Tag Archives: architektur

18Aug/05

058 prototypische appartementsanierung

einer einheit eines 70er jahre appartementeschlittens werden die arbeitslos rumstehenden wände entnommen. ein prototypisches plug & play oligofunktionsmöbel wird zum server des units: foyer, garderobe, küche, speis, putuzkammer, spiegelkabinett, overheadstorage und bar.

 

der server ist mit strom-, zu-/abwasser-/luft-/telekommunikationsanschlüssen ausgerüstet.
in grey-blue oder postit-yellow erhältlich.

[photos: © monika ribbe, münchen]

[grundriss, schnitte]
18Jun/05

057 kindercampus garching

für den campus der TUM garching ist eine tagesbetreuung für kinder im alter von 0 bis 6 jahren als auch raum für eine ferienbetreuung für schulkinder als beitrag zur gendergerechten hochschule zu planen.

ort als möglicher ort für diese einrichtung ist die freifläche nördlich des walter-schottky-instituts angedacht. eine prüfung des campus auf alternative standorte ist von unserer seite bislang nicht erfolgt, jedoch dringend angeraten.

räume & flächen ein kinderhaus welches eine tagesbetreuung von kindern im alter zwischen 0 und 6 jahren sicherstellen soll hat zur erreichung von alterspezifischen förderungs- und bildungsmöglichkeiten
differernzierte räumlichkeiten und freiflächen zur verfügung zu stellen.

kindercampus sicher und geborgen · offen und neugierig· flächensparend· kostengünstig· ökologisch · barrierefrei · integrativ · masstäblich

situation am übergang von der landschaft der münchener schotterebene zum campus der tum garching stehen naturnähe und ökologischer bezug sicherlich im vordergrund. dieses herausragende potential wollen wir für das gebäude, für dessen kleine und große nutzer und nutzerinnen ausschöpfen.

gutachten, grundlagenermittlung
kindercampus für die kinder der mitarbeiter und mitarbeiterinnen der TUM garching nördlich des walter-schottky-instituts, campus garching · möglicher träger: landesbund für vogelschutz

30May/05

056 ammerlandbad

ein kleineres bauvorhaben: ein badezimmer von 2,50 x 2,50 meter. die allgegenwärtige g’schamige installationswand kommt hier in zwei abarten vor: zur linken, eine lendenschurzhafte schwebende schale, an der wc und waschbecken andocken, in der spülkasten, badezimmerschrank, illumination und ein eingezogener spiegel platz finden. und die rohre sieht man bisserl raushängen. zur rechten stopfen wir die wanne in die wand.

[holzverbundwerkstofftafeln als schreiner-gerechter ausbau, pigmentierter und hartgeölter zementestrich]
18May/05

055 studierendenwohnheim münchen

an der studentenstadt (a:ernst maria lang und sepp pogadl) weiterbauen: (wie) lässt sich der von den beiden hochhausscheiben, nach süden und westen hin gerahmte parkplatz am nördlichen ende der seinerzeit grössten studentischen wohnanlage deutschlands, ergänzend zu wohnzwecken nutzen?

lageplan [quelle: studentenwerk münchen]

situation

gutachten, vorentwurf [entwurfspläne sind zzt nicht aufzufinden, stay tuned…]

01May/05

tum kindergartenspielgerätelagerhaus

kindergarten toy-storage-house, 1:1 studentwork, 2nd yr., tum

model of winning scheme [studentname unknown]


the winning team of a student competition detailled and built their design: a wooden crosswall-construction, dressed in multiwallsheets is sitting on a foamglass-gravel-supported concrete slab. tum, münchen, germany, 2005 [2nd year]

[photo: thomas hirschmann, münchen]

»invisible touch« – box, inspired by glass-recycling-container design
[photo: thomas hirschmann, münchen]

[photo: thomas hirschmann, münchen]

the inauguration

21Apr/05

054 ernst sachs bad kunsthalle schweinfurt

das ernst sachs bad in schweinfurt (1931-1933) geplant vom (später dann auf der gottbegnadeten-liste geführten) architekten roderich fick, wird zur kunsthalle der stadt transformiert.

bestand, ansicht nord [quelle: stadt schweinfurt]

stadtplan, ausschnitt [quelle: stadt schweinfurt]

lageplan

grundriss eg, grundriss ug, grundriss og

schnitte, ansichten

der bestand wird weitestgehend belassen und mit zwei klar lesbaren eingriffen sowohl historisch präzis verankert, als auch für seine neue aufgabe ertüchtigt:
a
der naturwerkstein-gerahmten eingangssituation wird ein mehrfunktionaler funktionskörper (mit foyer, bühne, rolli-lift, …) vorgestellt

b
das schwimmbecken, von einer unzahl, im raster gesetzter kernbohrungen perforiert und mit blauen glaszylindern verfüllt, wird zum vortragssaal, begleited von einer offenen erschliessung aller geschosse.

