Tag Archives: jan schabert

01Feb/09

089 professorenhäuser

studentenstadt münchen
die größte studentische wohnanlage deutschlands wurde von den Architekten ernst maria lang und sepp pogadl nach einem gewonnen wettbewerb realisiert. mit der städtebaulichen typologie trug man der nähe zum englischen garten und der lage an der isarhangkante mit der idee des durchfließenden landschaftsraumes rechnung. im landschaftsraum der isar gelegen war eine befreiung von den bestimmungen der landschaftsschutzverordnung nötig. die anlage sollte nach dem vorbild der cité universitaire in paris auch die idee einer internationalen stadt wiederspiegeln.

die studentenstadt, deren träger das studentenwerk münchen ist, war ursprünglich für 5.000 studierende vorgesehen. heute leben ca. 2.500 menschen in 14 häusern. in mehren bauphasen wurde die studentenstadt von 1961 bis 1977 errichtet. die »altstadt« befindet sich auf der tiefer gelegenen landschaftsterrasse, die »neustadt« auf der etwa 2,50 m höher gelegen topografie.
die studentenstadt war nicht nur in ihrer städtebaulichen ausformulierung von der ideen einer »modernen« stadt geprägt. auch das akademische zusammenleben sollte neue wege beschreiten. das zusammenleben der studierenden in wohngruppen und hausgemeinschaften, die anlage eines zentralen platzes mit gemeinschaftlichen funktionen und auch die unterbringung von professoren und ihren familien inmitten des studentischen wohnens waren konzeptionelle ideen, den universitäts-/campusgedanken auf das wohnen zu übertragen: die professoren sollten ansprechbar sein, ein öffentlicher anteil im wohnhaus, das arbeitszimmer mit bibliothek, zeugt davon.

die terrasse ist der studentenstadt einziger punkt, an dem der durch die isar-hangkante entstandenen höhensprung von gut 2 m deutlich herausgearbeitet ist; in der namensgerecht sonst recht flachen münchner schotterebene ist ein solcher höhensprung schon bemerkenswert. die ursprüngliche wegeführung gab den professoren-/atelier-häusern eine privatheit in mitten des durchfließenden grünraumes. der gekappte durchweg hinterläßt eine terrasse, welche abgekoppelt von der ursprünglichen idee des belebten treffpunktes allenfalls noch privat genutzt wird.


[links: derzeitige situation; rechts: vorschlag g&s]

das potenzial des öffentlichen raumes, des durchfließenden, besiedelten parkes ist unserer meinung nach nicht in vollem umfang genutzt: ortsbezogene themen die da lauten könnten »wohnen im park«, akzentuierung der hangkante« oder »übergang zum englischen garten und zur isar« warten noch auf eine klärende (wieder-)bespielung

aufgabe

modernisierung, umbau und anpassung der 3 professoren-häuser an die nutzung als zeitlich begrenztes professoren/familienwohnen. neuberufene professorinnen und professoren, die aus anderen ländern/städten kommen werden künftig die möglichkeit haben, mit ihren familien die häuser zu beziehen, um von einem familiengerechten wohnsitz aus ihre hochschularbeit aufnehmen zu können und sich eine dauerhafte wohnsituation zu schaffen. die bestehenden häuser sind mit ihrer attraktiven lage am englischen garten, nahe der u-bahn und mit ihrem großzügigen räumlichen angebot dazu überaus geeignet. das studentwerk hat derzeit keinerlei angebot für professoren und deren familien. nach 40 jahren ist eine räumliche adaption sicher genauso nötig, wie die beseitigung baulicher, bauphysikalischer, haustechnischer und energetischer defizite.


[baulicher bestand mit defiziten]

ziel
unser ziel ist es, die vorhandenen potentiale der gebäude freizulegen, den bestand klärend zu erhalten, aber auch neu zu interpretieren. die teilweise überformten ursprünglichen städtebaulichen, räumlichen, architektonischen ideen respektieren, ihre lesbarkeit nicht weiter zerstören, sie vielmehr präzisierend einer heutigen nutzung anpassen. im sinne einer kreativen und kritischen denkmalpflege, auch wenn die häuser nicht unter denkmalschutz stehen.
hohe flexibilität mit ausklinkbaren und schaltbaren einheiten für eine weitere generationen. das haus muss in seiner rolle als aneigenbares mietobjekt in ausstattung und benutzbarkeit schlicht und robust sein; berücksichtigung von barrierefreier nutzung des hauses.

[variante: »aufgeräumt«]

[variante: »umgeräumt«]

integrierte lösungen gerade im bereich der energieeffizienz: wir wollen keine addierten technischen apparaturen, sondern eine intelligente lösung, die auf die vorhandene problemstellung reagiert: der problematik der wärmebrücken begegnen wir im entwurflichen ansatz, mit einer einhüllung des gesamten hauses, nicht durch bautechnische einzelmassnahmen wie betonschneiden und isokörbe. der dämmenden hülle wird dann auch noch gleich die aufgabe des einsammelns solar-thermischer energie zu teil.

zugang & fahrradparkieren

die thermischen problemzonen der professorenhäuser, die auskragenden betonbauteile des zugangsbereiches werden in ihrer schwierigen bekleidbarkeit mit wärmedämmung nicht eng eingepackt sondern grosszügig eingehaust. der nun trockene vorraum mit zwischenklima gibt raum zum fahrradlagern & -reparieren, zum blumenüberwintern, zum basteln, zum wertstoffsammeln, zum holzspalten und -lagern.

hinauf & hinab
die richtungsneutralität wird zugunsten einer wertenden differenziert dimensionierten vertikalen erschliessung aufgegeben: eine breite massive treppe welche ein paar stufen die isar-hangkante hinab zum eher öffentlichen wohnen führt und eine sportlich-schlanke holzstiege zu den privatzimmern.

wohnen & garten
unter beibehaltung der architektursprache des bestandes bleibt die eg-fassade eingezogen, die og-ansicht in bandform obwohl die einstmaligen kühlrippen balkon und die sich freilaufenden schotten nunmher mit einer belüftbaren, transluzenten haut thermisch bekleidet sind. die bekleidung respektiert das bestehende gebäude, läßt es durchscheinen, signalisiert aber auch eine neue zeit und macht sich auch und nebenbei um solare energieeinträge verdient. das wohnzimmer ist nunmehr raumhoch verglast, öffnet sich maximal zum garten, der sonne entgegen. das obergeschoss erweitert sich um den balkon.

umbau für studentische wohnnutzung (alternative planung):

[variante: »studentisches wohnen«]

die privatzimmer der studentinnen und studenten sind mit »magazinwänden« voneinander separiert. anstelle von leichten trennwänden zzgl. mobiliar vereinigen diese anforderungsprofilgerecht lagermöbel, installationswand, akkustische & optische trennung. die voll aufgeglaste & öffenbare südfassade ist mit justierbarem aussenliegendem sonnenschutz vor übermässigem solaren energieeintrag protegierbar. die »innere fassade« zwischen privaten zimmern und gemeinschaftsflächen ist in transluzentem werkstoff ausgeführt. dies ist nicht nur der belichtung und durchleuchtung der gemeinschaftsflächen zuträglich sondern erleichtert und initiiert viel mehr mit ihrer kommunikationsfläche den kurzen aber umso knackigeren lebensabschnitt in einer offenen wohngemeischaft.

