Tag Archives: günther & schabert

19Jan/04

046 gemeinschaftswohnen

die zukünftigen bewohnerinnen und bewohner des wohnmodells an der sand,- und linprunstraße sind staatsbedienstete, die für einen zeitraum von 3 monaten bis 3 jahren nach münchen kommen, um eine aus- oder fortbildung zu absolvieren z.b.polizisten, justizangestellte etc. für diesen temporären aufenthalt in münchen soll eine wohnform angeboten werden, die mit dem arbeitstitel »GemeinschaftsWohnen« umschrieben werden kann, das irgendwo zwischen jugendherberge und hotel, studentenwohnheim und wohngemeinschaft angesiedelt ist. wohnen soll als realisierbare utopie wieder zum kollektiven ergeignis werden und der vereinzelung und vereinsamung entgegenwirken.

grundstück / städtebau
die beiden über eck stehenden baulücken sind teil eines städtischen blockes, der von der nymphenburgerstraße, der erzgießereistraße, der linprunstraße und der sandstraße aufgespannt wird.geprägt ist der block von dem großmäßstäblichen justizgebäude und dessen erweiterungen. eine geschlossene blockstruktur war und ist nicht vorhanden. die offenheit und durchgrünung desblockes, das aufeinandertreffen unterschiedlicher maßstäbe sind charakteristika  dieses besonderen stadtbausteines, den wird hier mit drei vorschlägen interpretieren. interpretation des ortes die schließung der baulücken ist eine naheliegende lösung, die, wenn die maßstäblichkeit der nachbarbebauung eingehalten wird eine möglichkeit der reaktion darstellt. (»passivhaus«) eine wirkliche interpretation und überhöhung der städtebaulichen situation ist jedoch eine verbleibende öffnung im blockrand.sei es durch die »himmelhäuser«, denen ihre außentreppe den nötigen abstand zur nachbarbebauung gewährleistet oder dem »backhaus«, dem es gelingt diebaulücke an der sandstraße gänzlich freizuhalten. mehrwert durch gemeinschaftswohnen ein räumlicher, kostenmäßiger und sozialer vorteil entsteht, indem unterschiedlich große personengruppen räume gemeinsam nutzen, die bei »single-wohnen« jedem einzeln zugeordnet werden müssten. z.b. küche, bad, wohnzimmer. d das zimmer als möbel jede person hat ein eigenes zimmer, das mit einer kleinen nasszelle (wc, wb) ausgestattet ist. das zimmer ist durch einbaumöbel zur sofortigen nutzung bereit. das zimmer kann in der fläche stark reduziert sein, da das haus als ereignis zur verfügung steht. e wohnküche gemeinschaftlich genutzte bereiche sind räume, die an schnittstellen der bewegung entstehen.sie sind informell nutzbar und schwellenlos. das haus als platz und weg ein teil des hauses-dach oder erdgeschoß oder beides stehen der ganzen hausgemeinschaft zur verfügung. dachterrasse und/oder garten sind die orte deszusammentreffens. es entsteht eine hierarchie der gemeinschaftlich genutzten räume.

05Aug/03

040 bauwelt / praxis dr.s

die bauwelt berichtet über extrovertierte interieurs, und bei der gelegenheit über unsere zahnarztpraxis in gilching:

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[photos: monika ribbe]
21May/03

044 möbelsystem steelheeled cuisine

wendbare flatpack-küche aus 3 zuschnitten fassadentafel [holz-verbundwerkstoff] und ein paar z-winkeln aus 10 mm gewachstem stahl verbunden mit gesenkten rostfreien innensechskant-schrauben in geschnittenen gewinden. dann noch 2 oder 3 stahl-stangen als hänge-occasionen für kleingerät & trockentuch und fertig.

die küche wurde für eine ausstellung [»zum gebrauch«] schnell mal daheim abgebaut, transloziert und einer breiteren öffentlichkeit vorgestellt und dann wieder heim. irgendwann später konnte sie ihre lässige versabilität mittels wendbarkeit [von waschbecken links auf waschbecken rechts] anlässlich eines umzugs vorführen. und jüngst ist sie dann noch mal umgezogen. und nimmt nun an ihrem neuen einsatzort um eine achse eingekürzt den dienst auf. mal schaun was als nächstes auf sie zukommt…

 

01Mar/03

040 praxis dr. s

a
in the middle of nowhere in der s-bahn-peripherie münchens, in einem austauschbaren kleinen büround geschäftshaus aus den 90ern möchte eine junge approbierte zahnärztin ihre erste praxis einrichten.