einsatzmodell schwimmhalle

unterm schwimmbecken, mit (rolligerechter) zugangsrampe zum vortragssaal

offener realisierungswettbewerb

modell
frieder grüne, wolfratshausen

photographie
monika ribbe photodesign, bad aibling

01Jan/05

17 absätze über architektur

01 maisons de verre/vert

ja, glas kann auch durchsichtig sein. kann aber auch durchlichtig sein, fast opak, spiegelnd, die umgebung verzerrt reflektieren, licht fangen, nach frequenzbereichen selektiv filtern. glas kann sich selber saubermachen, kann strom machen, kann hell und dunkel werden. glas kann merken wann es hell, wann es warm ist. aber in echt ist glas nur eine sehrsehr zähe flüssigkeit, sagen die im glaswerk. eine total tolle, mal wie rohöl, mal wie blut, mal wie milch, mal wie quellwasser. das gewächshaus von der stange wird zum wochenendhaus [prj.006]. schlappe 5 mm esg, die hintere hälfte genörpelt, das licht streuend, die vordere als floatglas. den sonnenschutz übernimmt ein apfelbaum, der die sonne ins haus lässt, wenn erwünscht sie ist, der sie aufsaugt und tolle früchte aus ihr photosynthiert. auf einer holzgitterschale als unterkonstruktion ein weiteres gebilde was als glashaus betrachtet werden kann, das haus zur wildnis [prj.016]. wilder jedoch, lichtundurchlässiger: rundumhüllt mit kissen aus glas welches dann erst noch  zu entwickeln wäre: altglas, grünes, braunes, buntes, aufgeschäumt, mit lichttransmissionswerten von vielleicht 10 bis 50 prozent, das es sich beim durchschlüpfen so anfühlt, wie vom auslober gewünscht, als erdgang im maßstab 20:1, mal dumpfes grünlich-braunes licht, dann wieder heller werdend. die äussere oberfläche müsste dann geschlossenporig sein, könnte dann, da es schön schattig mitten im wald steht, auch gerne ein bisschen moosig, algig, glitschig werden, auf garkeinen fall selbstreinigend. wild halt.  noch eine variante, die erweiterung einer strammen, satteldachigen sichtmauerwerkigen hauptschule aus den 30-ern in münster [prj.022]. das profil nehmen wir auf. aber nicht mehr in backstein sondern in (backsteinfarbig) seriegraphierten gläsern, offenere raster dort wo erforderlich, wo möglich, ins geschlossene verlaufend, wo tageslichteintrag unerwünscht wäre, mit bedrukkungsfreien ausschnitten wo die haut das klassische fenster, den sichtbezug innenaussen, spielt. und das obergeschoss öffnet sich mit sl-flügeltüren.

02 raum
zumeist sind schachterl gemeint, zimmer. zu denen führen flure, gänge, längliche räume. es hat regeln, wie breit die zu sein haben, das aneinander man vorbeikommt, ohne sich im schlimmstenfall berühren zu müssen. raum geht auch mit schachterln: eine grundschule [prj.008] im münchener norden. zwei mal vier klötze. im erdgeschoss sondernutzungen, werken, lehrerzimmer etc. und drüber je klotz, je geschoss, zwei klassenzimmer. die zwei klotzreihen mit innenliegenden balkonen verbunden, mit blick, mit räumlichem bezug zur dazwischenliegenden pausen-, zur dazwischenliegenden sporthalle, von wo du, wenn du pech hast, voll einen ball draufgezogen bekommst. um auch den raum, nicht nur die flächen durchmessen zu können, wissend zudem wo du gerade bist, hat es eine breite sitztreppe zwischen sport und pause.

03 the world is flat
es war seinerzeit wohl nicht ganz einfach den bewohnerinnen und bewohner unseres planeten die idee nahezubringen, das die erde mitnichten eine scheibe sondern vielmehr ein dreidimensionaler körper, genähert eine kugel ist. obgleich oder weil dies mittlerweile doch zum allgemeinwissen gehört, gewinnt die platte scheibe (geschossdecke…) mit weitem abstand vor dem körper, gewinnen ebene ebenen souverän vor (einachsig, zweiachsig…dreiachsig) gekrümmten flächen. als ob uns die idee mit dem körperhaften planeten noch immer missfällt, der scheibengeschichte immer noch verfallen sind. mit der gravität spielende geneigte, mit der zentrifugalkraft spielende gewundene flächen, sich verjüngende ram-pen, herumsausende helixen… im opernhausparking [prj.017] in zürich/ch windet sich eine asphalterne helix hinab, hinab in eine sonnenlichtlose unterirdische box, eine box deren in licht brennenden umschließungsflächen eine ouverture schon später haben wir mal versucht, zwei gespindelte rampen umschlingen sich zu lassen, im august-horch-museum [prj.033] in zwickau, verweisend auf geschwindigkeit und raum und zeit, auf die kleinen und die großen automobile dieses herstellers welche zu unterschiedlichen politischen systemen staffage sein durften.

04 additive
sowohl das august-horch-museum als auch das opernhausparking sind helfende annexe, ergänzungen für einen bestand mit veränderten oder mutierten nutzungen. die sich dann, in lustvoller erfüllung der ihnen zugedachten aufgaben ergehen, eine vernünftige aufgabe also haben, aber dann noch zeit über ihren zweck ebenso auskunft zu geben, wie über ihren master. nein, bloß nicht krücken.