die gemeinschaftliche wohnküche bespielt den wohl stärksten raum der professorenhäuser: das vormalige atelier. das wunderbare potential diesen ein-einhalb-geschossigen raumes, die zonierung von grosser offenheit bis zu starkem rückzug bleibt erleb- und bespielbar, wird sogar noch mit dem öffnen des fensters zu einer fenstertür einerseits und privatisierenden einbauten andererseits radikalisiert. ein prolongierbarer »tisch-on-demand« gibt lonern, frühstückspaaren, haussitzungen und gelagen ihren jeweils angemessenen/erforderlichen platz.

flächen und raum-inhalte [je haus] nach DIN 277
[nach umbau (incl. windfang und wärmedämmung, +25 cm)]

WE    1
WF wohnfläche    140 m2
BF bebaute fläche    145 m2
BGF bruttogrundfläche    290 m2
BRI bruttorauminhalt    860 m3

mit
brigitte götschl [kostenplanung]

18Oct/08

087 grüne achse schwabing

the city is the sculpture: green-axis schwabing, munich, together with green axis team »urbanes wohnen«: space and place for art along the green axis there; it is linking an enfilage of parks. neighbourhood engagement should co-generate this green ribbon, with a wide spectrum of small-scale urban spaces and places, intensified by art and art-projects

green axis, münchen/d

with
manfred drum, urbanes wohnen eg

24Jul/08

084 pappatelier econtainer

transportables modulares büro/show/wohnraumsystem leichtbau aus recyclierten bzw. cyclus-fähigen hohlkammermaterialien · äusserst niederpreisig in herstellung & unterhalt · montage: 2 pers., 3 stunden · bis ca. 25 qm komplett transportabel in mb sprinter

econtainer, design proposal mobile, lightweight, easy to assemble, fully recyclable office- and tradefair room-construction-system from honeycombcardboard and hollowcore polycarbonate-boards. fully thermally insulated, services, seating & storage within bottom-box. discontinued due to lack of funding.

18Apr/08

081 umnutzung porzellanwerke

in dem interdiziplinären ideen und realisierungswettbewerb wurde nach einem revitalisierungskonzept für die beiden ehemaligen winterling – porzellanwerke in schwarzenbach und kirchenlamitz in der region hochfranken/oberfranken in nord-bayern gefragt. eine neue nutzung, die passenden bauliche maßnahmen incl. marketing und ökonomische entwicklungsstretegien sollten entwickelt und dargestellt werden.

[schwarzpläne kirchenlamitz und schwarzenbach]

identität und geschichte der gebäude
es gibt in hochfranken, oberfranken, an der ehemaligen zonen grenze, in selb, in weiden, sehr viele, von diesen hochverdichteten gebäuden, die über 100 jahre einen wachstumsprozess in der gleichen logik erfahren haben. die porzellanproduktion, die günstige standtortfaktoren vorfand, ist nun abgewandert und hat uns faszinierende typologien, zeitzeugen von beeindruckender dichte hinterlassen.

[baugeschichte kirchenlamitz]

die komplexität und kompaktheit der anlagen macht die entstehungsgeschichte, das schrittweise/kontinuierliche wachsen des gesamtgebäudes über die dekaden, ablesbar. ein fundus von industrie, bau- und kulturgeschichte. das aufeinandertreffen und »vernetzen« von unterschiedlichen gebäudetypologien zu einem unverwechselbaren ganzen gilt es in seiner einzigartigkeit zu erhalten. wachstumsringe/jahresringe/zwiebelschalen.

[schrägluftbilder, kirchenlamitz, schwarzenbach]

konzept »zugänglichkeit« / lesbarkeit der schichten
unser konzept ist es, die topografisch bedingten standortspezifika der beiden ehemaligen winterling porzellanwerke in kirchenlamitz und schwarzenbach heruaszuarbeiten und die endogenen potentiale durch homöopathische bauliche eingriffe zu aktivieren. die zweieiigen zwillinge sollten in ihrer jeweiligen persönlichkeit unterstützung erfahren. beide eingriffe sind sich in einer weise ählich. der fokus liegt in der baulichen öffnung der beiden megastrukturen, die jeweils durch einen präzisen, chirurgischen schnitt erfolgen.
über eine neue erschließungsschiene wird in beiden gebäuden eine zugänglichkeit, eine hinwendung zum öffentlichen raum erreicht. nach einer öffnung, und strukturierung der baumassen ist eine flexible nutzung der gebäude möglich. ob kraftwerk für neue energien, start up center für umliegendenn schulen und hochschulen oder freizeitnutzung. am anfang jeder baumaßnahme muß eine zugänglichkeit gewährleistet sein. (vgl. neue siedlungsgebiete)
die neue, zukunftsfähige nutzung und die baulichen eingriffe machen die wachstumsringe des gebäudes erst (und wieder) ablesbar.

[schrägluftbild schwarzenbach, bestand]

[schrägluftbild schwarzenbach, konzept]

porzellanwerk schwarzenbach
das werk in schwarzenbach liegt in der saale aue, am ortseingang von schwarzenbach. mit dem generationengarten ist bereits von der stadt schwarzenbach ein zeichen gesetzt worden, das thema der landschaftlichkeit, angrenzend an den urbanen raum aufzugreifen.

erschließungs- und raumkonzept / architektonische und bauliche interventionen
der vorgefundene landschaftliche aspekt des ortes setzt sich in dem ehemaligen porzellanwerk fort. die mittlere, in nord-süd richtung verlaufende gebäudespur des werkes wird herausgebrochen und durch eine rampe ersetzt. diese chirurgische maßnahme ermöglicht die erschließung und belichtung des gebäudekonglomerates. gleichzeitig entsteht ein qualitätsvoller außenraum inmitten der megastruktur, der als öffentlich zugänglicher weg teil der stadt schwarzenbach wird und urbane funktionen erfüllt. die rampe überwindet ca. 5m und erschließt und vernetzt auf ihrem weg die unterschiedlichen niveaus und funktionen des gebäudes mit sich selbst, der stadt, der landschaft und der region. das gebäude ist nun begehbar.