b
gilchinger architecture parlante der arbeitsplatz aller dentalmediziner, die cavitas oris propria, die mundhöhle, wird idealisierend auf die praxis abgebildet: blitzeblanke zähne strahlen in blendendem weiß aus dieser orange-rot pulsierenden mundhöhle heraus, die zahnärztin wie auch ihre assistentinnen finden sich als beweglicher zahnersatz, weiß gewandet, inmitten des unvollständigen zahnbildes wieder, ein zahnbild ausnahmslos kariöser zähne, mit aushöhlungen für rezeption und spüle, für archiv und kunstoffüllungen. weiße möbel und einbauten vor zahnfleisch, weiße figur vor orangenem grund -ganz einfachund die zahnärztin wie auch ihre assistentinnen tragen mit ihrer weißen arbeitskleidung dazu bei dieses bild zu stärken…

the color of money das knappe budget als inspirierendes moment; die kosten der farbe, oranger kautschuk und orange dispersion: spielten die parameter ort, funktion, raum und kosten zu beginn noch antipoden, so entwickeln sie sich im laufe der diskussion zu einer eingespielten, das konzept kraftvoll ziehenden, quadriga: das eigens gemischte orange von wand und decke verursacht einen nur marginalen aufpreis zur weißen dispersion, die farbe des kautschuks ist finanziell ebensowenig nachzuzeichnen. der bewusste, weitestmögliche verzicht auf, weltliche produkte, leuchten, möbel etc., die maximierte integration der funktionselemente in die kavitäten der einbauten verhindert dann auch vermeidbare investitionen, stützt dann auch die annäherung des praxisraums an die abstraktion seiner idee, lat.: cavita oris propria.

e
entwurf empfang, warteraum, zwei behandlungszimmer, büro, massageraum, sozialraum, abstellraum sind auf gerademal drei zimmer zu verteilen. dem 40 qm großen empfangsraum sind also zwei »zähne« eingestellt: empfangtheke und archivbox, beweglich scheinende folies in diesem großraum, über beide lässt sich hinüberschauen. ungewohnt und rätselhaft in ihren proportionen gliedern sie die verschiedenen nutzungen ohne das raumvolumen zu zertrennen. die beidseitig bedienbare,


gerade zwei meter hohe aber gut einen meter dicke archivbox vereint besenkammer und zwanzig meter karteiauszüge, vereint sekretär und vorratsschrank, ist zonierender paravent vor labor und wc, ist nach oben strahlender leuchtkörper. gleich der archivbox, der ebenfalls tiefrotes linoleum ihre kaufläche umfasst, ist auch die empfangstheke zweites zonierendes element in diesem mehrfunktionalen verteilenden raum. sie erlaubt den zu empfangenden überblick, nicht aber einblick, gewährleistet wartenden wie rezeptionistin ob des großraums privatheit in der uneinsehbarkeit der sitzenden…

f
…»..sieht gar nicht aus wie beim zahnarzt..« sagen die patienten und sind erst mal beschäftigt mit den kräftigen farben, den ungewohnten möbeln – abgelenkt in jedem fall vom grund ihres besuches.

zahnarztpraxis, gilching
realisierung

> publikation bauwelt
> publikation handbuch arztpraxen

16Jun/02

039 stiftsbogen münchen

drei dörfer im park
drei dichte aber gerade einmal baumhohe dörfergliedern den neuen haderner stadtpark.die angrenzenden gebäude- und grünstrukturen weiterentwickelnd und ineinander überleitend wird das areal zum verbindenden differeinzierten freiraum.

die dörfer
dichtmöglichst gestellte, zumeist nur zwei- oder dreigeschossige wohngebäude spannen private und halbprivate freiräume auf, spielstrassen und platanenbestandene dorfplätze. die kleinmasstäblichkeit der dörfer in verknüpfung mit einer geordneten durchmischung der unterschiedlichen bewohnergruppen vermeidet sozio-ökonomische segregation, schafft ein zeitlich/räumlich verschiedentlich genutztes quartier.die aufgezeigte verteilung der baukörper innerhalb der zu bebauenden dörfer ist mehr als weiterzuentwickelnde exemplarische bemusterung denn als definitive lösung zu betrachten.

die freiräume
der park:
ein grosser undeterminierter anger, magerwiese und bolzrasen, federballfeld oder grillplatz, entwickelt sich mit abgestufter konturierung zu halböffentlichen,halbprivaten freiräumen, aber auch zu plätzen und märkten städtischen charakters hin.
ein wald: angelehnt an die vorhandenen böschungen, bildet einen breiten rücken zur baumasse des augustinums und ist informelles spielrevier der kinder.
die gärten: kleine gartenhöfe und terrassen innerhalb des dorfs, ein saum von vielerlei gärten drumherum: bewohnergärten, spielplätze, freiraum für dies und das was freiraum braucht, veränderbar im lauf der zeit. das freiraumkonzept ist betont einfach und am täglichen gebrauch orientiert, bietet aber dennoch raum für nicht-alltägliches: freilichttheater vor der stadttreppe, den zirkus auf der großen wiese, platz für markt, bücherbus, spielmobil…


die autobahn
die schallemissionen des kraftfahrzeugverkehrs auf der A96 sind nur in einer kombination aus städtebaulicher verteilung, baukörperfigur und baulichem schallschutz unter gesundheitsgefährdende werte zu senken:
·da der schalldruckpegel mit linearer entfernungszunahm im quadrat abnimmt sind die wohnungen in möglichst grosser distanz zum schallemitter angesiedelt. weniger lärmsensiblen nutzungen (verwaltung) sind kürzere distanzen zur schallquelle zuzumuten.
·zur schallquelle in ihrer höhenentwicklung ansteigende, möglichst dicht zueinander stehende querliegende, baukörper verhindern wirkungsvoll das eindringen des schalls in die quartiere.
·die dichte gehölzpflanzung auf der abstandsfläche zum emitter mindert den schallpegel nicht allein physikalisch sondern auch psychologisch.