05 lesbarkeit
wie sieht eine schule aus? wie ein wohngebäude? wie ein museum, ein klinikum? warum schauen die so aus? kann ich lesen, was der zweck eines gebäudes ist, wann es entstand, wo? müsst ich das lesen können und ist das dann irgendwie richtig oder nur so bemüht, von vornherein? oder könnte so ein bauwerk mal nicht nur scheinbar evidente und lesbare standarts repetieren sondern lustvollfröhlich mit den gewünschten räumen, den gewünschten nutzungen, den erwartungshaltungen spielen? das interessiert uns dann, die bedingungen aufzusaugen und zu hinterfragen. mit ihnen

06 ateliers trouvés
gefundene, brachgefallene orte neu zu formatieren, zu transformieren, für die stadt zurückzugewinnen, ist unser Ziel, diese »unräume« zu beleben und in ateliers [prj.051] zu verwandeln. wir legen einen erweiterten atelierbegriff zu grunde, der allen menschen räume eröffnet, räume um tätig zu werden. ateliers zum fahrradreparieren, kochen, singen, zusammentreffen. ateliers zum (re)generieren statt zum konsumieren, ateliers die in verlorenen orten eigene potenziale uns finden lassen. unscheinbare orte, unräume werden durch unsere transformationen zu öffentlichen orten im städtischen geflecht. diese verdichtung der öffentlichen anteile perforiert die unzugänglichkeit von stadt. eine auflösung der stadt (wie sie bisher existiert) ist in unserem sinne.

07 wir über uns
architekturusw martina günther und jan schabert; 1999 bis 2005 vielleicht achtzig projekte sind in dieser zeit entstanden wettbewerbe und realisierungen, vorträge und ausstellungen, möbel, kunst, grafik, usw. schön wirds dort, wo das und so weiter beginnt. wo kunst sich mit visueller kommunikation vergnügt, wo der bedrohte lebensraum der menschlichen sorte zu lustvoll bespielbarem thema sich zu entwickeln getraut. wo forensik sich mit serieller fertigung, das millionstel mit dem 1:1 paart. wo mal künstlerinnen, mal bauingenieure, mal grafikerinnen, mal energetiker, mal handwerker, mal pfarrerinnen zum wundervollen ping-pong uns gegenüberstehen, wo gemeinsam weiter gedacht und gemacht werden kann.

08 pro & contra
gegen großstrukturen · für kleinstrukturen | gegen kommerzielle arrchitektur · für ideelle architektur | gegen die perfektion · für die provisorisch | gegen rezepte · für individuelle | für grün, regenwasserfang auch in der stadt | gegen privatisierung · für öffentliche räume | gegen neuland · für nischenfüllung | gegen tot-renovieren · für verfall und verwilderung | gegen konsumieren · für aktivieren | gegen monokultur · für durchmischung | wir wollen nicht, daß sich die stadt so weiterentwickelt wie bisher | wachsen wachsen wachsen häuser häuser häuser – häßliche häuser | städte sind zu groß geworden, zu komplex; großstrukturen sind anfällig (vgl. monokulturen) produzieren viel müll, viel lärm, viel abgase; weite wege (die saurier sind auch ausgestorben)

09 raus in die stadt
beim grundbuchamt [prj.036] geht es wohl darum eigentumsverhältnisse, grunddienstbarkeiten etc. in hochgradig abstrakt abgebildeter aktenform zu lagern und verwalten. der grund wird hier, wie zu einer forensischen grabung, aufgeworfen, die decke ein wenig gehoben, verspreizt in dieser position. schwarzgraue irdene schnittkanten werden sichtbar. und der grund offenbart seine eigenschaften, seine geschichte, die geheimnisse unter seiner oberfläche. geschichten, tausende von seiten geschichten. darüber tiefe mäanderde wege, vom schlosspark in die stadt: eine vielleicht drei meter höhendifferenz überwindende rampe entlässt einen vom dach in die gute stube der winsener kaufleute wo angekommen man über ein dach gelaufen zu sein kaum in erinnerung haben wird. das dach als park im park. dächer. sind ja eigentlich eh schon ein wenig raus aus der stadt. nicht was die fläche angeht, in welcher wir gravitationsgenötigten uns nunmal zumeist bewegen, nicht in x- oder y-richtung, in welcher man nunmal zumeist denkt. raus über die stadt, auf die fünften fassaden. raufraus. in den park, über der seltsam akzeptierten untergrundbahn, über dem seltsam akzeptierten, dem motorisierten individualverkehr übereigneten sog. stadtraum. ateliers trouvés für alle und für alles.