[modell schwarzenbach]

[lageplan schwarzenbach]

[perspektive landschaftszunge schwarzenbach]

porzellanwerk kirchenlamitz
die stärken, potentiale des winterling werkes in kirchenlamitz, das oberhalb der hangstufe des lamitztals liegt, ist seine kirchenlamitz: beeindruckende und identitätsstiftend fernwirkung.
das wandgemälde in der ehemaligen kantine zeigt diese ansicht. dieses »endogene potential« der fernwirkung soll aufgenommen und durch die überwölbung/überhöhung des neuentstandenen atriums unterstrichen werden. ein signal, das für alle weithin sichtbar ist, daß das werk wieder belebt ist.

erschließungs- und raumkonzept / architektonische und bauliche interventionen
implementierung einer strukturierenden erschließungs,- organisations- und raumschiene, die die unterschiedlichen höhenlagen durch das innere des gebäudekomplexes hindurch verbindet. bauliche interventionen finden konzentriert innerhalb dieser zone statt. hier ist der fokus.
der nord-süd durchstich/durchblick/durchgang gewährt zugang /eröffnet neue zusammenhänge, vernetzt die bestehenden gebäude. ist archäologischer/geologischer schnitt durch schichten und zeiten. der niveauunterschied von ca. 5 m geschoß in nord-süd-richtung wird, räumlich inszeniert, bespielt. die topographische lage wird im haus erlebbar. eine orientierung ist nun möglich. der bisher schwer zugängliche komplex öffnet sich.
die zentrale achse vernetzt verschiedene funktionen, auf verschiedenen geschoßen erschließt sich die ofenhalle, ist raumschiene für zentrale nutzungen/medienführung/seviceeinheiten für das ganze haus.

[modell kirchenlamitz]

[lageplan kirchenlamitz]

[axonometrie durchstich kirchenlamitz]

mit
prof. dr. ingrid krau
sonja rube

mitarbeit
ekin özdil
simon schuster

16Dec/07

079 moll-areal neuperlach

Wir haben einen Stadteingang für München, aber auch einen Stadteingang für Neuperlach, dieser Stadt in der Stadt, an der Stadt, geschaffen. Das Thema ist das Thema dieser ganzen sog. Entlastungsstadt. Das Thema ist das Grün, das Thema ist die Landschaft, die einer Welle gleich sich selbst in die Stadt hineinträgt. Und setzen somit, obgleich mit anderen, zeitgemäßen Mitteln, fort was dereinst von den Planern dieser “Stadt im Grünen” begonnen wurde: die Durchlagerung von hoch- und tiefbaulichen Elementen mit üppiger Landschaftsstruktur, nunmehr dreidimensional zerknüpft und vertrennt. Das Grün ist also eine Decke (oder eine Landschaftsdecke), die über Baumarkt und zwischen dem Wohnen hindurch bis zum Bahnhof sich erstreckt Um dort in Form einer platzbildenden urbanen Freitreppe/-rampe hinabzukommen. In die Stadt. An der Stadt.

Bau- und Gartenfachmarkt
Was könnte dem Gartenfachmarkt besseres passieren als einen grünen Pelz zu haben? Hier kann dem werten Kunden anschaulich nahegebracht werden, wie sich auch auf dem eigenen Garagendach ein grandioses Biotop entfalten kann. Flechten, Sukkulenten und andere intensive und exzessive Planzen, künstlicher Natur können dort beheimatet werden.
Und ist es nicht wie bei den Tieren? Daß die größte Artenvielfalt sich inzwischen in den Großstädten ausbreitet. Oder auf Militärgeländen. Und um das ganze auch zu Hause so schön zu haben, werden Folien, Blähton etc. benötigt. Und das kann man gleich Unten erwerben.
Das Wohnen oben auf dem Baumarkt ist Baugruppen vorbehalten. Gut wäre, wenn der Baumarkt auch ein Teil der Baugruppe wäre. Nicht David gegen Goliath, sondern David mit Goliath. Zusammen wären sie unschlagbar. Wie die Nilpferde und die kleinen Vögel. Der Symbiose gehört die Zukunft. Die Natur macht es vor. Hier kann das symbiotische Miteinander von alt und jung, von Frau und Mann, von Kind und Kegel gendermaistreammäßig, ethnisch integriert werden. Ein sozio/kulturelles Testfeld. Wie beim Gen-Weizen.

Büropark Carl-Wery-Straße/Neuperlach Süd
Der Name hält was er verspricht Es wird tatsächlich ein BüroPARK.
Vom Baumarkt bis zum Bahnhof durchgängig öffentlich begehbar, beherbergt das rekreative und -tentive Gründeck als flexibel teilbare Basis in Form eines hochkompakten Volumens, die tieferen 40% der Büroflächen. Der büroüberstandene Aussenraum offeriert eine Mittagspause “zwischen der Arbeit” im Gras und mit Alpenblick oder ein trockenes Sommerfest.

Raus in die Stadt
Wer möchte da WOHNEN?
Menschen, die gerne vorne den Ku’damm haben und hinten die Ostsee. Am abend den FreizeitAcker bearbeiten, die Eier von den Hühnern vom Stadtteilbauernhof einsammeln und morgens in 17 Minuten am Marienplatz, zur Arbeit/zum Einkauen/in die Schule. Öffentlich natürlich. Eh. Denn weniger Autos bekommt man nur, wenn weniger Leute Auto fahren. Drum gibts auch ein spitzenmäßiges Radlparkierhaus: Das 2.000 Euro Fahrrad, sicher & trocken eingestellt, kann dann beruhigt zurückgelassen werden, auch von den Neubibergern, die ihr gutes Stück nicht nur am Wochenende ausfahren wollen. Eine volksgesundheitliche Einrichtung also von einer Anmutung, daß coophimmelblau einpacken hätten können sollten.
Kann ja noch werden…

Alpenblick und Funiculare
Wenn man auf dem Bahnsteig steht sieht man die Berge – klasse!
Das ist es was dem Ort [s]eine Besonderheit gibt. Doch kein Irgendwo! Das Wesen des Ortes [unter anderem] ist es das? Das soll auch so bleiben!

Lärm
Lärm ist gesundheitsschädlich und teuer. Darum stehen die Gebäude der 2. Bauabschnitte sämtlich auf der grünen Wiese, fern ab vom Verkehr. Die Parzellierung des Blockrandes ist kleinteilig, um eine vielfältige Architektursprache entstehen zu lassen. Innen entsteht ein Geflecht mit kleinen Plätzen und grüner Permeabilität. Orte des glücklichen Zufalls ohne KFZ für Spiel, Sport in jedem Alter. Wem das zu klein ist, der hat den freien Weg in das Grün um München vor der Tür.

bauchplan/landschaftsarchitekten
Landschaftswelle Neuperlach Landschaft ist das Thema der Trabantenstadt in Form von Strassenbegleitendem Grün, dem Wohnumfeld und den von der Strasse abgerückten Häusern.
Sie entspricht der Idee der klassischen Moderne im Städtebau.
Neuperlach ist das Münchener Versuchsfeld dieser Idee von Stadt-Trabanten und in seiner Bebauung kann die Entwicklung der jeweiligen Interpretation und Ausprägung dieser Idee abgelesen werden, von Zeilen über Punkte und Grosshöfe bis hin zu den im Westen an das Planungsgebiet anschliessenden Halbhöfe.
Mit der Bebauung an der Carl-Wery Strasse entsteht ein letztes grosses Stück Neuperlach an der politischen Grenze der Stadt. Es nimmt das Grundthema “Landschaft” auf und interpretiert es zu einem weiteren Stadtbaustein als eigenständiges Quartier aber mit Bezügen zu seiner Lage.
Die Landschaftswelle Neuperlach etabliert den Ort als Stadteingang, Arbeits- und Lebenswelt.
Funktionen wie Parken, Kaufen oder Liefern werden zusammengebunden unter der Idee des Ortes indem die landschaftliche Fuge, die München mit seinen Nachbarn verbindet, als Wohn und Arbeitsgrün in das neu Quartier hineingezogen wird. Verkehrsfreie Bewegungen werden so bis über die Stadtgrenze hinaus weitergeführt. Wohnen und Arbeiten finden nicht nur an, sondern in der Landschaft statt.

