das Grün, das Thema ist die Landschaft, die einer Welle gleich sich selbst in die Stadt hineinträgt. Und setzen somit, obgleich mit anderen, zeitgemäßen Mitteln, fort was dereinst von den Planern dieser “Stadt im Grünen” begonnen wurde: die Durchlagerung von hoch- und tiefbaulichen Elementen mit üppiger Landschaftsstruktur, nunmehr dreidimensional zerknüpft und vertrennt. Das Grün ist also eine Decke (oder eine Landschaftsdecke), die über Baumarkt und zwischen dem Wohnen hindurch bis zum Bahnhof sich erstreckt Um dort in Form einer platzbildenden urbanen Freitreppe/-rampe hinabzukommen. In die Stadt. An der Stadt.

Bau- und Gartenfachmarkt
Was könnte dem Gartenfachmarkt besseres passieren als einen grünen Pelz zu haben? Hier kann dem werten Kunden anschaulich nahegebracht werden, wie sich auch auf dem eigenen Garagendach ein grandioses Biotop entfalten kann. Flechten, Sukkulenten und andere intensive und exzessive Planzen, künstlicher Natur können dort beheimatet werden.
Und ist es nicht wie bei den Tieren? Daß die größte Artenvielfalt sich inzwischen in den Großstädten ausbreitet. Oder auf Militärgeländen. Und um das ganze auch zu Hause so schön zu haben, werden Folien, Blähton etc. benötigt. Und das kann man gleich Unten erwerben.
Das Wohnen oben auf dem Baumarkt ist Baugruppen vorbehalten. Gut wäre, wenn der Baumarkt auch ein Teil der Baugruppe wäre. Nicht David gegen Goliath, sondern David mit Goliath. Zusammen wären sie unschlagbar. Wie die Nilpferde und die kleinen Vögel. Der Symbiose gehört die Zukunft. Die Natur macht es vor. Hier kann das symbiotische Miteinander von alt und jung, von Frau und Mann, von Kind und Kegel gendermaistreammäßig, ethnisch integriert werden. Ein sozio/kulturelles Testfeld. Wie beim Gen-Weizen.

Büropark Carl-Wery-Straße/Neuperlach Süd
Der Name hält was er verspricht Es wird tatsächlich ein BüroPARK.
Vom Baumarkt bis zum Bahnhof durchgängig öffentlich begehbar, beherbergt das rekreative und -tentive Gründeck als flexibel teilbare Basis in Form eines hochkompakten Volumens, die tieferen 40% der Büroflächen. Der büroüberstandene Aussenraum offeriert eine Mittagspause “zwischen der Arbeit” im Gras und mit Alpenblick oder ein trockenes Sommerfest.

Raus in die Stadt
Wer möchte da WOHNEN?
Menschen, die gerne vorne den Ku’damm haben und hinten die Ostsee. Am abend den FreizeitAcker bearbeiten, die Eier von den Hühnern vom Stadtteilbauernhof einsammeln und morgens in 17 Minuten am Marienplatz, zur Arbeit/zum Einkauen/in die Schule. Öffentlich natürlich. Eh. Denn weniger Autos bekommt man nur, wenn weniger Leute Auto fahren. Drum gibts auch ein spitzenmäßiges Radlparkierhaus: Das 2.000 Euro Fahrrad, sicher & trocken eingestellt, kann dann beruhigt zurückgelassen werden, auch von den Neubibergern, die ihr gutes Stück nicht nur am Wochenende ausfahren wollen. Eine volksgesundheitliche Einrichtung also von einer Anmutung, daß coophimmelblau einpacken hätten können sollten.
Kann ja noch werden…

Alpenblick und Funiculare
Wenn man auf dem Bahnsteig steht sieht man die Berge – klasse!
Das ist es was dem Ort [s]eine Besonderheit gibt. Doch kein Irgendwo! Das Wesen des Ortes [unter anderem] ist es das? Das soll auch so bleiben!