10 schöne füße
unten an unseren beinen haben wir noch so füße dran. vielleicht das man besser stehen kann. vielleicht aber auch das sich die last ein wenig verteilt, keine übermäßigen pressungen in mensch und materie auftreten. da lässt sich dann schon fast alles erklären, was fundamente, was grundbau für studierende der architektur betrifft. das ganze spektrum bespielen, von der flächigen gründung im matsch, beim grundbuchamt bis zum zoomorphen eingespannten stahlgußfuss bei der fußgängerbrücke [prj.018]. eh, dieses lehren von konstruktion, von entwurf mit assoziativen prinzipien, nicht gleich mit den ganzen standartdetailatlanten, ist viel merkfähiger: sowas wie gefahr erkannt – gefahr gebannt. und viel kreativer, innovativer noch dazu.

11 grundrisse
sind wie die ergebnisse des hobbies blumen pressen. oder die des berufs des präparators, oder des pathologen vielleicht. ja gut, du erkennst grob die dimension. aber das wars dann auch bald. zusammengequetscht auf nach möglicheit zwei dimensionen lässt sich die form nur dann imaginieren, wenn sich in der komprimierten dimension nichts mehr in x- oder y-richtung ändert. strangprofile also, nicht wirklich aufregend, zumeist. die abbildungsform eines dreidimensionalen gebildes auf einen grundriss und schnitt, verlangt vom leser bzw gucker einen enormen aufwand an rekonstruktionslust oder forensischer neugier, den raum, das volumen, den körper nachzuempfinden versuchen. zur abbildung eines gebäudes können grundrisse allenfalls herangezogen werden um flächen nachzuweisen, um eine beurteilung der funktion, der wirtschaftlichkeit zu ermöglichen. schaf im wolfspelz spielen, oder halt wolf im schafspelz. manchmal wolf im wolfspelz oder das andere eben. manchmal auch ganz ohne pelz. müssen vereierte grundrisse unter sich bleiben, dann nur und ausschließlich rundeckig und krumm sein, oder macht es nicht eigentlich viel mehr spaß die orthogonale welt dem krummen zu öffnen, kurven mit geraden,

12 maßstab
das haus zur wildnis [prj.016] schaut so aus wies heisst, fühlt sich beim durchschlüpfen so an, wie vom auslober gewünscht, als erdgang im maßstab 20:1. es umschlingt ein paar fichten der dicht bewaldeten anhöhe, drunterdurch kanns du schauen, laufen, dich unterstellen, seine verortung ist lässige momentaufnahme viech im wald, in der bayerischen wildnis. und bigger than life.

13 symbiotische architekturen
sybiose: das nebeneinander von verschiedenen organismen zu gegeseitigem nutzen.

14 objects de plaisir
die figur vor einem grund. kommt bei uns immer wieder vor, innenräumlich, der baukörper, im städtebau auch. aber warum, was soll das, wozu soll das gut sein. an drei beispielen aus unserem oeuvre werde ich erläutern, was figur oder objekt im raum bei uns tun: spremberger straße, cottbus [prj.011], die fußgängerzone der stadt und wie die, landauf, landab bei uns halt so ausschaun: lauter figuren, lauter kleine objekte stehen da rum, manche von diesen dingern machen einen spezifischen eindruck, andere bringen bundesweite wiedererkennung in chosebuzs einkaufskilometer. aber vertragen, harmonieren tun die nicht. unser wettbewerbsbeitrag sieht eine bündelung dieser wildverteilten teile auf ein spezifisches objekt, vor einem spezifischen grund vor. der öffentliche raum ist dann hier nicht mehr (wie sonst eigentlich überall) durchsetzt von diesem ganzen zeug, sondern aufgeräumt ists plötzlich, und den raum kannst du lesen, und diese objekthaften repetitiven ordnungselemente. trash united, in der guten stube. eh, diese zusammenfassung, dieses konzentrieren, sei es in der lesbaren erscheinung der objekte oder in einer überraschenden gestalt welche den zweck teilweise auch ganz absichtlich verhehlt, das klärt. putzkammer, garderobe, 20 laufmeter karteikästen, stauraum, rezeption, trennwand. auch so ein sammelsurium ganz verschiederner dinge, wände, kisten, tische, räume. aber nichts davon siehst du in unserer zahnarztpraxis [prj.040], oder eigentlich siehst dus freilich, aber du weisst nicht, daß das da alles drinsteckt, in den vier kisten die über die praxis verteilt sind, musst du ja auch nicht wissen dient das halt dem betriebsablauf, den du wahrscheilich garnicht so genau stets vor augen haben magst. eh, diese dinger die du nicht gleich zuordnen kannst, die sich der gschwinden kategorisierung entziehen, die du dann selber dir aneignen musst, wenn du sie nutzen willst. objects de plaisir [prj.028] die um ein gymnasium in markt indersdorf herumschleichen. eklig sind die schon, aber zu dritt kannst du drauf sitzen, in der grßen pause. wie, das ist dann deine aufgabe.