Auftraggeberin
Moll Areal GmbH & CoKG
Gutachterverfahren Carl-Wery-Straße, München – Neuperlach

mit
bauchplan landschaftsarchitektur und urbanismus, münchen

modellphoto
monika ribbe photodesign, bad aibling

23Jul/07

078 küche türkenfeld

das ganze erdgeschoss dieses einfamilienhauses in türkenfeld ist mit nichts- oder allenfalls wenignutzigen wänden zugestellt und zerstückelt: wir sollten die kücheneinrichtung »ein bisschen paraktischer machen«, haben dann aber gleich deren abstellkammer-aura zu der eines wohnraumes überführt.

[vorschlag, grundriss]

[bestandsplan]
01Jul/07

053 baywa-halle in der db, deutschen bauzeitung

»Ateliers trouvés« lautete der Titel eines Vortrags von Martina Günther und Jan Schabert im Rahmen der Architekturwoche München 2004. Darin führten sie aus: »Gefundene, brachgefallene Orte neu zu formatieren, zu transformieren, für die Stadt zurückzugewinnen ist unser Ziel: diese »Unräume« zu beleben und in Ateliers zu verwandeln. Wir legen einen erweiterten Atelierbegriff zugrunde, der Menschen Räume eröffnet, um tätig zu werden.« Diese Sätze klingen wie die programmatische Aussage für den Entwurf, mit dem die Architekten ein halbes Jahr später beauftragt wurden, die Umnutzung einer ehemaligen Baywa-Halle aus den fünfziger Jahren in ein Wohn- und Atelierhaus… [michaela busenkell, db 07/2007] :: mehr

18Jun/07

076 museum saarbrücken

Zeichen zur Stadt
Der Neubau der Galerie der Gegenwart setzt zur Stadt hin ein deutlich sichtbares Zeichen.

In Platzierung, Höhe und Fassadengestalt ist das Gebäude ein städtebauliches und architektonisches Signal, das weit in Stadt- und Flußraum ausstrahlt. Eine großzügige städtische baumüberstandene Platz-Spange südlich der Bismarckstraße begleitet und erschließt Saarbrückens „Kulturparade“ um die neue Galerie. Das Saarlandmuseum mit seiner bestehenden Galerie der Moderne erhält mit der Galerie der Gegenwart einen Kopfbau von übergeordneter Bedeutung.

Plätze und Grünraum
Vor dem Neubau der Galerie der Gegenwart eröffnet sich die baumüberstandene Platz-Spange, die die Bismarckstraße südlich begleitet, zum Straßenraum und zum gegenüberliegenden Platz. Sie wird dort zum der Museumsplatz, dem Präsentierteller des neuen Ensembles. In diesem Bereich darf an der Bismarckstraße nicht geparkt werden, dafür wird weiterhin Raum für oberirdische Stellplätze östlich und westlich davon angeboten, sowie die straßenseitigen Längsparker außerhalb des Museumsplatzes. Das Motiv für den Museumsgarten, der sich der Spange südlich anschließt, leitet sich vom Fluss und seinen regelmäßigen Überschwemmungen ab. Das Gelände wird zu Flutmulden modelliert, in der Bäume erhaben auf „Inseln“ am längsten trocken stehen. Die Flussdynamik ist auch bei normalem Wasserstandspegel über die Modellierung ablesbar und bietet einen interessanten Raum für eine atmosphärische Ausstellung von Kunstwerken im Freiraum.

Erschließung des Flussraumes
Die Galerie der Gegenwart und der neugeordete öffentliche Raum im Umfeld der Musikhochschule eröffnet den Flußraum und läßt dieses ungeheure Potential bis zur Bismarckstraße fließen. Wesentliche räumliche und funktionelle Bezugspunkte werden über den Belag verdeutlicht und rhythmisieren ihn – Querstrukturen leiten zu Eingängen, zum Flussufer und zum gegenüberliegenden Stadtplatz.

Kiste in die Luft gehoben
Eine Kiste mit den wertvollen Schätzen darinnen, herausgehoben aus den Gefahren des Hochwassers.

In dem hochgehobenen Baukörper befinden sich die Ausstellungräume, das Depot und die Werkstätten. Das Ergeschoß ist durchlässig, transparent und die Fortsetzung des öffentlichen Raumes. Sowohl Menschen als auch Saarwasser kann das Gebäude durchfließen. Der Entwurf schafft eine gleichwertige Zugangssituation der Galerie der Moderen und der Galerie der Gegenwart auf der Achse des bestehenden Lichthofes/Atriums.

Alt und Neu: Symbiotisches Miteinander
Das neue Haus wird sowohl seiner Rolle als dienendes Gebäude für die bestehende Galerie der Moderne, als auch seinem Charakter als neue Galerie der Gegenwart gerecht. Lage, Ausichtung  und Kubatur des Neubaus begleiten den Bestand auf eine natürliche Weise. Richtungen, Achsen und Raumkörper des Bestandes finden sich im neuen Gebäude wieder, Ein Ensemble ist enstanden, das neue Blicke, Beziehungen  und Perspektiven freigibt. Das neue Saarlandmuseum öffnet sich durch den Neubau zur Stadt hin.

Fassade
muß  etwas prozeßhaftes baustellenartiges haben.