Lärm
Lärm ist gesundheitsschädlich und teuer. Darum stehen die Gebäude der 2. Bauabschnitte sämtlich auf der grünen Wiese, fern ab vom Verkehr. Die Parzellierung des Blockrandes ist kleinteilig, um eine vielfältige Architektursprache entstehen zu lassen. Innen entsteht ein Geflecht mit kleinen Plätzen und grüner Permeabilität. Orte des glücklichen Zufalls ohne KFZ für Spiel, Sport in jedem Alter. Wem das zu klein ist, der hat den freien Weg in das Grün um München vor der Tür.

bauchplan/landschaftsarchitekten
Landschaftswelle Neuperlach Landschaft ist das Thema der Trabantenstadt in Form von Strassenbegleitendem Grün, dem Wohnumfeld und den von der Strasse abgerückten Häusern.
Sie entspricht der Idee der klassischen Moderne im Städtebau.
Neuperlach ist das Münchener Versuchsfeld dieser Idee von Stadt-Trabanten und in seiner Bebauung kann die Entwicklung der jeweiligen Interpretation und Ausprägung dieser Idee abgelesen werden, von Zeilen über Punkte und Grosshöfe bis hin zu den im Westen an das Planungsgebiet anschliessenden Halbhöfe.
Mit der Bebauung an der Carl-Wery Strasse entsteht ein letztes grosses Stück Neuperlach an der politischen Grenze der Stadt. Es nimmt das Grundthema “Landschaft” auf und interpretiert es zu einem weiteren Stadtbaustein als eigenständiges Quartier aber mit Bezügen zu seiner Lage.
Die Landschaftswelle Neuperlach etabliert den Ort als Stadteingang, Arbeits- und Lebenswelt.
Funktionen wie Parken, Kaufen oder Liefern werden zusammengebunden unter der Idee des Ortes indem die landschaftliche Fuge, die München mit seinen Nachbarn verbindet, als Wohn und Arbeitsgrün in das neu Quartier hineingezogen wird. Verkehrsfreie Bewegungen werden so bis über die Stadtgrenze hinaus weitergeführt. Wohnen und Arbeiten finden nicht nur an, sondern in der Landschaft statt.

Auftraggeberin
Moll Areal GmbH & CoKG
Gutachterverfahren Carl-Wery-Straße, München – Neuperlach

mit
bauchplan landschaftsarchitektur und urbanismus, münchen

modellphoto
monika ribbe photodesign, bad aibling

18Jun/07

076 museum saarbrücken

Zeichen zur Stadt
Der Neubau der Galerie der Gegenwart setzt zur Stadt hin ein deutlich sichtbares Zeichen.

In Platzierung, Höhe und Fassadengestalt ist das Gebäude ein städtebauliches und architektonisches Signal, das weit in Stadt- und Flußraum ausstrahlt. Eine großzügige städtische baumüberstandene Platz-Spange südlich der Bismarckstraße begleitet und erschließt Saarbrückens „Kulturparade“ um die neue Galerie. Das Saarlandmuseum mit seiner bestehenden Galerie der Moderne erhält mit der Galerie der Gegenwart einen Kopfbau von übergeordneter Bedeutung.

Plätze und Grünraum
Vor dem Neubau der Galerie der Gegenwart eröffnet sich die baumüberstandene Platz-Spange, die die Bismarckstraße südlich begleitet, zum Straßenraum und zum gegenüberliegenden Platz. Sie wird dort zum der Museumsplatz, dem Präsentierteller des neuen Ensembles. In diesem Bereich darf an der Bismarckstraße nicht geparkt werden, dafür wird weiterhin Raum für oberirdische Stellplätze östlich und westlich davon angeboten, sowie die straßenseitigen Längsparker außerhalb des Museumsplatzes. Das Motiv für den Museumsgarten, der sich der Spange südlich anschließt, leitet sich vom Fluss und seinen regelmäßigen Überschwemmungen ab. Das Gelände wird zu Flutmulden modelliert, in der Bäume erhaben auf „Inseln“ am längsten trocken stehen. Die Flussdynamik ist auch bei normalem Wasserstandspegel über die Modellierung ablesbar und bietet einen interessanten Raum für eine atmosphärische Ausstellung von Kunstwerken im Freiraum.

Erschließung des Flussraumes
Die Galerie der Gegenwart und der neugeordete öffentliche Raum im Umfeld der Musikhochschule eröffnet den Flußraum und läßt dieses ungeheure Potential bis zur Bismarckstraße fließen. Wesentliche räumliche und funktionelle Bezugspunkte werden über den Belag verdeutlicht und rhythmisieren ihn – Querstrukturen leiten zu Eingängen, zum Flussufer und zum gegenüberliegenden Stadtplatz.