bewegung und begegnung
die dörfer sind so konzipiert, daß sie als autofreie siedlungen funktionieren können: geparkt wird in sammeltiefgaragen, deren zufahrten sich jeweils nahe am eingang zursiedlung befinden. auch alle besucherstellplätze liegen am rand der quartiere an den äußeren erschliessungsstrassen.rückgrat der inneren erschliessung sind ring- oder stichstrassen, befahrbar für anlieferung und die feuerwehr. sie können wegen des geringen verkehrsaufkommens alsspielstrassen ausgewiesen werden und sind damit bestandteil des nutzbaren freiraums. auch ihre widmung als privatstrassen ist denkbar.ausgehend von den spielstrassen durchzieht ein dichtes netz von wohnwegen die dörfer. über dieses netz werden die wegebeziehungen des alltags nach außenhergestellt: zum park, zu schule und einkaufszentrum, zu den haltestellen des öpnv.

die polizei
vorteile der lage der polizeidienststellen im norden des grundstückes:
_fortsetzung der typologie der grössermassstäblichen solitäre  entlang an der autobahn.
_lärmschutzbebauung und pufferzone zum wohngebiet.
_eine merkfähige, präsente skulptur präsentiert sich:das gebäude der polizei nimmt die gegebenheiten des ortes auf und entwickelt sich als skulptur aus den höhenlinien des lärmschutzwalls, dem unterführungsbauwerk und der zugehörigen topografischen situation heraus.
das gebäude ist somit ein hybrid aus verkehr, landschaft und haus, das aus der schwierigen situation, bisher gelten solche orte als »unorte«, als verlorenes land, einen ort höchster dichte und identität, sowohl für die nutzer, als auch für die bewohner und befahrer, schafft.die pollzei erhält einen direkte verbindung zur stadteinwärts führenden spur der A96. das gebäude entwickelt sich vom niveau der unterführung bis hoch über die autobahn. diese ansteigende skulptur, bietet den  verschiedenen diensttellen raum für die unterschiedlichen anfordeungen.

11Jun/02

038 bürgerhaus regensburg

a_die bank ist eine bank.
ihre mitnichten unerfreulich proportionierte massigkeit ist strassenraumprägend.
ihre bausubstanz muss weitestmöglich erhalten bleiben.

b_die öffnung zum minoritenweg hin würde dem bürgerbüro keinen städtebaulich legitimierbaren, nicht mal einen hlabwegs angemessenen vorbereich gewähren. das bürgerbüro öffnet sich ins quartier hinein, hindurch.

c_das bürgerbüro ist öffentlicher durchgang, ein öffentliches stück regensburg. offen, durchlässig.
der anbau öffnet dann auch den bestand, öffnet damit auch einen teil stadt, ihren bürgerinnen und bürgern.

d_die front der frontoffices ist konkav. die bürgerin, der bürger ist umzingelt von der front. blichkontakt, für die nervösen, nicht auf ihre wartenummer vertrauenden, zu jeder dame, jedem herrn hinterm schalter. alternativ aber auch in mehrstufiger nuancierung hierzu wartemöglichkeiten für die ruhigeren, im die front umgebenden volumen.
bei klaviermusik und kindergeschrei, jedem das seine.

e_die knappen volumina von bürofluren, von minimierten entrées zusammenfassen, daraus mehrgeschossige räume werden lassen. maximal zweigeschossig natürich, dem feuer wegen. zwei jeweils doppelgeschossige volumen. von internen und externen treppen verbunden. echter raum.

f_die intervention assistiert dem bestand. ver- und entsorgung, jedwelche infrastruktur, erschliessung, flucht.

g_das dach ist flach und begrünt. regenwasserretentiv, hochwasserfeindlich also. als ob das nicht von interesse sei, an der donau. ein zweigeschossiger stahlbetontisch, darauf eine weitgehend vorgefertigte hölzerne glasschatulle.
zwischen den büros regale als trennwände, nach aussen wie zur galerie hin teils raumhoch aufgeglast, teils mit holzbekleideter vakuumdämmung.