Bühne, Gerüst, Projektionsfläche von innen und außen, thermisch technischer Bewuchs läßt eine gestaltende Funktionalität entstehen, die Design überflüssig macht. Eine vertikale Plattform für Kunst und Alltag innen wird außen und außen wird innen. Die Auflösung des Privaten und des Öffentlichen, die Durchmischung ist möglich an/in/durch diese Hülle, die keine Hülle  mehr ist, sondern aus Bewegung und Durchlässigkeit besteht. Poren, transfer, exchange, export, import, transpiration.  no design

Wirtschaftlichkeit
Kein kostspieliges Unterschoss, keine kostspielige Sicherheitsteechnik, sondern “konstruktiver Kunstschutz”. Die Belange des Auslobers sind entwurflich berücksichtigt. Es muß keiner aufwändigen Technik vertraut werden. Unser integriertes Ausstellungskonzept (räumliche Nähe von Ausstellung, Depot und Werkstätten) ermöglicht ein zeitgemäßes, wirtschaftliches und  flexibles Ausstellungsmanagement. Durch die kompakte Anordnung der Funktionsbereiche der Ausstellung ist die Klimatisierung minimalisiert. Keine Schleusen etc;  Eingang, Anlieferung etc findet, gut betreubar, an der Hauptfront statt;

Treppe als Raum und Funktionsskulptur

Die Galerie der Gegewart: Leuchtturm/Flagship/Zeichen

 

[Galerie der Gegenwart Saarbrücken, offener Internationaler Realisierungswettbewerb, 1. Phase 06/2007]
18May/07

075 kinderheilpraktikerinnenpraxis gauting

die westliche mietflaeche im ersten obergeschoss eines kleinen wohn- und geschaeftshauses in gauting ist in eine kinderheilpraktikerinnenpraxis auzubauen. die ganzheitliche (und eben nicht organbeschränkte) herangehensweise der heilpraktikerin wird von der räumlichen konfiguration abgebildet: eine offene praxis mit eingestellten funktionsboxen (rezeption, labor, babyraum) mit flaschengrüner schul-tafel-oberfläche. die behandlungsbereiche sind mit eingezogenen, transluzenten wendetüren privatisierbar.

[grundriss, skizze]

[ganzheitlichkeit als räumliches prinzip]
20Mar/07

071 brick – the exhibition

BRICK – the exhibition

On 24 May 2007, the exhibition ‘Brick’ will open at the Groot Handelsgebouw in Rotterdam during the manifestation Rotterdam 2007, City of Architecture. The exhibition will highlight the results of the Brick project that was carried out over a three-year period at the European Ceramic Workcentre. The architecture project Brick was aimed at product innovation. The .ekwc wanted to stimulate the technical and artistic development of the manufacture and application of brick as a construction material. Architects, designers and artists from both the Netherlands and abroad have been working on the development of a new type of brick since 2005. The .ekwc expects to be able to use this to provide a new stimulus to the application of brick and subsequently the ‘brick appearance’ of the Netherlands. The underlying goal is that the centre wishes to demonstrate that input from various disciplines (architecture, art and design) can provide an additional impetus to the desired development.


Schabert initially alluded to a number of new functions for brick architecture, like a through moss growth cooled wall or the possibility of tubeless transport of heat. Eventually he applied himself to the development of a simple climate technological product; a brick that is capable of absorbing solar energy from the outside and consequently rendering it to the inner wall. Hereby the interior heating, which remains necessary, functions as a secondary ‘heating’ and a considerable saving of energy is gained. On the exact functioning Schabert does not wish to elaborate for the time being. A patent procedure is ongoing. Besides, the prototypes still have to be tested. Schabert is however hopeful and positive about the application of his product. [from the exhibition catalogue: brick-the book, 2007]

Brick: the exhibition
25 May – 1 July 2007
Opening 24 May 2007
Groot Handelsgebouw (Conradstraat 40-48)
Rotterdam – The Netherlands

18Mar/07

074 landmark wales

two monuments for wales:
the first on the outskrits of the coal-mining-town: merthyr tydfil. now dismantled and left alone, nothing much left to remind you of its past. the latter right on the border to its beloved neighbour england, something between a national animal and a fence

merthyr junction, merthyr tydfil
was there a mining past to merthyr? tell me about it. remind me where i am coming from. tell me story. tell me tale. how black was my valley?

the roundabout is around what merthyr was about. mining. a sloped exvacation ±10 meters deep. matte black minerals. absorbing light and curiosity. reflecting heritage and memory

monmouth, border to england
…you see that?
do i see what, darling?
them strange red pins comin’ down that hill there…
i see ‘em, darling, i see ‘em…
ya what are these …think we have to stop?

no, darling, certailnly not.
maybe we’re getting into wales soon…
…see, i’ve told you: wales, and no need t…
…wales, wales, i am not asking you about wales! what is that thing?
to me… i don’t know… maybe some kind of a fence…
… a fence? a fence for what?
well, having said th..
… a fence. how ridicoulous is that,…


later that drive
…you see that?
do i see what, darling?
…you blind? that enormous red thing comin’ out of the woods there, that reptile, that dra…

23 to 37 red painted timber pins, drilled concrete foundation, light machinery only one m50/a40 traverse, glassfiber, prefabricated, concrete foundation

21Feb/07

072 kunstarkaden münchen

den im strassenbild kaum wahrzunemenden kunstarkaden der stadt münchen eine adresse, einen zugang, eine darstellung in den öffentlichen raum hinaus zu geben, war gegenstand des gutachtens.

mit einem einzigen (aber satten) fensterladen bedeuten wir diesen eingang, gewähren ihm eine situation, ein schützendes vordach, signalisieren ob’s geöffnet oder geschlossen ist, annoncieren current oder coming attractions

[in geschlossenem zustand]

[und während der öffnungszeiten]
19Feb/07

071 ±brick: bau- & fassadesystem

 

 

 


»I was never really interested in brick«, says Jan Schabert (1967): »A dull material that swallows up quite a lot of energy in production. But still, the extruded bricks with large air tubes do contain acceptable isolation qualities.« It brought him to the idea to develop a brick that does not only contain excellent isolation qualities, but can also adopt other architectural and climatological functions.
It marks the approach by the German architect who collaborates with his colleague Martina Günther under the name »Architectur und so weiter« (Architecture and so on). The name especially illustrates their broad approach, which is not limited to the design of buildings and interiors, but is also aimed at doing research and developing concepts. Both architects completed a course in architecture at the Technical University of Munich and have a broad interest in ecological designs.


[photo ruud peijnenburg]

development

 

how it works
Funktion
±brick ist ein einschichtiges, tragendes Außenwandkonstruktios- und Fassadensystem mit der integrierten Fähigkeit, solare Energie zum Zwecke der Raumtemperierung zu sammeln und transportieren. Das manuell handhabbare, robuste und flexible, kleinmodulare und jahrtausende-alte Konstruktionssystem Ziegelmauerwerk gerät seit einigen Jahren aufgrund gestiegener Anforderungen an den Energiebedarf in Bedrängnis. Mit der Entwicklung porosierter und mit »Hoch-Löchern« durchsetzter Backsteine, liessen sich die geforderten Wärmedämmstandarts bislang zwar erreichen, der bereits jetzt wirtschftlich oft grenzwertige hohe Konstruktionsflächenbedarf lässt jedoch eine weitere Verbesserung in dieser Entwicklungsrichtung kaum zu. Wir sehen gute Möglichkeiten, unter Nutzung branchenüblicher hochwirtschaftlicher Pressverfahren und -Maschinen, modulare Ziegel- Kollektoren herstellen zu können, welche in der Lage wären solare Energieeinträge nicht nur zu sammeln sondern auch raumwärts zu transportieren. Unter der äußeren Oberfläche des ±bricks ist eine Kollektorkammer angeordnet. Die Luft in dieser Kammer erwärmt sich mittels Sonnenbestrahlung und steigt, durch diagonal verlaufende Kanäle raumwärts einem kamingleichen Vertikalkanal entgegen. Dort befindliche Wärmetauscher entnehmen dem Transportmedium die Wärmeenergie und geben sie an die Wandinnenseite ab. Von dort wird sie über Strahlung und Konvektion an die Raumluft weitergereicht. In einem besonderen Ausführungsfall kann mittels gegenläufig orientierten Diagonalkanälen, die Luftbewegung von Innen nach Außen geführt werden, somit die Wand innenseitig über eine Nachströmung (z.B. durch Erdkanäle) solar angeregt zu kühlen. Mechanische Klappen am Luftauslass bzw. an der Einströmöffnung erlauben anforderungsprofilspezifisch die Einstellung der jeweils gewünschten Wandeigenschaft: vom Energieimport über die stationäre Dämmung bis zum Energieexport. Evtl. anfallende kondensierende Feuchte wird vom kontinuierlichen Fluidstrom abgeführt. Das System wird als Planziegel entweder mittels gestanzten Elastomerstreifen.