15 gemeinschaftswohnen
…und sie lebten glücklich zusammen bis an ihr lebensende… eher unwahrscheinlich! naheliegender, das erst das glücklich flöten geht und dann das zusammen. und dann kommt das lebensende eh schon bald. aber nu vier märchen mit absehbarem sog. happy-end, mit ewig-glücklicher cohabitation, harmonisierenden raumgefügen usf: das märchen vom doppelhaus [prj.021], das eigentlich ja ein halbhaus ist, aber gut. zwei erwachsene geschwister mögen gemeinsam-allein wohnen: statt der trennwand welche solch ein haus bautypgerecht verdoppeln soll gibts hier eine kleine dazwischengeschaltete halle, eine piazza, ein gemeinsames foyer, atelier, akkustischer & klimatischer & sozialer puffer. …hinter den sieben bergen, bei den sieben zwergen ists tausendmal schöner als hier… beschließen n und c und kaufen sich eine baywa-halle aus den 50ern, hart am donaumoos um dort gemeinsam zu leben, zu wohnen und zu arbeiten, zu malen: atelier & wohnen eben [prj.053]. 50 mal 12 meter halle, 600 quadratmeter, sind in 1/3 wohn- und 2/3 atelierräume zu arrangieren: das aneinandersichreiben, das partnerschaftliche ringen und schieben, umarmen, angreifen und verteidigen wird zur eingefrorenen schiebewand, zum privatheit gewährenden mit nebenräumen armierten schutzwall, wird zur dreidimensional ondolierenden membran, zu einem nebenüberunteraneinanander in den 3.000 kubikmeter lebensraum. ein traum von einem märchen dann in meinem sonderdiplom journal d’une ville perdue, wo die ja eigentlich doch recht unerfreulichen städte und die doch recht hübsche natur (was wir halt so natur nennen) allesamt mit so richtig sozialgerechter wohnstruktur egalisiert. gemeinsam war man da mit ca 100 brüdern und schwestern, (art)genossen eben, in so einem wohnkreisel beheimatet, im inneren des cirkels ackerbau, drumherum rot- und schwarzwild. zwei badehäuser gabs je kreisel, mit duschköpfen von 150 cm durchmesser, für ein tatsächliches gemeinschaftserlebnis. vermutet werden kann das das nächste märchen ein wohl eher staatstragendes sei, was jeglicher subversion jedoch die existenz abspräche: gemeinschaftswohnen für junge polizistinnen und polizisten [prj.046] in münchen.

16 ideen bauen
ein satz, eine geste vielleicht noch lieber, oder ein gesichtsausdruck, ein handzeichen, muss reichen als main-plot. ein satz, eine geste, ein gesichtsausdruck, ein handzeichen, muss dann noch lesbar sein, bei der zigarette danach. die antizipierte Landschaftsverwerfung, hoch die grasnarbe und das gymnasium [prj.013] dadrunter geschoben. ein wohnbusch für die junge familie, die vom land in die stadt zieht und eigentlich einen anbau [prj.048] haben wollte (und am ende dann doch bekommen hat). und die vielen kleinen sub-plots, die materialien, die oberflächen, schräubchen, waschbecken und farben, die können dann, ihres main-plots gewahr, herumtollen. versuchen ihn zu untermauern. sich nicht über gebühr aufführen, nicht ablenken aber den maßstab runterbrechen.

17 runde jugend
warum wissen wir auch nicht, aber es trug sich zu, das unsere diplome, obgleich zeitlich versetzt, beide sich für kreise interessieren. ein kulturell dotierter autobahnauffahrtskreisel am münchner mittleren ring und ein gleichmacherischer bundesweiter wohnkreisel. einer deutung harren wir gespannt.

günther&schabert 17 absätze über architekturusw 1999-2005 hier als download:

19Jul/04

051 ateliers trouvés vortrag

münchener architekturwoche, a2, luitpold lounge
Transformationen in Architektur und Design. Verlorene, brachgefallene Orte zu transformieren, neu zu formatieren, zurückzugewinnen, zu finden, war unser vorgetragenes Ziel, Unräume zu beleben, in Ateliers zu verwandeln.
Ein Subthema der zweiten Architekturwoche – günstige Ateliers in München zu schaffen – mit dem Themenschwerpunkt der Luitpold Lounge Transformationen in Architektur und Design zu kreuzen, war unser Auftrag/Anliegen. Verlorene, brachgefallene Orte zu transformieren, neu zu formatieren, zurückzugewinnen, zu finden, war unser vorgetragenes Ziel, Unräume zu beleben, in Ateliers zu verwandeln.
ateliers
Wir legen einen Atelierbegriff zu Grunde, der undeterminierte Räume eröffnet, Räume um tätig zu werden. Ateliers zum Fahrradreparieren, zum Kochen, zum Singen, zum Treffen, Ateliers zum (Re)generieren statt zum Konsumieren, Ateliers die in verlorenen Orten eigene Potenziale uns finden lassen.
a
Ein hermetisch-abweisender Gewerbehof öffnet seinen Erdgeschossbereich mit Ateliers dem öffentlichen Raum entgegen, öffnet sein Kiesflachdach als Subsistenzwirtschafts-Naherholungsgebiet, als Weide für Wildschweine, als Spielplatz für Kleingärtner. Die Interventionen wirken auf das ganze Gebäude, auf das Viertel, auf die ganze Stadt zurück, eine von vielleicht 389 kleinteilig subversiven symbiotischen Transformationen, die eine Auflösung der Stadt im bisherigen Sinne bewirken.

b
Ein sperriges Verkehrsbauwerk, das zugleich Garagenplätze in seinem Inneren beherbergt, als auch Auffahrtsrampe zu einem Park für Fußgänger und Fahrradfahrer ist, wird in ein Atelier umgestaltet: die ehemalige Garage öffnet sich als große Arbeitshalle zu Straße hin. Ein verwaister Bistropavillon wird zum Pauseraum für alle die, die Pause von etwas machen mögen. Schöpferische Pausen. Arbeitspausen. Unterbrechungen, Zwischenspiele, Interventionen in einer vom Wunsch nach Lohnabhängigkeit bestimmten Gesellschaft.
c
et al.