Kiste in die Luft gehoben
Eine Kiste mit den wertvollen Schätzen darinnen, herausgehoben aus den Gefahren des Hochwassers.

In dem hochgehobenen Baukörper befinden sich die Ausstellungräume, das Depot und die Werkstätten. Das Ergeschoß ist durchlässig, transparent und die Fortsetzung des öffentlichen Raumes. Sowohl Menschen als auch Saarwasser kann das Gebäude durchfließen. Der Entwurf schafft eine gleichwertige Zugangssituation der Galerie der Moderen und der Galerie der Gegenwart auf der Achse des bestehenden Lichthofes/Atriums.

Alt und Neu: Symbiotisches Miteinander
Das neue Haus wird sowohl seiner Rolle als dienendes Gebäude für die bestehende Galerie der Moderne, als auch seinem Charakter als neue Galerie der Gegenwart gerecht. Lage, Ausichtung  und Kubatur des Neubaus begleiten den Bestand auf eine natürliche Weise. Richtungen, Achsen und Raumkörper des Bestandes finden sich im neuen Gebäude wieder, Ein Ensemble ist enstanden, das neue Blicke, Beziehungen  und Perspektiven freigibt. Das neue Saarlandmuseum öffnet sich durch den Neubau zur Stadt hin.

Fassade
muß  etwas prozeßhaftes baustellenartiges haben.


Bühne, Gerüst, Projektionsfläche von innen und außen, thermisch technischer Bewuchs läßt eine gestaltende Funktionalität entstehen, die Design überflüssig macht. Eine vertikale Plattform für Kunst und Alltag innen wird außen und außen wird innen. Die Auflösung des Privaten und des Öffentlichen, die Durchmischung ist möglich an/in/durch diese Hülle, die keine Hülle  mehr ist, sondern aus Bewegung und Durchlässigkeit besteht. Poren, transfer, exchange, export, import, transpiration.  no design

Wirtschaftlichkeit
Kein kostspieliges Unterschoss, keine kostspielige Sicherheitsteechnik, sondern “konstruktiver Kunstschutz”. Die Belange des Auslobers sind entwurflich berücksichtigt. Es muß keiner aufwändigen Technik vertraut werden. Unser integriertes Ausstellungskonzept (räumliche Nähe von Ausstellung, Depot und Werkstätten) ermöglicht ein zeitgemäßes, wirtschaftliches und  flexibles Ausstellungsmanagement. Durch die kompakte Anordnung der Funktionsbereiche der Ausstellung ist die Klimatisierung minimalisiert. Keine Schleusen etc;  Eingang, Anlieferung etc findet, gut betreubar, an der Hauptfront statt;

Treppe als Raum und Funktionsskulptur

Die Galerie der Gegewart: Leuchtturm/Flagship/Zeichen

 

[Galerie der Gegenwart Saarbrücken, offener Internationaler Realisierungswettbewerb, 1. Phase 06/2007]
18Mar/07

074 landmark wales

two monuments for wales:
the first on the outskrits of the coal-mining-town: merthyr tydfil. now dismantled and left alone, nothing much left to remind you of its past. the latter right on the border to its beloved neighbour england, something between a national animal and a fence

merthyr junction, merthyr tydfil
was there a mining past to merthyr? tell me about it. remind me where i am coming from. tell me story. tell me tale. how black was my valley?

the roundabout is around what merthyr was about. mining. a sloped exvacation ±10 meters deep. matte black minerals. absorbing light and curiosity. reflecting heritage and memory

monmouth, border to england
…you see that?
do i see what, darling?
them strange red pins comin’ down that hill there…
i see ‘em, darling, i see ‘em…
ya what are these …think we have to stop?

no, darling, certailnly not.
maybe we’re getting into wales soon…
…see, i’ve told you: wales, and no need t…
…wales, wales, i am not asking you about wales! what is that thing?
to me… i don’t know… maybe some kind of a fence…
… a fence? a fence for what?
well, having said th..
… a fence. how ridicoulous is that,…


later that drive
…you see that?
do i see what, darling?
…you blind? that enormous red thing comin’ out of the woods there, that reptile, that dra…