19Jan/02

036 grundbuchamt winsen

der park als haus. das haus als park.
am nördlichen ende der winsener schloss-parkanlage direkt neben dem schloss kann das grundbuchamt nicht einfach ein weiteres »haus im park« sein, es muss versuchen als teil diesen parkes, ihn stärkend, gar erweiternd zu erhalten.

der eingeschossige körper ist park und weg und grundbuchamt…

das grundbuchamt ist eingeschossig, barrierefrei, um seinen nucleus, seine sammlung von grundbüchern und grundakten sind unmittelbar die sichtungs- und bearbeitungsräume angeordnet…

und wenn diese prägnante präsenz der akten und pläne einmal obsolet werden sollte, so wäre das kombibüro schon fertig. der grund auf dem grundbuchamt einhergehend mit dem erhaltbaren baumbestand wie dem dachüberstand sichern zuverlässig ein überaus angenehmes träges klimatisches verhalten der raumhülle zu.

das vegetabile dach ist darüberhinaus als adiabatisch kühlender verdunstungskörper ansetzbar. der bis zu einer tiefe von 2,3 bis 4,5 meter kaum tragfähige baugrund legt als wirtschaftlichste lösung die erstellung einer, zusammen mit den ug-außenwänden als »weisse wanne« ausgebildeten, tragenden bodenplatte etwa drei meter unterhalb des gelädes nahe. das so entstehende untergeschoss ist gross genug, um neben dem lager für die toten akten als abfallprodukt auch noch die stellplätze für pkw aufzunehmen. der park als park, nicht als park-platz. die decke über dem amt ist eine über drei felder zzgl ein bis zwei meter kragarmen spannende punktförmig gestützte stahlbeton-platte. ihre vertikalen lasten werden durch dickholzscheiben der kellerdecke beaufschlagt.

dachaufbau dachpark, staudengräser; substrat, 400 mm; wurzelschutz; dichtung; wärmedämmung 200 mm; dampfsperre; stahlbeton 300 mm; fugenoffen abgehängte lerchendecke bodenaufbau fliessestrich, 80 mm geschliffen, gewachst; dampfsperre; wärmedämmung 120 mm; stahlbeton 300 mm kellerbodenaufbau fliessestrich, geschliffen gewachst; wu beton 500 mm fassade dickholzwandscheiben, d = 300 mm dazwischen wärmeschutz isolierverglasung, zweifach, raumhoch; lüftungsflügel in dickholzscheiben; heizflächen, niedertemperatur, hinter holzscheiben wandaufbau dickholzwandscheiben, d = 300 mm, trennwände als reversible regalwände, holz

wettbewerb; mit lesche, henke (landschaft) obermüller, lop (tragwerk)
modellphotos: monika ribbe, münchen

19Dec/01

035 aufsessplatz nürnberg

Kiefern und Sand und Stein. Ein Stück heimische Natur in die Stadt holen: Kiefern, Sandbuck, Butzemoggerle, Sandstein. Ein Ausschnitt Steckerleswald, natürlich-künstlich, als Gegenbild zum hochdichten Stadtviertel lässt einen hochprägnenten einmaligen Platz in der Südstadt entstehen.

Im Nürnberger Raum ist die Kiefer heimisch. Vom westlichen Schottland bis zum östlichen China ist die Kiefer heimisch, von der Ostsee bis zum Bosporus. Nicht jedoch in Nürnberg. Vielleicht gelingt es ihr, Kulturen unter ihrem lichten Schirm zu vereinen.

Der Aufsessplatz wird wieder zu einem in seinen Raumkanten erlebbaren Platz. Durchgängig undbarrierefrei. Ziel ist es, einen klar strukturierten Öffentlichen Raum zu schaffen, der Platz für die Aktivitäten der Südstädter bietet. Warme Sand- und Sandstein-Farben beige, gelb-braun bis rötlich bestimmen seine Grundfläche, wie es früher die Fassaden der ihn umstehenden Häuser getan haben. Die variierende Materialität seiner Beläge lässt ein fein nuanciertes Farbenspiel entstehen: Die zentrale Platzfläche besteht aus wassergebundener Decke. In diese grosse Fläche eingelegt sind die Felder des Spielplatzes und des Marktes. Der Markt, mit grossformatigen Sandsteintafeln belegt, bietet eine vielfältigst bespielbare, keineswegs monofunktional dotierte Fläche. Die Bühne ist eine mobile Konstruktion. Die linearen Bewegungsstreifen, die früheren Strassen, sind als mit Sand abgestreuter Mastixrahmen ausgeführt. Der Boden unter der U-Bahnüberdachung ist mit beigem Betonstein befestigt.

Kiefern geben dem Aufseßplatz in Zukunft sein unverwechselbares Gepräge. geben ihm ein hohes, leichtes Dach auf schlanken Stämmen. Die bestehenden Bäume werden, bis auf die nur befristet erhaltungsfähigen Bäume integriert, die vorhandenen Baulichkeiten werden, nunmehr von einem gemeinsamem Kiefern- Schirm überstanden, miteinander versöhnt.

Der Spielplatz mit seinem Affenfelsen ist mehr Sandgrube als Großstadtspielplatz oder eben gerade Großstadtspielplatz. Krabbelfelsen und Kletterbuck. Matschloch und Rasenteppich. Auf jeden Fall unbedingt zu erobern.