[indexphoto: kathrin schäfer, münchen]

> kunst-buero.de

19Jan/04

046 gemeinschaftswohnen

die zukünftigen bewohnerinnen und bewohner des wohnmodells an der sand,- und linprunstraße sind staatsbedienstete, die für einen zeitraum von 3 monaten bis 3 jahren nach münchen kommen, um eine aus- oder fortbildung zu absolvieren z.b.polizisten, justizangestellte etc. für diesen temporären aufenthalt in münchen soll eine wohnform angeboten werden, die mit dem arbeitstitel »GemeinschaftsWohnen« umschrieben werden kann, das irgendwo zwischen jugendherberge und hotel, studentenwohnheim und wohngemeinschaft angesiedelt ist. wohnen soll als realisierbare utopie wieder zum kollektiven ergeignis werden und der vereinzelung und vereinsamung entgegenwirken.

grundstück / städtebau
die beiden über eck stehenden baulücken sind teil eines städtischen blockes, der von der nymphenburgerstraße, der erzgießereistraße, der linprunstraße und der sandstraße aufgespannt wird.geprägt ist der block von dem großmäßstäblichen justizgebäude und dessen erweiterungen. eine geschlossene blockstruktur war und ist nicht vorhanden. die offenheit und durchgrünung desblockes, das aufeinandertreffen unterschiedlicher maßstäbe sind charakteristika  dieses besonderen stadtbausteines, den wird hier mit drei vorschlägen interpretieren. interpretation des ortes die schließung der baulücken ist eine naheliegende lösung, die, wenn die maßstäblichkeit der nachbarbebauung eingehalten wird eine möglichkeit der reaktion darstellt. (»passivhaus«) eine wirkliche interpretation und überhöhung der städtebaulichen situation ist jedoch eine verbleibende öffnung im blockrand.sei es durch die »himmelhäuser«, denen ihre außentreppe den nötigen abstand zur nachbarbebauung gewährleistet oder dem »backhaus«, dem es gelingt diebaulücke an der sandstraße gänzlich freizuhalten. mehrwert durch gemeinschaftswohnen ein räumlicher, kostenmäßiger und sozialer vorteil entsteht, indem unterschiedlich große personengruppen räume gemeinsam nutzen, die bei »single-wohnen« jedem einzeln zugeordnet werden müssten. z.b. küche, bad, wohnzimmer. d das zimmer als möbel jede person hat ein eigenes zimmer, das mit einer kleinen nasszelle (wc, wb) ausgestattet ist. das zimmer ist durch einbaumöbel zur sofortigen nutzung bereit. das zimmer kann in der fläche stark reduziert sein, da das haus als ereignis zur verfügung steht. e wohnküche gemeinschaftlich genutzte bereiche sind räume, die an schnittstellen der bewegung entstehen.sie sind informell nutzbar und schwellenlos. das haus als platz und weg ein teil des hauses-dach oder erdgeschoß oder beides stehen der ganzen hausgemeinschaft zur verfügung. dachterrasse und/oder garten sind die orte deszusammentreffens. es entsteht eine hierarchie der gemeinschaftlich genutzten räume.

05Aug/03

040 bauwelt / praxis dr.s

die bauwelt berichtet über extrovertierte interieurs, und bei der gelegenheit über unsere zahnarztpraxis in gilching:

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[photos: monika ribbe]
21May/03

044 möbelsystem steelheeled cuisine

wendbare flatpack-küche aus 3 zuschnitten fassadentafel [holz-verbundwerkstoff] und ein paar z-winkeln aus 10 mm gewachstem stahl verbunden mit gesenkten rostfreien innensechskant-schrauben in geschnittenen gewinden. dann noch 2 oder 3 stahl-stangen als hänge-occasionen für kleingerät & trockentuch und fertig.

die küche wurde für eine ausstellung [»zum gebrauch«] schnell mal daheim abgebaut, transloziert und einer breiteren öffentlichkeit vorgestellt und dann wieder heim. irgendwann später konnte sie ihre lässige versabilität mittels wendbarkeit [von waschbecken links auf waschbecken rechts] anlässlich eines umzugs vorführen. und jüngst ist sie dann noch mal umgezogen. und nimmt nun an ihrem neuen einsatzort um eine achse eingekürzt den dienst auf. mal schaun was als nächstes auf sie zukommt…

 