Mode of operation
»±brick« could be described as a mono-layered building-system for external walls with solar collective performance. It could be desribed as a load bearing façade made out of modular thermal collectors to integrate the harvesting of solar energy for sustainable heating and cooling. The highly robust and flexible ancient modular building system masonry is recently finding itself in a a cul-de-sac created by improved energy-performance-requirements. Whilst the industry was achieving insulationstandarts with their development of porousified and vertical coring brick so far, the increasing construction-space-requirement does not really allow for a further improvements in this direction. We see a reasonable chance to allow for the brick-industry to exit this dead-end by producing modular compression-molded brickcollectors capable of collecting and transporting solar gains with the continued use of current industry-standart technology. In a collector-chamber under the ±bricks solar- heated exterior surface, air is heated up. The warm air rises up, and, through diagonal conduits, is driven inwards into a vertical, stack-like channel under the walls inner surface. Here, heat-exchanging ribs extract the thermal energy and conduct it in the bricks towards the inner surface to heat the room via radiation & convection. The optional bi-directionality of the fluidflow, inwards as well as outwards, enables the system also to reduce a walls inner surface-temperature by inverting the flow-direction, sucking in air through high-thermalmass earth-channels. Flaps on outlet and intake allow for adjustment of the walls performance to energy-import, insulate or energy-export according to demands and climate. The system is dry-bonded by die cut elastomere or glued in thin-bed. Cavities allow humidity/vapor-transport through this single-layered constructionsystem.

Performance

transferability
Even though the shown principle for a sustainable massproducable construction-subsystem is applied to fired brick in this instance, the same strategy can be translated to an unlimited number of building envelope elements, and adapted to locally varying conditions of climate, available materials and technologies.
ethics/socials
The ubiquitous availability of its raw-material, the lo-tec/lo-cost demands in production, installation, use and maintenance, enable this robust solar-powered system to offer highly affordable climate-control to a high percentage of the worlds population including non-over-developped countries.
eco/energy
We are leaving the cul-de-sac use of barrier insulating-systems by enabling also non-translucent, massive building envellopes to collect solar thermal energy to heat and/or cool interiors with an initial embodied energy investment not excceeding that of a »normal« brick. Energy investment could be marginalised by the use of e.g. biopolymers & -fibre-reinforced non-fired adobe.
economic
Production-costs are repayed by the reduction of heating fuel requirements.
The building process is simplified as a single product, ±brick fulfils structural and thermal requirements without the need for further functional or decorative layers.
By integration of the clima-conditioning system into a robust building fabric it is nearly maintainance-free.
aesthetics
Even though the ±bricks inner beauty is visible neither on the out- nor the inside, its internal aesthetics could be felt, give one a litteraly warm feeling.
The end of the necessity of roof-/wall-mounted reactors could furthermore be the dawn of the reduction of architecture dominated by technical appliances.


 

Herstellung
Um eine industrielle Massenfertigung zu ermöglichen war die Form des ±bricks an branchenübliche Press-Verfahren anzupassen. In einem vereinfachten Prototyp der 2.0 Serie im Maßstab 1:2 wurde im Formprozess Giessverfahren, erfolgreich eine adaptierte Form getestet.

Production
To allow for serial bulk production the ±bricks shape had to be adapted towards relevant moulding technologies. Here, slip-casting was the forming process with which a simplyfied 2.0 series 1:2 scale prototype was successfully tested with.

Patent
de 10 2008 018 092 a1 2008.10.16

exhibitions
3rd international architecture biennale rotterdam/NL
Brick: the exhibition, groot handelsgebouw, rotterdam · 25.05.–01.07.2007

 

dutch design week
ceramics & architecture · klokgebouw, eindhoven/NL · 17.–25.10 2009


open studio
clayarch gimhae, hanguk/KR
22.05.2010

interview

see also

 

thanks to / mit freundlicher unterstützung von:
_ekwc, s’hertogenbosch/nl
_wienerberger ag
_christoph mitterer, fraunhofer institut für bauphysik, holzkirchen/d
_waltraud vogler, michael pröll, ziegel zentrum süd e.v., münchen/d
_rolf klemm, dennemeyer & associates, münchen/d
_uniquole, den haag/nl
_norbert prangenberg, akademie der bildenden künste, münchen/d
_monika ribbe, bad aibling/d
_ruud peijnenburg, s’hertogenbosch/nl


[photo monika ribbe]

…to be continued!

18Feb/07

070 wannenei

die weiterentwicklung der badewanne vom eher pragmatischen wasserbehältnis hin zur uteralen höhle. das herstellungsverfahren ist dem surfboardbau entlehnt, ein durchgestringerter hartschaum-kern, mit glasfaser-armiertem kunststoff laminiert, topcoat, feinschliff. in einer anderen ausführungsform, ist das ei aus hartgeöltem balsa gearbeitet. he’e nalu!

15Oct/06

066 vollsortimenter

Von der Kaserne zum urbanen Wohnviertel – so lässt sich die Entwicklung des neuen Stadtquartiers »Am Ackermannbogen« betiteln. In exzellenter Lage ist ein beliebtes Neubaugebiet entstanden, zwischen den prächtigen Hauszeilen Schwabings aus der Gründerzeit und dem weitläufigem Olympiapark.
 Das Stadtquartier ist umgeben und durchzogen von viel Grün und bietet eine sehr hohe Wohnqualität.
500 Arbeitsplätze und 2.200 Wohnungen entstehen für Jung und Alt, Singles und Familien. Verschiedene Wohnformen siedeln sich an, vom Doppel- und Reihenhaus bis zum Geschosswohnungsbau, ob freifinanziert, nach dem München Modell gefördert oder im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus.
Auch Baugemeinschaften und Wohngenossenschaften haben hier Raum erhalten und ihren Traum vom eigenen Haus in der Gruppe verwirklicht. Ein quirliges Viertel entwickelt sich, das nun auch einen »Marktplatz« erhalten wird.
Zur eigenen Nahversorgung soll im vierten Bauabschnitt im Südwesten ein Supermarkt entstehen, umgeben von weiteren Läden und einem Ärztehaus.