23 to 37 red painted timber pins, drilled concrete foundation, light machinery only one m50/a40 traverse, glassfiber, prefabricated, concrete foundation

18Mar/06

061 tsunami memorial bygdøy

the untameable nature, its uncalculable, unpredictable, interventions: unpredictable it floats in the flood, uncalculable it submarines during ebbs, it comes and goes, making a void into the ocean, softening, taming the surface:

a inflating/flooding rubber-pneu, elasticly anchored to the ground, controlled by nature, by tidals, by waves, by sun, by temperature, by wind, by sound; ±5 m diameter, ±20 m offshore

tsunami disaster dec 26th 2004 memorial site bygdøy peninsula, oslo, norway

[Open, International Competition for Project Ideas; Memorial site in Norway for the victims of the tsunami disaster Dec 26th 2004; The National Foundation for Art in Public Buildings, Norway, (Utsmykkingsfondet for offentlige bygg) hereby invites artists working within the fields of visual art, arts and craft, architecture, landscaping and other visual expressions designers, to participate in an open, international competition for project ideas. In the wake of the tsunami disaster in South East Asia on 26th December 2004, the Norwegian Government has put The National Foundation for Art in Public Buildings in charge of a memorial site in Norway to honour the victims. The Foundation has appointed a Committee, whose task is to plan the project and put it into effect. The Memorial Site is to be open and inclusive to all people – independent of nationality or religion. The purpose of the site is to be a space for mourning and contemplation for those who have experienced dramatic events in their lives. The memorial site is to be an art/architectural project. It will be located somewhere on the Western shoreline of the Bygdøy peninsular in Oslo, Norway, and it is to be visible from both land and sea. This area, with its beach and its varied topography, is used all year round for outdoor activities. There will be no nameplate at the memorial site. source: Utsmykkingsfondet for offentlige bygg, Oslo, Norway]
21Apr/05

054 ernst sachs bad kunsthalle schweinfurt

das ernst sachs bad in schweinfurt (1931-1933) geplant vom (später dann auf der gottbegnadeten-liste geführten) architekten roderich fick, wird zur kunsthalle der stadt transformiert.

bestand, ansicht nord [quelle: stadt schweinfurt]

stadtplan, ausschnitt [quelle: stadt schweinfurt]

lageplan

grundriss eg, grundriss ug, grundriss og

schnitte, ansichten

der bestand wird weitestgehend belassen und mit zwei klar lesbaren eingriffen sowohl historisch präzis verankert, als auch für seine neue aufgabe ertüchtigt:
a
der naturwerkstein-gerahmten eingangssituation wird ein mehrfunktionaler funktionskörper (mit foyer, bühne, rolli-lift, …) vorgestellt

b
das schwimmbecken, von einer unzahl, im raster gesetzter kernbohrungen perforiert und mit blauen glaszylindern verfüllt, wird zum vortragssaal, begleited von einer offenen erschliessung aller geschosse.

einsatzmodell schwimmhalle

unterm schwimmbecken, mit (rolligerechter) zugangsrampe zum vortragssaal

offener realisierungswettbewerb

modell
frieder grüne, wolfratshausen

photographie
monika ribbe photodesign, bad aibling

16Jun/02

039 stiftsbogen münchen

drei dörfer im park
drei dichte aber gerade einmal baumhohe dörfergliedern den neuen haderner stadtpark.die angrenzenden gebäude- und grünstrukturen weiterentwickelnd und ineinander überleitend wird das areal zum verbindenden differeinzierten freiraum.

die dörfer
dichtmöglichst gestellte, zumeist nur zwei- oder dreigeschossige wohngebäude spannen private und halbprivate freiräume auf, spielstrassen und platanenbestandene dorfplätze. die kleinmasstäblichkeit der dörfer in verknüpfung mit einer geordneten durchmischung der unterschiedlichen bewohnergruppen vermeidet sozio-ökonomische segregation, schafft ein zeitlich/räumlich verschiedentlich genutztes quartier.die aufgezeigte verteilung der baukörper innerhalb der zu bebauenden dörfer ist mehr als weiterzuentwickelnde exemplarische bemusterung denn als definitive lösung zu betrachten.