Der Platzraum ist von innen heraus erleuchtet, die Differenzierung der Leuchten erweitert das Nutzungsspektrum mehr als das es die verschiedenen Bereiche eindeutig determiniert: auf der inneren Platzfläche stehen in weitem Raster 3 m hohe Stableuchten, die Überdachung des U-Bahnaufgangs wird durch eine Lichtdecke zum Leuchtkörper, über der Marktfläche, Marktbühne hängt ein Sternenhimmel auf abgespannten Pendelleuchten, Markt- oder Sportplatz?, die Skulpturen Brunnen und Wetterhäuschen sind nachts angeleuchtet.

Die Wände des bestehenden U-Bahneinhausung werden entfernt. Die unübersichtliche Toilettenanlage wird durch rollstuhlgerechte Einzeltoiletten ersetzt. Telefon, Kiosk, Fahrkartenautomaten stehen frei unter dem unbedingt zu erhaltendem Dach. Das Dach des Pavillons erhält eine neue Deckung, hell, sandfarben, die die Assoziation eines Zeltes auch in der Farbe bestätigt. Die Fassade des Kaufhauses Horten ist Orientierungspunkt, Stadtmarke, Zeichen ihrer Zeit und unbedingt zu erhalten. Die Aktivierung der grossen Dachfläche als Terrassenrestaurant mit Grünflächen könnte ein weiterer Anziehungspunkt im Rahmen der Neugestaltung des Aufseßplatzes  werden.

Platzränder: Stadtteilladen, Kindertagesstätte und Café /Restaurant  sind anzustrebende Ladennutzungen am Platz. Der Aufseßplatz mit seiner starken Frequentierung könnte das Zentrum der Aktivitäten zur „Sozialen Stadt“ werden.

mit lex-kerfers landschaftsarchitektur, bockhorn, modell: frieder grüne modellbau, wolfratshausen, modellphoto: monika ribbe photodesign, münchen, mitarbeit: sigrid gottwald, münchen

18Dec/01

034 seniorenzentrum hüttenberg

wir wurden gelost, für die teilnahme zu diesem wettbewerb. kolloquiumsanwesenheitspflicht gab es glaub ich auch. also gut, dann fuhr man halt dahin, nach hüttenberg…
die vom auslober gestellte modellplatte war aus ca 40mm gips.
und freilich haben wir das modell supertoll verpackt, kam auch supertoll in hütteberg an.
gewonnen hats nicht. und als ob das nicht genug wäre, wurde man auch bisserl mehr als deutlich darauf hingewiesen, welche wertschätzung so die tätigkeit von uns architekten hat: das modell kam, mitnichten wie vorgewehen & beschrieben in der robusten mdf-box fixiert, in 34 oder mehr einzelteilen zurück.
die pläne sind glaub ich verlorengegangen.
text ist keiner überliefert.

lageplan

schnitt, grundriss 2.og, grundriss 1.og, grundriss eg

ansicht ost, schnitt nord/süd

grundriss, ansicht, schnitt zimmer

mitarbeit: sigrid gottwald
landschaftsarchitektur: lex kerfers, bockhorn

01Sep/01

033 august-horch-museum

ein museum über geschwindigkeit. geschichten vom wind, vom asphalt. geschichten über physikalische und geselllschaftliche rahmenbedingungen über veränderung, bewegung in raum und zeit.

horch! den wind! horch! die maschine, das kraftfahrzeug als die sinne schärfendes auditorium

weisser und blauer kragen, operation todd und 4-jahres-plan, wurzelholz und plaste, gegensätze welche eher kontinuität und entwicklung denn bruch bedeuten.

ein kindergarten bezog im sozialistischen deutschland die vormalige fabrikantenvilla, besetzte dessen garten. ein schönes bild, lässt sich diese entwicklungsstätte des automobils gleichsam als dessen kindergarten sehen.

die walter-rathenau-strasse verlässt, kommt man aus zwickau, in höhe kurt-eisener-strasse die sie bis dorthin begleitende wohnbebauung. sie nimmt jedoch, an ihrer westlichen seite noch einige wohnbauten, villen, mit, erst die zweite reihe ist industriegebäuden gewidmet. dieses überschieben der funktionsschichten, das nebeneinander bzw hintereinander von gasometer, villa, park und industriehalle spricht von repräsentation, von kleinräumlicher verzahnung, lässt den industriellen bei der industrie. um die gegensätze und zusammenhänge lesbar zu machen, sind die trennenden verbindungsbauten zu entfernen, die zu ergänzenden bauvolumen auf die zweite reihe zu beschränken. die villa zur einen, werkhalle und neubau zur anderen seite, dazwischen, den industriellengarten referenzierend ein contemporärer garten.

gleich dem garten sind die gebäude, beispielhaft die werkshalle, zu klären, zu befreien, rückzuführen auf das was sie sind, auf wenig mehr als die abstrakte idee ihrer selbst.

zwei ungleiche bauliche hüllen sind hinzugestellt. sie assistieren dem bestand, klären und stärken ihn, treten mit ihm in dialog, sind auffällig und unscheinbar, andersartig, einladend, neubegierend.

gebaute bewegung der eine. transluzent, hell, offen, eingang und verteiler, bewegung im wind. bewegung im raum. bewegung in zeit. zweitakt- oder viertaktzyklus. das erfahren von zeit als geschichtsunterricht, das durchmessen des raums als emotionales erlebnis.

der andere: trésor, dunkel, geheimnisvoll. schrein und werkstatt, setzkasten von ermüdeten und wie neu erstrahlenden objects de plaisir.