Den besonderen Charme des Viertels könnte an dieser Stelle die Ansiedlung von Ateliers zusätzlich befördern: Das ansonsten brach liegende Dach des Supermarkts wird bespielt mit flexiblen Räumen, in denen Künstler, Handwerker und Freiberufler arbeiten und wohnen. Die Werkstätten »umranken« den Supermarkt quasi als aufgesetzte Vitrinen. Passanten erhalten durch Schaufenster Einblick in die Ateliers, Büros und Werkstätten. Begrünte Bereiche auf dem Supermarkt laden die »Dachbewohner« zu Begegnung und Austausch ein. Die vielgestaltige, kleinteilige Nutzung belebt und sichert den neuen Quartiersplatz und die angrenzenden Straßen.
Es entsteht eine Symbiose zwischen der Großstruktur des Supermarktes und den kleinteiligen Wohn- und Arbeitsräumen, die für beide Partner vorteilhaft ist.
[icb]

Integration
Wie lässt sich von der Großstruktur des Einkaufsmarktes, inklusive Parkhaus auf die Wohnstruktur überleiten? Statt einer langen, geschlossenen Ladenfläche legen wir eine kleinteilige Struktur um und über die geschlossene Fassade und auf das Dach des Sortimenters. Die Atelier- und Wohnräume vermitteln strukturell und inhaltlich zwischen dem Vollsortimenter und den umliegenden Wohngebäuden. Die geschlossenen Fassadenflächen und das große Flachdach werden zum »Bauplatz« für Atelier & Wohnen.

Nutzung
Auf dem Dach und an den Fassaden des Sortimenters planen wir kostengünstige Atelierräume von tatsächlicher Benutzbarkeit welche ermöglichen und Wohnen und Arbeiten zu kombinieren: Wohnateliers, Wohnungen, Ateliers, Nieschengeschäfte, private Ladengeschäfte, Ladenwohnungen, Ladenwerkstätten, Kioske, Ladenschulen etc. in Einheiten von 12,5 qm bis 250 qm. Eine sekundäre, transluzente Hülle verschafft den Ateliers zusätzliche, flexible Räume, Innenhöfe, Loggien, Freiflächen mit passivem provence-gleichem geschütztem Zwischenklima.

wohnen & atelier – was ist das?
Ein-, eineinhalb-, zweigeschossige Räume, die durch ihre Höhenentwicklung eine Kombination von atelier & wohnen zulassen, man könnte es auch Wohnatelier nennen.
Aber auch reine Wohnungen, bzw. reine Ateliers können entstehen, optimal ist eine größtmögliche Durchmischung.
20 bis 40 Wohn- und Ateliereinheiten (12.5 bis 250 qm)

Dach & Garten
Die Dachfläche wird ein begrünter, belebter Freiraum und könnte als Werkhof mit halböffentlichem Charakter
vielfältigst nutzbar sei.

Konstruktion & Energie
Industriell vorgefertigtes Holzskelett als Sekundär-konstruktion über/um akkustisch/brandschutztechnisch gekapseltem Stahlbetonkern für Kaufladen, Lieferhof und Tiefgarage.
Transluzente Kollektorfassade
Nichttragendes/flexibles Binnenwand-/installationssystem
Synenergetisches Energiekonzept

baugruppesued.wordpress.com
forum für baugemeinschaften

Merging antagonistic urban modules into symbiotic social typologies by readapting predeterminating planning tools Hybride collective urban modules are generated by transforming restrictive determining frameworks into a requirement-profile-driven amalgamate of functions and users resulting in a social responsible economically, ecologically and aesthetically optimized structure. Our research is resulting in a case-study for a hybrid building concept [supermarket + collective housing + studio/workshop] enabled by an adapted use of the zoning plan as predeterminating planning tool. It is user-based collaboratively devellopped in a selforganizing group with a combined privat/commercial lease/freehold funding concept with subsidized studio- and workshop-spaces fostering with an undoped space for useful unemployment (1).
The benefits of their symbiosis are of social [small scale community], energetic [use of waste heat], aesthetic [use of façade] and environmental [near zero footprint, urban farming] nature. Starting from social/demographic conditions the research stretches to ecologic requirements and economic restrictions, applied on small-scaled sites/objects and their possible reactive transformations into modules for sustainable cities. Our movens is the adaption of planning tools towards an approval of a symbiotic hybridbuilding-concept as new social typology. A submission for the acquisition of a plot has been handed in with the City of Munich recently, awaiting results. (1) [Right to Useful Unemployment, The; Illich, Ivan; 1978; ISBN 978-0714526638]

18Aug/06

063 umbau / refurbishment grafing

das grundstück ist ggf. unter einbeziehung des bestandsgebäudes, mit einer bebauung für zwei parteien, zunächst s.z. & familie, sowie a. & g. z., an deren stelle zu einem späteren zeitpunkt b. (& familie?) z. zu beplanen. das grundstück wie alle aufstehenden bauwerke sollen realgeteilt werden.

tabula rasa, wiesn oder hut ab? die untersuchungen, ob oder wie die gewünschten 375 qm innerhalb des finanzrahmens von 275 t euro zu erstellen sind führten uns weg von der version tabula rasa, in welcher das aufstehende gebäude einschliesslich seines untergeschosses abzufahren wäre, vorbei an der wiesn variante (belassung des untergeschosses) in richtung der lösung hut ab:

das aufstehende verputzte mauerwerksgebäude ist hinsichtlich der qualität seiner baulichen substanz als unbedingt und durchgehend solide einzustufen, allein in wärmetechnischer hinsicht sanierungsbedürftig (heizanlage, fenster, wärmedämmung). unserer ansicht nach ist ein weiternutzen des sehr gut erhaltenen und gepflegten bestands unter bautechnischen, wirtschaftlichen wie gestalterischen und funktionalen aspekten die zu favorisierende lösung.

entwurf die bestehende hülle des hauses kann die gewachsene und differenziert lebende familie einschliesslich kindern und enkeln und eltern und grosseltern und urenkeln nicht mit hinreichend wohn-/lebensraum versorgen: der bestand wird mit einer bedarfsgerechten hülle erweitert, der räumliche status-quo wird sowohl in der horizontalen (flächen) als auch in der vertikalen (höhe bzw »raum«) angepasst und aufgeräumt und ergänzt. einige räume wachsen bis an die neue aussenhaut heraus, kleinere, dienende räume finden ihren platz in dem zwischenraum, einschnitte und austritte verbinden innen und aussen. die transparente/transluzente neue hülle schafft einen zwischenraum gemässigten klimas, sie dient als solarkollektor, offeriert vielseitige »offene« räume zum basteln, trocknen, lagern, rudern, bügeln, vorziehen, …

01Jul/06

053 baywa-halle [als film-clip]