die freiräume
der park:
ein grosser undeterminierter anger, magerwiese und bolzrasen, federballfeld oder grillplatz, entwickelt sich mit abgestufter konturierung zu halböffentlichen,halbprivaten freiräumen, aber auch zu plätzen und märkten städtischen charakters hin.
ein wald: angelehnt an die vorhandenen böschungen, bildet einen breiten rücken zur baumasse des augustinums und ist informelles spielrevier der kinder.
die gärten: kleine gartenhöfe und terrassen innerhalb des dorfs, ein saum von vielerlei gärten drumherum: bewohnergärten, spielplätze, freiraum für dies und das was freiraum braucht, veränderbar im lauf der zeit. das freiraumkonzept ist betont einfach und am täglichen gebrauch orientiert, bietet aber dennoch raum für nicht-alltägliches: freilichttheater vor der stadttreppe, den zirkus auf der großen wiese, platz für markt, bücherbus, spielmobil…


die autobahn
die schallemissionen des kraftfahrzeugverkehrs auf der A96 sind nur in einer kombination aus städtebaulicher verteilung, baukörperfigur und baulichem schallschutz unter gesundheitsgefährdende werte zu senken:
·da der schalldruckpegel mit linearer entfernungszunahm im quadrat abnimmt sind die wohnungen in möglichst grosser distanz zum schallemitter angesiedelt. weniger lärmsensiblen nutzungen (verwaltung) sind kürzere distanzen zur schallquelle zuzumuten.
·zur schallquelle in ihrer höhenentwicklung ansteigende, möglichst dicht zueinander stehende querliegende, baukörper verhindern wirkungsvoll das eindringen des schalls in die quartiere.
·die dichte gehölzpflanzung auf der abstandsfläche zum emitter mindert den schallpegel nicht allein physikalisch sondern auch psychologisch.

bewegung und begegnung
die dörfer sind so konzipiert, daß sie als autofreie siedlungen funktionieren können: geparkt wird in sammeltiefgaragen, deren zufahrten sich jeweils nahe am eingang zursiedlung befinden. auch alle besucherstellplätze liegen am rand der quartiere an den äußeren erschliessungsstrassen.rückgrat der inneren erschliessung sind ring- oder stichstrassen, befahrbar für anlieferung und die feuerwehr. sie können wegen des geringen verkehrsaufkommens alsspielstrassen ausgewiesen werden und sind damit bestandteil des nutzbaren freiraums. auch ihre widmung als privatstrassen ist denkbar.ausgehend von den spielstrassen durchzieht ein dichtes netz von wohnwegen die dörfer. über dieses netz werden die wegebeziehungen des alltags nach außenhergestellt: zum park, zu schule und einkaufszentrum, zu den haltestellen des öpnv.

die polizei
vorteile der lage der polizeidienststellen im norden des grundstückes:
_fortsetzung der typologie der grössermassstäblichen solitäre  entlang an der autobahn.
_lärmschutzbebauung und pufferzone zum wohngebiet.
_eine merkfähige, präsente skulptur präsentiert sich:das gebäude der polizei nimmt die gegebenheiten des ortes auf und entwickelt sich als skulptur aus den höhenlinien des lärmschutzwalls, dem unterführungsbauwerk und der zugehörigen topografischen situation heraus.
das gebäude ist somit ein hybrid aus verkehr, landschaft und haus, das aus der schwierigen situation, bisher gelten solche orte als »unorte«, als verlorenes land, einen ort höchster dichte und identität, sowohl für die nutzer, als auch für die bewohner und befahrer, schafft.die pollzei erhält einen direkte verbindung zur stadteinwärts führenden spur der A96. das gebäude entwickelt sich vom niveau der unterführung bis hoch über die autobahn. diese ansteigende skulptur, bietet den  verschiedenen diensttellen raum für die unterschiedlichen anfordeungen.