2.og

1.og

eg

ug

ansicht, schnitte

von einer kleinen wassergebundenen fläche, zwischen villa und pförtnerhäuschen, bringt dich eine metallerne rampe auf die den garten partiell überlagernde ausstellungsterrasse. asphaltiert, schwarz, inhaltlich dotiert und doch neutral, erlaubt sie den übertritt vom garten in die welt der arbeit, vielleicht steht hier schon ein automobil, zwischen gläsernen mittelstreifen. drehtüren, 2-zylinder, 4-takt, versprechen zutritt zu einer offensichtlich an die werkhalle angestellten bald immateriell leichten transluzenten hülle. realer oder inhaltlicher einstieg? eingestellt, kasse und information, vorbei: ganz verkehrsfläche, nein, verkehrsraum: horizontale und vertikale bewegungen, das gläserne dach schwingt sich erst als wand, dann als fussboden in die tiefe, das asphltdeck welches dich begleitete bis unters diaphane dach windet sich um sich selbst und nach unten, saugt dich mit, auf einem seiner wege den raum und damit die zeit zu durchmesssen. als oberlichtbänder erkennst du unten angekommen die mittelstreifen der terrasse, eine grosse stützenfreie halle, der sich mal ein mehrzweckraum, mal eine wechselausstellung, auch beides, bemächtigen. der multifunktionsraum erweitert den raum, nimmt am erlebbaren volumen teil, läd zu kurzzeitigem verweilen bei einer videoprojection vielleicht, ein. vier stufen höher, über zahllose wahlfreie treppen zu erreichen gelangst du in den abgesenkten ehem. keller der werkhalle.

eine der rampen schleudert dich wieder nach oben, leicht überhoÅNht zum glück, das es dich aus der bahn nicht trägt, direkt in die alte werkshalle. wahnsinnig gross & klar, nackte konstruktion, reine tragstruktur, voller preziosen der automobilgeschichte.

alles gesehen, viel gelernt, erregt noch. die villa, gesellschaftliches zentrum seinerzeit wie heute, betrittst du, den asphalt über einen schlanken steg verlassend. separée, salon und bar, dessommers auch der cafégarten laden, die historische funktion fortführend, gäste der horch werke zwickau zu tisch, während der arbeitszeiten aber auch danach.

wissenshungrig? das kontorgebäude, das lager der fabrik. lager für automobile und von teilen derer. und lager für wissen. einem optimierten produktionsablaufes gleich sind hier alle bereiche der bibliothek niveaugleich angeordnet, die nähe zu verwaltung und restauratoren sichert höchstmöglichen nutzen zu.. das archiv ist eingestellt, das ganze oberbelichtet. bei difficilen fragen kann der, im zimmer des prokuristen, nebenansitzende museumsdirektor konsultiert werden.

draussen wieder, vorm kontorgebäude, ein letztes sammeln oder ausruhen. die sitzrampe, vom asphalt in den gleisschotter, referenziert die transportlogistik der operativen jahre, ist heute nicht nur der belegschaft brotzeittisch, ruhebank.

auf bsh rahmen bildet ein mehrlagiges, kieselsaÅNuregefülltes fluorpolymer die dachkonstruktion des stromlinienkörpers ab.

das kiesgedeckte regenwasserretentionsbecken wird neben dem einsatz als brauchwasser auch zur kühlung der gebauten volumina herangezogen: der tagsüber über einen wärmetauscher erwärmte speicherinhalt wird desnachts im überstroÅNmen das polymerdachs einer adiabatischen kühlung unterzogen.

wettbewerb; 09/2001
landschaft: keller & kern, münchen
modell: frieder grüne, wolfratshausen
photo: monika ribbe photodesign, bad aibling

18Aug/01

031 gymnasium / high school erding

das dritte erdinger gymnasium antizipiert land,
das dritte erdinger gymnasium antizipiert stadt.


als landmarke aber auch als stadtmarke
stellt es die bis a.w. existente stadtgrenze dar,
bildet diese ab, bedeutet diese,
ist suggerat und surrogat der jeweils jenseits
zu erwartenden räumlichen situation.

dem ausblick aus den klassenzimmern heraus
entsprechen die von den fachklassen gewährten einblicke,
die antagonisten weite und enge und stadt und land
sind auch von innen heraus differenziert zu erleben.

[mit lex-kerfers landschaftsarchitektur, bockhorn]
18May/01

029 erptg nürnberg

Die Intensivierung und Strukturierung einer möglichst umfangreichen demokratisch-heterogenen Nutzungsmischung, das Anfüllen und mehrschichtige Überlagern von Funktion und Bedeutung, von Historie und Gegenwart, von Gestaltungsformen und Dimensionen, ermöglicht dem Reichsparteitagsgelände seiner historischen und gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden zu können, fordert zu einer Auseinandersetzung mit dem Ort auf, ermutigt die Geschichte des Ortes, aber hierin gerade auch die Eigene sich anzueignen.