01Mar/03

040 praxis dr. s

a
in the middle of nowhere in der s-bahn-peripherie münchens, in einem austauschbaren kleinen büround geschäftshaus aus den 90ern möchte eine junge approbierte zahnärztin ihre erste praxis einrichten.

b
gilchinger architecture parlante der arbeitsplatz aller dentalmediziner, die cavitas oris propria, die mundhöhle, wird idealisierend auf die praxis abgebildet: blitzeblanke zähne strahlen in blendendem weiß aus dieser orange-rot pulsierenden mundhöhle heraus, die zahnärztin wie auch ihre assistentinnen finden sich als beweglicher zahnersatz, weiß gewandet, inmitten des unvollständigen zahnbildes wieder, ein zahnbild ausnahmslos kariöser zähne, mit aushöhlungen für rezeption und spüle, für archiv und kunstoffüllungen. weiße möbel und einbauten vor zahnfleisch, weiße figur vor orangenem grund -ganz einfachund die zahnärztin wie auch ihre assistentinnen tragen mit ihrer weißen arbeitskleidung dazu bei dieses bild zu stärken…

the color of money das knappe budget als inspirierendes moment; die kosten der farbe, oranger kautschuk und orange dispersion: spielten die parameter ort, funktion, raum und kosten zu beginn noch antipoden, so entwickeln sie sich im laufe der diskussion zu einer eingespielten, das konzept kraftvoll ziehenden, quadriga: das eigens gemischte orange von wand und decke verursacht einen nur marginalen aufpreis zur weißen dispersion, die farbe des kautschuks ist finanziell ebensowenig nachzuzeichnen. der bewusste, weitestmögliche verzicht auf, weltliche produkte, leuchten, möbel etc., die maximierte integration der funktionselemente in die kavitäten der einbauten verhindert dann auch vermeidbare investitionen, stützt dann auch die annäherung des praxisraums an die abstraktion seiner idee, lat.: cavita oris propria.

e
entwurf empfang, warteraum, zwei behandlungszimmer, büro, massageraum, sozialraum, abstellraum sind auf gerademal drei zimmer zu verteilen. dem 40 qm großen empfangsraum sind also zwei »zähne« eingestellt: empfangtheke und archivbox, beweglich scheinende folies in diesem großraum, über beide lässt sich hinüberschauen. ungewohnt und rätselhaft in ihren proportionen gliedern sie die verschiedenen nutzungen ohne das raumvolumen zu zertrennen. die beidseitig bedienbare,


gerade zwei meter hohe aber gut einen meter dicke archivbox vereint besenkammer und zwanzig meter karteiauszüge, vereint sekretär und vorratsschrank, ist zonierender paravent vor labor und wc, ist nach oben strahlender leuchtkörper. gleich der archivbox, der ebenfalls tiefrotes linoleum ihre kaufläche umfasst, ist auch die empfangstheke zweites zonierendes element in diesem mehrfunktionalen verteilenden raum. sie erlaubt den zu empfangenden überblick, nicht aber einblick, gewährleistet wartenden wie rezeptionistin ob des großraums privatheit in der uneinsehbarkeit der sitzenden…

f
…»..sieht gar nicht aus wie beim zahnarzt..« sagen die patienten und sind erst mal beschäftigt mit den kräftigen farben, den ungewohnten möbeln – abgelenkt in jedem fall vom grund ihres besuches.

zahnarztpraxis, gilching
realisierung

> publikation bauwelt
> publikation handbuch arztpraxen

16Jun/02

039 stiftsbogen münchen

drei dörfer im park
drei dichte aber gerade einmal baumhohe dörfergliedern den neuen haderner stadtpark.die angrenzenden gebäude- und grünstrukturen weiterentwickelnd und ineinander überleitend wird das areal zum verbindenden differeinzierten freiraum.

die dörfer
dichtmöglichst gestellte, zumeist nur zwei- oder dreigeschossige wohngebäude spannen private und halbprivate freiräume auf, spielstrassen und platanenbestandene dorfplätze. die kleinmasstäblichkeit der dörfer in verknüpfung mit einer geordneten durchmischung der unterschiedlichen bewohnergruppen vermeidet sozio-ökonomische segregation, schafft ein zeitlich/räumlich verschiedentlich genutztes quartier.die aufgezeigte verteilung der baukörper innerhalb der zu bebauenden dörfer ist mehr als weiterzuentwickelnde exemplarische bemusterung denn als definitive lösung zu betrachten.