11Jun/02

038 bürgerhaus regensburg

a_die bank ist eine bank.
ihre mitnichten unerfreulich proportionierte massigkeit ist strassenraumprägend.
ihre bausubstanz muss weitestmöglich erhalten bleiben.

b_die öffnung zum minoritenweg hin würde dem bürgerbüro keinen städtebaulich legitimierbaren, nicht mal einen hlabwegs angemessenen vorbereich gewähren. das bürgerbüro öffnet sich ins quartier hinein, hindurch.

c_das bürgerbüro ist öffentlicher durchgang, ein öffentliches stück regensburg. offen, durchlässig.
der anbau öffnet dann auch den bestand, öffnet damit auch einen teil stadt, ihren bürgerinnen und bürgern.

d_die front der frontoffices ist konkav. die bürgerin, der bürger ist umzingelt von der front. blichkontakt, für die nervösen, nicht auf ihre wartenummer vertrauenden, zu jeder dame, jedem herrn hinterm schalter. alternativ aber auch in mehrstufiger nuancierung hierzu wartemöglichkeiten für die ruhigeren, im die front umgebenden volumen.
bei klaviermusik und kindergeschrei, jedem das seine.

e_die knappen volumina von bürofluren, von minimierten entrées zusammenfassen, daraus mehrgeschossige räume werden lassen. maximal zweigeschossig natürich, dem feuer wegen. zwei jeweils doppelgeschossige volumen. von internen und externen treppen verbunden. echter raum.

f_die intervention assistiert dem bestand. ver- und entsorgung, jedwelche infrastruktur, erschliessung, flucht.

g_das dach ist flach und begrünt. regenwasserretentiv, hochwasserfeindlich also. als ob das nicht von interesse sei, an der donau. ein zweigeschossiger stahlbetontisch, darauf eine weitgehend vorgefertigte hölzerne glasschatulle.
zwischen den büros regale als trennwände, nach aussen wie zur galerie hin teils raumhoch aufgeglast, teils mit holzbekleideter vakuumdämmung.

19Jan/02

036 grundbuchamt winsen

der park als haus. das haus als park.
am nördlichen ende der winsener schloss-parkanlage direkt neben dem schloss kann das grundbuchamt nicht einfach ein weiteres »haus im park« sein, es muss versuchen als teil diesen parkes, ihn stärkend, gar erweiternd zu erhalten.

der eingeschossige körper ist park und weg und grundbuchamt…

das grundbuchamt ist eingeschossig, barrierefrei, um seinen nucleus, seine sammlung von grundbüchern und grundakten sind unmittelbar die sichtungs- und bearbeitungsräume angeordnet…

und wenn diese prägnante präsenz der akten und pläne einmal obsolet werden sollte, so wäre das kombibüro schon fertig. der grund auf dem grundbuchamt einhergehend mit dem erhaltbaren baumbestand wie dem dachüberstand sichern zuverlässig ein überaus angenehmes träges klimatisches verhalten der raumhülle zu.

das vegetabile dach ist darüberhinaus als adiabatisch kühlender verdunstungskörper ansetzbar. der bis zu einer tiefe von 2,3 bis 4,5 meter kaum tragfähige baugrund legt als wirtschaftlichste lösung die erstellung einer, zusammen mit den ug-außenwänden als »weisse wanne« ausgebildeten, tragenden bodenplatte etwa drei meter unterhalb des gelädes nahe. das so entstehende untergeschoss ist gross genug, um neben dem lager für die toten akten als abfallprodukt auch noch die stellplätze für pkw aufzunehmen. der park als park, nicht als park-platz. die decke über dem amt ist eine über drei felder zzgl ein bis zwei meter kragarmen spannende punktförmig gestützte stahlbeton-platte. ihre vertikalen lasten werden durch dickholzscheiben der kellerdecke beaufschlagt.

dachaufbau dachpark, staudengräser; substrat, 400 mm; wurzelschutz; dichtung; wärmedämmung 200 mm; dampfsperre; stahlbeton 300 mm; fugenoffen abgehängte lerchendecke bodenaufbau fliessestrich, 80 mm geschliffen, gewachst; dampfsperre; wärmedämmung 120 mm; stahlbeton 300 mm kellerbodenaufbau fliessestrich, geschliffen gewachst; wu beton 500 mm fassade dickholzwandscheiben, d = 300 mm dazwischen wärmeschutz isolierverglasung, zweifach, raumhoch; lüftungsflügel in dickholzscheiben; heizflächen, niedertemperatur, hinter holzscheiben wandaufbau dickholzwandscheiben, d = 300 mm, trennwände als reversible regalwände, holz

wettbewerb; mit lesche, henke (landschaft) obermüller, lop (tragwerk)
modellphotos: monika ribbe, münchen