Mehrschichtige Nutzungen und Nutzungstiefen, kein frontaler Geschichtsunterricht, sondern Historie en passant, zum selberentdecken, und doch ablesbar gelassen, ablesbarer gemacht, aber inspirierend statt dozierend.

Zur Stadt einladend sich öffnend den Fussball neben der Messe, mit der Messe, gemeinsame Parkierflächen sich teilend, ein gemeinsames Umfeld belebend, sich weniger störend als synergetisch fördernd. Ein erst zu erfahrender, zu belegender Bürgerpark, nicht streng funktional dotierte Flächen, eigentlich ein Glücksfall.

Geschichtsstationen An den vorgesehenen Punkten des Geländeinformationssystems enstehen Räume, oberirdisch oder in der Erde, die Geschichte sinnlich vermitteln. Die Geräuschkulisse, das Klatschen der Massenversammlungen könnte hörbar sein. Ein Einschnitt in den Schuttberg lässt einen Erdraum entstehen.

Platz der Opfer des Nationalsozialismus | Meistersingerhalle Der stark vom Verkehr und von räumlicher Zusammenhangslosigkeit gekennzeichnete Platz erhält durch die Öffnung des Fischbaches, und die dichten Baumreihen ein eindeutig landschaftliches Gepräge. Er ist, von der Stadt aus gesehen, der Auftakt zu den Freibereichen des Luitpoldhains und des Reichsparteitagsgeländes.

Zeppelinfeld Die Freifläche innerhalb der Tribünen wird zu einer Wiese. Nutzungsneutralität ist hier das Thema des Ortes. Die Nationalsozialisten haben den Ort funktionalisiert. Jedes Gebäude, jede Fläche war zweckdefiniert. Das Angebot einer grossen Wiese für den Jedermannsport soll Projektionsfläche unserer pluralen Gesellschaft sein. Die Strasse zwischen der grossen Tribüne und der Wiese ist frei nutzbar (skaten…) und wird nur bei Grossveranstaltungen mit als Parkfläche genutzt. Das LKW-Parken wird hinter die Tribüne verlegt. Veranstaltungen wie Rock im Park, Norisrennen usw. sind zu begrüssen.

Grosse Strasse Die Grosse Strasse wird in Ihrem Anfang und Ende ausformuliert. Die Sitzstufen und die dazwischenwachsenden Bäume sind zu schützen. (Geschichtsschutzgebiete)

Grundstein Der Grundstein des Deutschen Stadions bleibt an seinem ursprünglichen Ort und wird bei der Konzeption des Parkhauses berücksichtigt. Seine Zugänglichkeit muss gewährleistet sein.

Sportflächen Die Sportnutzung wird intensiviert. Neue Sportfelder zum Aufwärmen, für den Schulsport und verschiedene Sportarten entstehen. Die Wegebeziehungen zum Biergarten und die Anbindung zur S-Bahnstation Frankenstdion werden verbessert.

Biergarten Der Biergarten am neuen Messeturm ist ein neuer lebendiger Treffpunkt in der Mitte des Geländes. Die Lage am Wasser und in Messenähe  macht ihn besonders attraktiv .

Messe /Messeturm Die Messe erhält als weithin sichtbares Zeichen einen Messeturm. Der Turm, mit Aussichtsplatform und eine kleiner Restauration, ist vom Reichsparteitagsgelände für alle Besucher zugänglich. Die Messe wird auf eine Nachverdichtung, bzw. eine Ausweitung in die Verkehrsflächen nach Süden hin untersucht. Eine weitere Ausdehnung des Messegeländes auf das Reichsparteitagsgelände ist nicht möglich.

Erschließung und Parken Die Anzahl der Parkplätze wird in vollem Umfang erhalten. Zusätzlich  ensteht eine Parkharfe mit Parkdecks an der Beuthener Strasse. Ein Mehrangebot von Parkflächen könnte durch die Entwicklung von Parkhäusern in der Verkehrslandschaft südlich der Messe entwickelt werden.

Kongresshalle Die Kongresshalle soll eine kleinteilige, vielfältige Nutzung erfahren, kritisch, kreativ, demokratisch. Wir sehen in der Nutzungsheterogenität die Möglichkeit einer demokratischen Aneignung des Gebäudes, damit einhergehend des gesamten Geländes. Der Kongresshallentorso wird in seiner Monstösität mitnichten reduziert, sondern vielmehr durch das Relativieren an der Bezugsgrösse Mensch in seiner Maßstabslosigkeit erst begreifbar gemacht, der Auseinandersetzung übergeben.

Die vorhandenen Anschüttungen am Gebäude weden entfernt. Die baulichen Eingriffe berücksichtigen die Struktur des Gebäudes, die Treppenhäuser werden, mit Glas verschlossen, zu unbetretbaren horreurs vacuii. Der Innenhof bleibt nutzungsneutral als freie Fläche. Konservierung und reversible Veränderung sind der Leitfaden im Umgang mit der historischen Substanz.