»… also mir hat das spaß gemacht gemacht ich würd´ dirket nochmal so ein ding bauen – würd ich wirklich machen. die räume sind einfach schön – also ich fühl mich wohl, weil raum ist sehr wichtig für mich – ich hab ein freies gefühl hier im haus. …«

[clip, quelle: br, 01’44”]
18Jun/06

062 mensa klenze/dante

ein elternverein im dante-/ klenze-gymnasium versucht die planung ihrer g8-mensa von der determinierenden ausrichtung auf tiefkühl-mischkostverpflegung in richtung der verarbeitbarkeit frischer produkte umzustellen: und wir machen, auch weil paul günther ebendort und derzeit zur schule geht, einen vorschlag wie das räumlich gehen könnte. das projekt zeigt einen überraschend deutlichen zusammenhang zwischen temperatur von essenszutaten und flexibilität von raum ebenso auf, wie er vor augen führt, wie räumliche setzungen den vitamingehalt von lebensmitteln zu determinieren in der lage sind. [obige grundrisse zeigen die tiefkühlvariante zur linken (quelle: lh m), die frischversion zur rechten]

illustrierend, ein kurzer ausschnitt aus der längeren nutzer- und nutzereltern-planungsbeteiligungsgeschichte, aus dem: Protokoll zum Infoabend/Podiumsgespräch zwischen Vertretern des Schulreferats, des Baureferats und des Architektenbüros (…) mit Vertretern der beiden Gymnasien Dante- und Klenze- in München Sendling, Mittwoch, den 31. 05.06, 18:30 Uhr bis 22:30 Uhr; Initiatoren der Veranstaltung: Zukunftswerkstatt Klenze, RistoDante mit Unterstützung der Schulleitung

(…) Es war vom Schulreferat geplant, dem Publikum das Bauvorhaben mit einer Beamerpräsentation vorzustellen. Das kam aber nicht zustande. Die Präsentation fand anhand von Plänen statt, die für das Publikum aus der Entfernung etwas schlecht zu sehen waren. Ein Modell stand zur Erläuterung nicht zur Verfügung.
Herrn B., der Architekt erläutert die Pläne. Zunächst begründet er die Wahl des Standorts aus der Zentralität und der gleichberechtigten Erreichbarkeit für beide Schulen. Die weiteren Alternativen der Bauplätze auf dem gesamten Schulgelände wurden in Abstimmung mit den Schulleitungen als nicht geeignet begutachtet und an diesem Abend nicht weiter erläutert. (…)

Frau Christ (Vorsitzende RistoDante) fordert als Ziel dieser Veranstaltung die sofortige Beteiligung von Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrern am Planungs- und Bauprozess. Nur so kann eine qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung und Mittagsverpflegung an den beiden Schulen im Rahmen des G8-Systems gewährleistet und vorprogrammierte, teuere Umbauten vermieden werden.
Der Bau erfüllt in seinem derzeitigen Planungsstand die Anforderungen der zukünftigen Nutzer an den beiden Gymnasien Klenze und Dante nicht. Z.B. ist die Küchenausstattung ausschließlich auf das Konzept einer Tiefkühl-Mischkostverpflegung ausgerichtet. Diese Ernährungsform wird an unseren Schulen für die Kinder als Dauerkost abgelehnt. Fr. Christ erläutert pädagogische Hintergründe und ernährungswissenschaftliche Details.
Der durch die Satzung festgelegte Zweck der Vereins RistoDante e.V. ist die Verwirklichung der Selbstorganisation der Mensa und einer Cafeteria durch Schülerinnen, Schüler und Eltern unter Anleitung von Fachkräften. Mit dem Neubau wird die Infrastruktur für Nachmittagsbetreuung/Mittagsverpflegung für die nächsten Jahrzehnte festgelegt.
Um dem Argument des Bauherrn, „für den Dialog sei es jetzt zu spät und jede Umplanung mit Kosten verbunden“, entgegen zu treten, zitiert Fr. Christ eine E-Mail, die sie bereits vor einem Jahr vom Schulreferat (Herrn Stein) erhalten hat, in der auch zu diesem frühen Zeitpunkt bereits stand, „die Planung ist abgeschlossen“.(…)

Die Lage der Toiletten im Keller stellen für die Schülerinnen und Schüler ein Sicherheitsrisiko dar, deshalb besteht die Forderung einer Umplanung. Die Antwort der Verantwortlichen dazu ist: die Toiletten lassen sich nicht umplanen, Lösungsvorschlag: die Toiletten, sowie das gesamte Kellergeschoss können während des Schulbetriebs abgesperrt werden. Dazu gibt es am Ende der Kellertreppe eine Tür. Toiletten sind für den Mensabetrieb nicht zwingend erforderlich und müssen lediglich für den Veranstaltungsbetrieb nachgewiesen werden.

die für (uns) erste unfassbarkeit war, dass vom architekten/hochbauamt keine, wie ja angekündigt, beamerpräsentation erfolgte. die pläne wurden hinter(!) die damen und herren  verantwortlichen, teils übereinander(!) an stellwänden gehängt. ein modell war nicht vorhanden. die pläne waren somit für das publikum nicht lesbar. die vorstellung war so, daß eigentlich niemand kapieren konnte, was da gebaut wird. weder im großen des baukörpers, noch im kleinen der inneneinrichtung/farben/materialien… leider fragt dann aber auch niemand nach (…) [g&s]

18Mar/06

061 tsunami memorial bygdøy

the untameable nature, its uncalculable, unpredictable, interventions: unpredictable it floats in the flood, uncalculable it submarines during ebbs, it comes and goes, making a void into the ocean, softening, taming the surface:

a inflating/flooding rubber-pneu, elasticly anchored to the ground, controlled by nature, by tidals, by waves, by sun, by temperature, by wind, by sound; ±5 m diameter, ±20 m offshore

tsunami disaster dec 26th 2004 memorial site bygdøy peninsula, oslo, norway

[Open, International Competition for Project Ideas; Memorial site in Norway for the victims of the tsunami disaster Dec 26th 2004; The National Foundation for Art in Public Buildings, Norway, (Utsmykkingsfondet for offentlige bygg) hereby invites artists working within the fields of visual art, arts and craft, architecture, landscaping and other visual expressions designers, to participate in an open, international competition for project ideas. In the wake of the tsunami disaster in South East Asia on 26th December 2004, the Norwegian Government has put The National Foundation for Art in Public Buildings in charge of a memorial site in Norway to honour the victims. The Foundation has appointed a Committee, whose task is to plan the project and put it into effect. The Memorial Site is to be open and inclusive to all people – independent of nationality or religion. The purpose of the site is to be a space for mourning and contemplation for those who have experienced dramatic events in their lives. The memorial site is to be an art/architectural project. It will be located somewhere on the Western shoreline of the Bygdøy peninsular in Oslo, Norway, and it is to be visible from both land and sea. This area, with its beach and its varied topography, is used all year round for outdoor activities. There will be no nameplate at the memorial site. source: Utsmykkingsfondet for offentlige bygg, Oslo, Norway]