die freiräume
der park:
ein grosser undeterminierter anger, magerwiese und bolzrasen, federballfeld oder grillplatz, entwickelt sich mit abgestufter konturierung zu halböffentlichen,halbprivaten freiräumen, aber auch zu plätzen und märkten städtischen charakters hin.
ein wald: angelehnt an die vorhandenen böschungen, bildet einen breiten rücken zur baumasse des augustinums und ist informelles spielrevier der kinder.
die gärten: kleine gartenhöfe und terrassen innerhalb des dorfs, ein saum von vielerlei gärten drumherum: bewohnergärten, spielplätze, freiraum für dies und das was freiraum braucht, veränderbar im lauf der zeit. das freiraumkonzept ist betont einfach und am täglichen gebrauch orientiert, bietet aber dennoch raum für nicht-alltägliches: freilichttheater vor der stadttreppe, den zirkus auf der großen wiese, platz für markt, bücherbus, spielmobil…


die autobahn
die schallemissionen des kraftfahrzeugverkehrs auf der A96 sind nur in einer kombination aus städtebaulicher verteilung, baukörperfigur und baulichem schallschutz unter gesundheitsgefährdende werte zu senken:
·da der schalldruckpegel mit linearer entfernungszunahm im quadrat abnimmt sind die wohnungen in möglichst grosser distanz zum schallemitter angesiedelt. weniger lärmsensiblen nutzungen (verwaltung) sind kürzere distanzen zur schallquelle zuzumuten.
·zur schallquelle in ihrer höhenentwicklung ansteigende, möglichst dicht zueinander stehende querliegende, baukörper verhindern wirkungsvoll das eindringen des schalls in die quartiere.
·die dichte gehölzpflanzung auf der abstandsfläche zum emitter mindert den schallpegel nicht allein physikalisch sondern auch psychologisch.

bewegung und begegnung
die dörfer sind so konzipiert, daß sie als autofreie siedlungen funktionieren können: geparkt wird in sammeltiefgaragen, deren zufahrten sich jeweils nahe am eingang zursiedlung befinden. auch alle besucherstellplätze liegen am rand der quartiere an den äußeren erschliessungsstrassen.rückgrat der inneren erschliessung sind ring- oder stichstrassen, befahrbar für anlieferung und die feuerwehr. sie können wegen des geringen verkehrsaufkommens alsspielstrassen ausgewiesen werden und sind damit bestandteil des nutzbaren freiraums. auch ihre widmung als privatstrassen ist denkbar.ausgehend von den spielstrassen durchzieht ein dichtes netz von wohnwegen die dörfer. über dieses netz werden die wegebeziehungen des alltags nach außenhergestellt: zum park, zu schule und einkaufszentrum, zu den haltestellen des öpnv.

die polizei
vorteile der lage der polizeidienststellen im norden des grundstückes:
_fortsetzung der typologie der grössermassstäblichen solitäre  entlang an der autobahn.
_lärmschutzbebauung und pufferzone zum wohngebiet.
_eine merkfähige, präsente skulptur präsentiert sich:das gebäude der polizei nimmt die gegebenheiten des ortes auf und entwickelt sich als skulptur aus den höhenlinien des lärmschutzwalls, dem unterführungsbauwerk und der zugehörigen topografischen situation heraus.
das gebäude ist somit ein hybrid aus verkehr, landschaft und haus, das aus der schwierigen situation, bisher gelten solche orte als »unorte«, als verlorenes land, einen ort höchster dichte und identität, sowohl für die nutzer, als auch für die bewohner und befahrer, schafft.die pollzei erhält einen direkte verbindung zur stadteinwärts führenden spur der A96. das gebäude entwickelt sich vom niveau der unterführung bis hoch über die autobahn. diese ansteigende skulptur, bietet den  verschiedenen diensttellen raum für die unterschiedlichen anfordeungen.

11Jun/02

038 bürgerhaus regensburg

a_die bank ist eine bank.
ihre mitnichten unerfreulich proportionierte massigkeit ist strassenraumprägend.
ihre bausubstanz muss weitestmöglich erhalten bleiben.

b_die öffnung zum minoritenweg hin würde dem bürgerbüro keinen städtebaulich legitimierbaren, nicht mal einen hlabwegs angemessenen vorbereich gewähren. das bürgerbüro öffnet sich ins quartier hinein, hindurch.

c_das bürgerbüro ist öffentlicher durchgang, ein öffentliches stück regensburg. offen, durchlässig.
der anbau öffnet dann auch den bestand, öffnet damit auch einen teil stadt, ihren bürgerinnen und bürgern.

d_die front der frontoffices ist konkav. die bürgerin, der bürger ist umzingelt von der front. blichkontakt, für die nervösen, nicht auf ihre wartenummer vertrauenden, zu jeder dame, jedem herrn hinterm schalter. alternativ aber auch in mehrstufiger nuancierung hierzu wartemöglichkeiten für die ruhigeren, im die front umgebenden volumen.
bei klaviermusik und kindergeschrei, jedem das seine.

e_die knappen volumina von bürofluren, von minimierten entrées zusammenfassen, daraus mehrgeschossige räume werden lassen. maximal zweigeschossig natürich, dem feuer wegen. zwei jeweils doppelgeschossige volumen. von internen und externen treppen verbunden. echter raum.

f_die intervention assistiert dem bestand. ver- und entsorgung, jedwelche infrastruktur, erschliessung, flucht.

g_das dach ist flach und begrünt. regenwasserretentiv, hochwasserfeindlich also. als ob das nicht von interesse sei, an der donau. ein zweigeschossiger stahlbetontisch, darauf eine weitgehend vorgefertigte hölzerne glasschatulle.
zwischen den büros regale als trennwände, nach aussen wie zur galerie hin teils raumhoch aufgeglast, teils mit holzbekleideter vakuumdämmung.