Die Stadt übernimmt die Vermietung der Flächen. Die vermieteten Einheiten haben eine Grösse von 50  – 1000 qm und Raumhöhen von 3 m – 11 m. Über ein Bewerbungverfahren werden die geförderten Mietflächen anhand eines noch zu bestimmenden Kriterienkataloges vergeben. Ein größtmögliche Nutzungsmischung ist angestrebt. Politische, soziale, gesellschaftliche, energetische Organisationen, Schreinereien, Schlossereien, Druckereien, Planungs,- Grafikbüros, Startups, Existenzgründer, Wissenschafts,-Technologiezentrum, Ateliers, Galerien, Kulturelle Organisationen, Bars, Lounges, Gastronomie, Schulungen, VHS et al.

städtebaulicher ideenwettbewerb, engere wahl
[mit lex-kerfers landschaftsarchitektur, bockhorn]

01Mar/01

028 objects de plaisir

ein object de plaisir. aha. wunderbar. klar. verstehe.

und auch wenn zu erkennen du glaubst, was das ist, wenn assoziationen dir evociert werden, was ist das dann was du erkannt zu haben glaubst, questcequecest wasistdaswasdasist?

nicht fisch nicht fleisch. kostüm oder identität oder inhalt oder oberfläche. halt! stop! was machen sie denn da! ich glaub die sind tot, stephan.

vielleicht hat didaktik auch etwas mit haptik zu tun

keine ahnung woher die kommen. waren die eigentlich schon immer da? weiss nicht, aber warum sind die ausgerechnet hier? neulich nachts hab ich welche an der glonn gesehn… they live by night

und du kannst natürlich deine eigene haltung zu uns haben. oben hocken, sitzen oder quer. drinliegen. oder bäuchlings. zweifach rechtwinklig abgeknickt sitzt du ja schon in der schulbank. nutzungsindterminierte verortungen, liegestuhl, knutschkugel, diskussionsforum, wasweissich

 

 

pur-integralschaum, ein formgeschäumter, eine dicke bläschenfreie haut ausbildender, monocoque. sein metallernes rückgrat eingeschäumt, schwarzes gummi, lack, leder, plaisir, warm, zäh, weich, hart…

wieviele und wo wird vor ort abzustimmen sein mit den herren architekten, mit der freiraumgestaltung. grüppchen und gruppen und cluster und loner. am liebsten die objects de plaisir ihren platz sich selber suchen lassen, den entstehenden bewegungsachsen und aufenthaltsbereichen zu seite stehen, diese betonen, bedeuten

it’s just the beauty of the ride
und
das was du siehst ist mitnichten das was du bekommst
ist es nie!

gymnasium markt indersdorf
wettbewerb kunst am bau

02Feb/01

027 botschaft münchen

ein freizuziehendes botschaftsgebäude, zwar im münchener herzogpark, jedoch an die hier als eingehauste hochstrasse geführte stadtautobahn mittlerer ring nördlich angrenzend, und dessen transformation zu »normaler« büronutzung.

[eg mit umgriff]

[ug, og, dg]

[schnitt o/w, schnitt n/s]

gutachten, vorentwurf, mit sophie von hayek, münchen

19Dec/00

025 haus für bruder & schwester gauting

wichtiges
_orientierung nach allen himmelsrichtungen
_durchblicke
_sonne
_licht
_verzahnung des gebäudes mit dem garten
_einfache, klare baukörper


baukörper
zwei häuser (ein doppelhaus), die auf abstand zueinander stehen. der zwischenraum ist verglast und durchgängig. die hauskörper selbst bestehen aus einem festen rücken zur gemeinsamen mitte hin. die auflösung des hauses in den garten findet in ost-west bzw. west-ost richtung statt. in nord-süd richtung sind die häuser großer fließender raum, bei aufgeschobenen türen mit einen vollständigen durchblick.

glashaus
diese interzone ist gemeinsamer eingangsbereich, trennung und verbindung der häuser, des innen und des außenraumes zugleich. hier können pflanzen überwintern, solare energieeinträge erzielt werden, feste stattfinden, fahrräder repariert, wäsche gehängt oder einfach nur der helle raum genossen werden.

[querschnitt, grundrisse ug, eg, og]

gemeinsamer eingangsbereich
ein gartentor. der garten wird durch den mittelweg begangen. das sich bewegen im gartenraum wird zum täglichen erlebnis, nicht zum sonntäglichen ausflug.
repräsentative zugangssituationen sind die bilder die hervorgerufen werden.
aber auch die bäuerin die neben der haustüre auf der bank sitzt, das warme holz im rücken und die wärmende märzsonne genießt.
die räumliche verbindung der eingangsbereiche erreicht eine größzügige zugangssituation und das ganze wird mehr als die summe seiner teile.

[längsschnitte haus 1, haus 2]

[perspektive, eg & og haus 2]